was ich heute zufällig entdeckt habe und baldmöglichst lesen werde:
Emma Donoghue: Raum"...ein beeindruckender unspekulativer Kaspar-Hauser-Roman"
"...Ganz sachte, auf Zehenspitzen, betritt man den Raum. Es ist früh am Morgen. Ein Junge und seine Mutter wachen auf. Er hat Geburtstag. „Heute bin ich fünf. Als ich gestern Abend in Schrank eingeschlafen bin, war ich noch vier. Aber dann wache ich im Dunkel in Bett auf und bin plötzlich fünf.“ Der Junge, zugleich Ich-Erzähler, ist neugierig. Wieder einmal geht es um die Geschichte seiner Geburt. Aber er weiß schon fast alles: 'Durchs Oberlicht und du bist ganz traurig gewesen, bis ich in deinem Bäuchlein passiert bin.‘ - ‚Stimmt genau.‘ Ma lehnt sich aus Bett und schaltet Lampe an, der macht alles ganz hell.'
Emma Donoghue, die vor 'Raum' schon sieben Bücher geschrieben hat, weiß, dass sie nicht auftrumpfen muss. Fast alle, die ihren Roman in den Händen halten werden, dürften wissen, dass Schreckliches erzählt wird. Aufmerksam achten sie auf jedes Zeichen: 'in Schrank eingeschlafen bin . . .'.
'Raum' ist die Geschichte einer Mutter, die ihren Sohn von ihrem Entführer empfangen hat, einem älteren Mann, der sie in einem extra präparierten Raum gefangen hält und missbraucht. Innerösterreichisch betrachtet sind das Kampusch & Fritzl. Tatsächlich sei 'Fritzl' der Auslöser gewesen, meint Donoghue, 'mehr aber nicht'. Sie habe vergleichbare Fälle auf der ganzen Welt untersucht..."
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