Hm ich versuche hier mal meine "Karriere" in Kurzform darzulegen.
Mit 14 Jahren den ersten Vollrausch im Verein meiner Eltern ohne ihre Anwesenheit.
Danach erstes Interesse an Cannabis, viel übers Internet informiert, mit Eltern drüber gesprochen und weitere Alkoholexzesse.
Im 16 Lebensjahr das erste mal gekifft.
Dann erstmal knapp 1 1/2 Jahre Abstinenz um den Realschulabschluss zu schaffen, Endergebnis Abschlusszeugnis 2,0.
Eine Lehre begonnen und relativ langsam wieder angefangen Party zumachen und ab und zu einen zu rauchen.
Während der Berufsschule, Blockunterricht 6 Wochen 6 Tage Schule 2x im Jahr fern von zuhause, durchgehend stoned.
Nach dem 1. Lehrjahr auch nach der Arbeitszeit auch durchgehend stoned.
Während des zweiten Lehrjahres treten, starke gesundheitliche Komplikationen auf, teilweise bis 6 Wochen krank geschrieben wegen Atemwegs und Hauterkrankungen aufgrund der chemiekalischen Betriebsstoffe.
Im dritten Lehrjahr wird es noch schlimmer, ich muß einen Aufhebungsvertrag aus gesundheitlichen Gründen einreichen.
Konnte meinen theoretischen Abschluss noch beenden (wieder 2,0 trotz Cannabis...) zur praktischen Prüfung darf ich vom Betriebsarzt nicht mehr hin, die Zeit davor wurde ich nur noch in de Lehrwerkstatt eingesetzt.
Anschließend wirds fatal, ich muß zuhause ausziehen da ich starke Probleme mit meinen Eltern hatte, Unterstützung gewähren sie mir weiterhin. Fange eine schulische Ausbildung an und werde in der Anfangszeit von zahlreichen psychischen Beschwerden (vor allem Stress) geplagt und lande am Ende auf der Intensivstation mit einer Herzrhythmusstörung.
Die nächsten drei Jahre hänge ich an der Bong und rauche sogar Zigarettentabak, statt Tabakersatz bzw pur da ich eigentlich Nichtraucher war... und schlage mich mit verschiedenen Zeitarbeitsjobs durch.
Ob ich versucht habe aufzuhören in der Zeit? Ja doch war ich nie stark genug für eine Pause die länger als einen Monat hätte halten können, danach sofort ins alte Muster min. stündlich breiten.
Und jetzt? Bin ich 23, unterernährt, der Konsum hat physisch und psychisch seine Spuren hinterlassen.
Ich bin vor 23 Tagen umgezogen, habe seitdem keine Bong mehr geraucht, und den Konsum auf ein paar Joints am Tag runter gefahren.
Mein Ziel ist es in den nächsten Wochen einen Radikalkurs zu starten, der weder Nikotin noch Cannabis im Tagesrhyhtmus zulässt, dafür viel Sport, eine anständige Ernährung und für nächstes Jahr einen Ausbildungsplatz finden.
Bis jetzt habe ich zwei ernsthafte Entzüge hinter mir und bin jedesmal daran gescheitert, das ich ohne nicht einschlafen kann und nach mehreren Tagen wach werde ich irgendwann doch schwach und vor allem psychotisch.
Andere Drogen?
Blieb nicht aus bei den Kontakten die ich aufgebaut hatte im folgenden habe ich min 1x ausprobiert:
LSD, Pilze (Magic Mushrooms), Amphetamin(Speed)
Nie habe ich Koks, MDMA oder jegliche Opiate ausprobiert.
Zur Vererbung von der Suchtanfälligkeit in meiner Familie gibt es zwei Alkoholtote, zwei lebende Alkoholiker und die üblichen Spielsüchtigen >.<
In der Drogenberatung mit 14 wurde mir damals gesagt das so was unter erhöhte Gefährdung fällt Gründe dafür kenne ich aber keine.
Mein Fazit nach dem durchlesen dieses Textes ist das ich mich an meinem Vorsatz gehalten habe beim Kiffen zu bleiben und das mir dadurch wohl schlimmere Exzesse erspart geblieben sind, kennen tue ich nämlich mehr als eine Handvoll Leute die mittlerweile ihr Leben nur mit Neuroleptika bewältigen können da sie starke psychische Störungen durch Langzeitkonsum von Amphetaminen und anderen Drogen davon getragen haben und andere sind nie mehr zurück gekommen.
Buh und das nach ner durchfeierten KSN....ganz klar ROCK'n'ROLL
Und jetzt geb ich mich zum Abschuss frei...zerfetzt mich

Lg Der Wanderer