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Ich weiß noch, wie bezeichnend es Anfang der 90er war, dass auf RTL/Sat1 so Sendungen wie "California Clan" usw. liefen. Heute bringt ZDF genau so einen Schund zu genau der Zeit wie früher die Privaten... und ALLE bringen Scheiße um diese Zeit, biss auf "Drittsender".
Wenn ich den Stories zu den Zuständen in meiner frühen Kindheit glauben darf, lief "vorher" aber z.B. "Dallas" auf ARD.

Ok, Anfang der 80er gab es noch nicht eine so große Programmvielfalt (quantitativ) wie heute, daher hatten die Öffentlichen wohl weiterhin eher den Auftrag überhaupt Fernsehprogramm zu verbreiten, Belustigung des Volkes mit altem Kram hinter neuem Glas, Theatermitschnitten, Kriminalverfilmungen, dem regelmäßigen Spielfilm und den Tagesaktuellen Nachrichtensendungen, von denen die wichtigste, wie auch die anschließenden Politmagazine, zu einer Zeit ausgestrahlt wurden, dass der Arbeiter mit seinem Wurstbrot und Gurkenhäppchen auch sicherlich auf dem Sofa angekommen war.
Heute kopiert man halt einfach die Privaten, es geht ja nicht um Innovation, sondern in erster Linie darum, den Anderen die Quote abzuluchsen, auch wenn evtl. noch irgendwo eine Zielgruppe steht, die noch gar nicht bedient wird.
Die allgemeine Gebühr, sollte hoffentlich dafür sorgen, dass dieser Apparat GEZ schrumpft oder endlich ganz der Vergangenheit angehört.
Die haben ab meinem Abitur (ja woher wissen die das) angefangen mich jeden Monat mit einer Androhung zu belästigen, nach der ich ja auf jeden Fall irgendwas anzumelden haben müsste (kann ja gar nicht anders sein, müsste ja schließlich jetzt auch eigenes Geld verdienen), bis ich tatsächlich eigene 4 Wände mit einem TV hatte, den nicht meine Eltern aufgestellt haben. Ist man bei denen angemeldet, bombadieren die einen 4 mal im Jahr mit dem tollen Vorschlag, doch eine Einzugsermächtigung zu erteilen (seit neustem mit dem entscheidenden Hinweis, dass man die auch garantiert ganz leicht wieder los wird). Wenn man vermuten darf, dass meine, nicht wirklich maschinenlesbare, Schrift auf den regelmäßig zurückgeschickten "Ablehungsformularen" über die Zeit bestimmt eine Arbeitsstunde gekostet haben mag und dann noch die Portokosten für die regelmäßigen Schreiben heranzieht, dürfte alleine mein Vorgang 1-2 Monatsbeiträge vernichtet haben.
Wenn jeder nicht nur zahlen muss, sondern auch zahlen wird, weil es eigentlich keine Ausflüchte mehr gibt, dann gibt es natürlich auch mehr Leute, die endlich das Recht haben, sich über die Verwendung der Gebühr zu beschweren. Das kann also gut werden.