Mir geht es ganz genauso. Auch wenn ich zu Reinhold Messner ein zwiespältiges Verhältnis habe

Ich kann definitv nicht ohne ein Naturerleben leben. Wie KQ schon geschrieben hat war es für mich/uns ein absolutes Muss nahe an die Natur zu ziehen und wollte/n in diesem Zusammenhang auch keinen Kompromiss eingehen. Wir leben jetzt neben einem 15m² großen Wald, in dem ich alle 2 Tage laufen gehen. Auch liebe ich es, mir täglich die Berge von der Ferne und Wochenends auch aus der Nähe anzuschauen. Nächstes Wochenende bin ich den Karwendelalpen und danach im Stubaier Tal Bergsteigen. Ich ziehe wahnsinnig viel Energie aus der gefühlten Nähe zur Natur. Gestern sind KQ und ich beim joggen auf einem Hügel verweilt und haben uns das Alpenpanorama schweigend angeschaut. Wenn man sich die Zugspitze von Wolken umtobt anschaut, dann kann man nur noch Ehrfurcht empfinden. Für mich werden in solchen Momentan Alltagsprobleme ganz klein und nichtig.
Für mich ist das Naturerlebnis immanent wichtig.
Ich habe bspw. erst in Hamburg (nach mehreren Jahren) festgestellt, dass Großstadt für mich nicht der passende Lebensraum/Lebensumgebung ist. Muss ja auch nicht ein Dorf sein, aber weniger Menschen, weniger Hektik, mehr ursprüngliche Natur und Landschaften - das muss es für mich schon sein.
War bei mir nach Jahren in der Großstadt genauso. Ich komme aus der Kleinstadt und kann definitiv nicht mehr ohne.
Liegt das (wirklich nur) an der "Prägung" (wie man als Kind gelebt hat, aufgewachsen ist) oder ist es nicht so, dass "Natur"(-Erlebnis) sehr vielen Menschen zu ihrer "Mitte" verhilft - einfach, weil wir Menschen seit Millionen Jahren in/mit der Natur leben?
Es hat schon einen Grund, warum so viele Menschen im Urlaub z.B. ans Meer fahren. Ich sehe darin durchaus ein Zeichen eine millionenjahrealten Prägung.