@l3xi
... du kannst einen toten oder im Koma liegenden oder weit entfernten Menschen durchaus begehren. Aber dein Begehren wird keine Erfüllung finden, somit bleibt es einseitig. Außerdem schrieb ich nicht, dass man einen Toten oder im Koma Liegenden nicht begehren kann, daher kann ich deine Frage danach nicht nachvollziehen. Lies mal, was in dem Text, den du von mir zitiertest, steht.
Dass du also auch einen Toten oder Kranken oder Nichtanwesenden begehren kannst, hat wiederum mit Liebe (mit dem Vorhandensein derselben) nichts zu tun - weil weder Begehren noch Romantik notwendige Bedingung(en) für Liebe sind (s.o.), außerdem weder von Begehren, noch von Sexualtiät, noch von Romantik in Sullivans Definition die Rede ist. Und daher finde ich seine Definition eben so zutreffend: Liebe gibt es unabhängig von Begehren, Sex, Romantik - schade, dass ich mich dauernd wiederholen muss. Daher ist es also Liebe - gegenüber Freund, Kind, Partnter, Tier ... oder eben nicht. Oder eben Liebe plus Sex, Romantik...
Zur partnerschaftlichen Liebe gehört der körperliche Kontakt dazu. Das ist Fakt. Bei Freunden ist es dagegen wumpe. Bei Geschwistern ebenso.
Nein, körperlichen Kontakt gibt es u.U. auch bei Geschwistern, Freunden und sowieso Kindern (Umarmung ...). Sex halt nicht so unbedingt. Aber ... - siehe oben: SEX IST NICHT NOTWENDIGE BEDINGUNG FÜR DAS VORHANDENSEIN VON LIEBE. DENN: auch dann, wenn kein Sex (in partnerschaftlicher Beziehung) möglich ist oder praktiziert wird, kann es trotzdem weiterhin Liebe (zwischen den Menschen) sein!
Die Liebe hört nicht auf, nur weil da Zwei keinen Sex (mehr) haben! Der Sex kommt einfach nur meistens dazu. Ist aber kein Kriterium für Liebe.
Und
Und Sullivan definiert es nicht präziese sondern lässt einen weiträumigen Spielraum
Wie/worin zeigt sich denn dieser Spielraum - worin besteht er, was ist mit "Spielraum" gemeint - oder anders: WIE äußert er sich?
Sicher, jeder kann einfach alles mögliche hineininterpretieren - aber an der Grunddefinition ändert das nicths.
Also:
Immer dann, wenn zutrifft: Zufriedenheit/Sicherheit/Wohlergehen eines Anderen sind mir genauso wichtig wie meine eigene,
dann ist es Liebe.
Und das trifft zu (kann zutreffen) auf: Beziehungspartner, Kind, Tier, Natur, Freunde, Geschwister ... (andere Verwandte...).