Zur Pünktlichkeit und Respektlosigkeit kurz angemerkt:
Klar kann man das als Respektlosigkeit erleben, empfinden - aber vom Sich-Verspätenden muss es deshalb lange nicht so gemeint sein.
Ich bin auch generell leider sehr unpünktlich (egal wo, bei wem - auch, wenn es "wichtig" ist...!). Es ist also nicht so, dass ich den Anderen absichtlich/bewusst kränken will, sondern, dass ich es einfach nicht schaffe. Egal wie nah oder weit entfernt der Termin, die Verabredung ist (wobei kürzere Distanz für mich doch eher erleichternd ist). Und auch wenn mir die andere Person immens am Herzen liegt - ich bin sicher zu spät, von Ausnahmen mal abgesehen. Und das variiert zwischen fünf bis zehn Minuten bis zu einer halben oder vollen Stunde. =(
Wobei ich aber sehr gut nachvollziehen kann, dass man Warten eher lästig oder langweilig findet. Manchmal kann man es konstruktiv nutzen (Wartezeiten), aber eben nicht immer - und überall und hängt auch davon ab, was man selbst sonst noch so vorhat oder welche weiteren Termine man noch hat...
Wenn man sich bei mir verspätet, interpretiere ich das aber grundsätzlich erst mal nicht als respektloses Wartenlassen, sondern eben so, dass der Andere es nicht pünktlich schafft (aus welchen Gründen auch immer) - weil es mir selbst so geht. Obwohl ich jedes Mal den guten Vorsatz habe, "diesmal wirklich" pünktlich zu sein!
(Ja gut, ich kann schon auch mal pünktlich sein, aber ist wirklich leider nicht die Regel - was tatsächlich bei offiziellen Verabredungen/Terminen durchaus zu erheblich negativen Konsequenzen in erster Linie für mich führt(e) ...)
Also bitte deshalb Unpünktlichsein nicht als (generelle oder beabsichtigte) Respektlosigkeit auffassen - es ist nicht zwangsläufig so gemeint.