Gleich vorweg: Die beiden Begriffe meine ich nicht in einem Zusammenhang.
Möchte eigentlich zwei verschiedene Fragen stellen, aber hierfür nicht extra
zwei neue Themen starten.
Zum Alter: Ab wann ist jemand nach eurem Verständnis alt? Kann man wirklich sagen, das hängt vom Einzelnen ab: ob er selbst sich alt fühlt oder sich "alt" verhält? Was bedeutet es, sich "alt" zu verhalten? Und woran kann es liegen, wenn jemand sich alt "fühlt" - warum fühlen sich Menschen alt (aus welchen Gründen, aufgrund welcher Umstände etc.)?
Oder ist Alter doch auch an ein gewisses Lebensalter geknüpft - ab dem man eben als "alt" oder "älterer Mensch" gilt? Wann ist dieses Lebensalter oder Lebensjahr für euch (mit 50, 60, 70 oder 80)?
Ist man alt, wenn/weil man nicht mehr (so) aktiv ist/sein kann - z.B. aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen, Erkrankungen, Schwäche...? Oder ist man alt, wenn man nicht mehr neugierig, nicht mehr offen, nicht mehr an der Welt und den Menschen interessiert ist (dann gibt es aber auch sehr viele "junge Alte"!)? Oder ist man alt, wenn sicht- und fühlbare körperliche Veränderungen eintreten, sich verstärken (Zipperlein, Falten, körperlicher "Abbau"...)?
Also was alles müsste nach eurem Dafürhalten gegeben sein, um zu sagen: Dieser Mensch ist alt. ?
Und würdet ihr in "Alterungsstufen" unterteilen - so nach dem Motto: älter geworden, alt geworden, sehr alt. - Ich denke aber, dass das Alter schon vor dem Vergreisen beginnt.

Also Greisentum würde ich gerne außen vor lassen.
(Gibt ja bspw. von Simone de Beauvoir auch ein Buch zum Thema.)
Zum Versagen:Das richtet sich an die etwas Älteren (lol) unter uns. - Was würdet ihr als (Lebens-)Versagen definieren - also wann hat jemand in seinem Leben (grundsätzlich) versagt - unter welchen Bedingungen, welche (Lebens-) Umstände kennzeichnen das Versagen bzw. Versagthaben?
Oder ist auch dies eine Sache der persönlichen Auffassung? Hat jemand nur dann versagt, wenn er selbst es so empfindet? Oder hat jemand versagt, wenn er bestimmte Dinge in seinem Leben nicht erreicht hat, nicht verwirklich hat - welche z.B.?
Oder ist Versagthaben nur daran geknüpft, dass man die sich selbst gesteckten Ziele nicht erreicht hat?
Im Grunde will ich bei beiden Fragen eher auf die "objektive" Interpretation hinaus - also was sozusagen allgemein als "Alter"/"alter Mensch" gilt und was als "Versagen" gesehen wird - und worauf sich diese Sichtweisen gründen?
Zum Versagen noch eine Frage: Ab welchem Alter, glaubt ihr, ziehen Menschen ("allgemein"/die Mehrheit) das erste Mal in ihrem Leben eine Art Bilanz (über ihr Leben)? Passiert das (mehrheitlich) mit 30, 40 oder 50? Dabei meine ich gar nicht nur die sogen.
midlife crisis (denn auch hier stellt sich die Frage:
wann hat "man" die denn
heutzutage so "im Durchschnitt"?), sondern eben ein "simples" (kann das so simpel wirklich sein

) Bilanzziehen - das kann auch schon weit vor dieser midlife crisis passieren.
Oder?Und warum ziehen manche Menschen so viel früher bereits solche Bilanz als andere - woran könnte das eurer Meinung nach liegen?
Wer möchte, kann gerne auch schreiben, wie es sich bei ihr/ihm selbst verhält. ?