So, jetzt geht´s mal nicht ums Versagen, sondern ums Altern.
Ich habe meine Krise (?)

diesbezüglich noch immer nicht überwunden - wird eher schlimmer - mit Fortschreiten der Zeit, zunehmendem Alter. - Ahahahaha - wie lustich.

Ganz ehrlich - besonders schwierig ist für mich doch auch das äußerliche Altern - der "Zerfall"! Der Verlust an "Ansehnlichkeit".
Ich finde einfach doch, dass man als wirklich alter Mensch (die meisten jedenfalls) einfach hässlich(er) (geworden) ist. Ja, das sage ich so direkt - ich sehe das so.
Und das sehe ich nicht nur auf mich bezogen so (bin zwar nicht 60, 70, 80, aber eben auch nicht mehr taufrisch), sondern auch bei anderen Menschen.
Einfach die Optik. Ich will niemanden als Mensch auf seine Optik, sein Äußeres reduzieren - darum geht es nicht. Es geht mir einfach darum, dass ich es als "unästhetisch" empfinde.
Diese trockene, faltige, runzelige Haut - nicht nur im Gesicht, auch am Körper. Altersflecken, Haare, die aus allen möglichen Körperöffnungen wuchern, Nasen, die immer länger oder verbeulter oder "kraterartig durchzogen", verfärbt ... sind, Ohrläppchen, die hängen, die ganze Körperform -> aus der Form (entweder dick und schwabbelig oder mager und ausgemergelt, klapprig, schlaff), verschobene Gesichtszüge - einfach völlig anderer Gesichtsausdruck: nur aufgrund des Alter(n)s - als als junger Mensch.
Ich finde das ist eigentlich eine Zumutung - für einen selbst schon aber auch als Anblick für andere. - Klar, man kann immer sagen, Schönheit ist relativ, liegt im Auge des Betrachters, kommt von innen und all die abgedroschenen Phrasen und Euphemismen.
Fakt ist doch, dass die meisten Menschen junge Gesichter, Körper attraktiver, ästhetischer, ansehnlicher finden als alte. - Mir geht es da ganz entschieden so.
Und ich habe wie so oft ein Problem damit, auf mein Kreatursein zurückgeworfen, mit der Nase darauf gestoßen zu werden - nicht "entkommen" zu können - dieser "Kreatürlichkeit", dieser unabänderlichen Gegebenheit -> den sichtbaren Veränderungen des Alterns.
Dabei noch gar nicht gesprochen von all den anderen einhergehenden Unannehmlichkeiten, Einbußen des Alter(n)s - der Körper baut einfach merklich ab - trotz gesunder Lebensweise. Es lässt sich nicht aufhalten, nicht stoppen, nicht zurückdrehen.
Wenn ich mir bspw. auch andere gealterte Menschen ansehe und dann Fotos ... aus ihren jungen Jahren - das finde ich manchmal echt zum Heulen traurig. - Und es "schockiert" mich zugleich auch - wie extrem und unausweichlich Menschen sich durch das Altern eben äußerlich verändern.
Wie geht man damit um? Kann man das wirklich akzeptieren lernen - oder
muss man es bloß (weil "die Gesellschaft" es so von einem erwartet, dass man sich fügt, "das Beste draus macht" - einer der mir meist verhassten Sätze!)?
Oder lernt man es mit den Jahren einfach verdrängen? Wird es einem egal, weil man es sowieso nicht ändern kann - also: fügt man sich in "sein Schicksal" bzw. sein Alter?
Wie geht es euch damit?
Hadert ihr auch schon (ein wenig) mit dem Älterwerden? In welchem Alter fing das bei euch an? Oder interessiert euch gar nicht, ob, dass, wie ihr euch mit dem Älterwerden äußerlich verändert?
Oder sind die Veränderungen bei euch noch nicht so, dass sie euch stören oder sie euch (negativ) auffallen?