@l3xi, EcceRex und messie
Nehmen wir doch einfach mal die kurze, aber präzise Definition von Sullivan, siehe oben, hier vorsichtshalber nochmal:
"Wenn die Zufriedenheit oder die Sicherheit eines anderen für mich ebenso bedeutsam wird wie meine eigene Zufriedenheit oder Sicherheit, dann ist dies der Zustand der Liebe"
(Man könnte es noch etwas anders formulieren - Zufriedenheit und Sicherheit ... - statt "oder"..., man könnte auch Wohlergehen, statt Zufriedenheit u. Sicherheit setzen etc. und sich nicht nur auf den emotionalen Zustand, sondern also auch auf die - bewusste - Haltung beziehen.)
Aber
so wie es da steht, trifft das doch dann als Liebe zu: für/bei Partner, Geschwistern, Kindern (evtl. auch Natur und Musik - so als Beispiele - beides kann man auch schützen und sich darum sorgen (wollen), hauptsächlich aber ist es doch auf Lebewesen bzw. belebte Natur bezogen/anwendbar - diese Definition).
Und
wenn man diese Definition auf diese Menschen bezogen so "unterschreiben" könnte,
dann also
liebt man (diese). Andernfalls: ist es
nicht Liebe, sondern etwas anderes (andere Gefühle, andere Haltung) - z.B. Zuneigung, Sympathie, Begehren, Interesse/Neugier oder einfach nur eine Schwäche bzw. Vorliebe usw..
Was die partnerschaftliche Liebe angeht, macht
ihr meiner Meinung nach gerade den Fehler - indem ihr halt einfach
nur/ausschließlich die romantische Liebe als "die eigentliche, wirkliche Liebe" setzt bzw. begreift!
Diese "romantische" Liebe aber ist Liebe
mit/plus "noch etwas anderem" (nämlich der Romantik - der Vorstellung, den Erwartungen - also eine spezielle Haltung/Einstellung - und außerdem (evtl.) auch mit Sex). Das ändert aber nix daran, dass also die Liebe "als solche" vorhanden ist - zuerst bzw. als "Basis".
Wenn nämlich, wie oben schon mehrfach geschrieben, der Sex oder/und die Romantik wegfällt/wegfallen, muss dadurch
nicht notwendigerweise auch die Liebe aufhören! Dann hört halt die sexuelle Beziehung auf und/oder auch
die romantische Beziehung, nicht aber zwangsläufig: die Liebe!!!
Kritisiere uns aber bitte nicht, wegen unserer Ansichten und denkweisen, wenn du selber keine dazu hast!
EcceRex - ich habe eine Haltung (siehe auch meine zahlreichen posts in diesem thread - da kommt meine Haltung ziemlich deutlich rüber, denke ich - übrigens auch schon im ersten. Und ich kritisiere nicht - ich
diskutiere.

Ich sage nicht, alles, was ihr schreibt, denkt, ist falsch, ich sage aber: Ich bin der Meinung, ihr denkt so, weil ihr einem Missverständnis aufsitzt, weil wir keine klare Definition von "Liebe" haben. Ich kritisiere höchstens, dass man sagt, es sei keine solche Definition (für Liebe) möglich. Aber eben: genau darüber diskutieren wir hier halt.

Wie gesagt: Mit Sullivan kann man es tatsächlich auf den Punkt bringen - damit zumindest, finde ich, wird meine Ansicht (von/zu) "Liebe" ganz gut erklärt. Siehe oben.