messie
Was die akuten Fälle angeht: Wenn Menschen ermordet werden, dagegen gibt es ja entsprechende Gesetze, und die Täter werden (wenn sie erwischt werden) dann ja auch verknackt. Wo soll da eine Regierung mehr tun können in den konkreten Fällen? Sie kann es nur verurteilen und mit ihren Gesetzen dafür sorgen, dass Täter auch im Knast landen. Die aber gibt es ja schon längst.
Jede Regierung und auch jede Polizei ist dann auch machtlos, solange sich die Opfer nicht trauen, die Täter anzuzeigen. Ist hierzulande auch nicht anders, ich will nicht wissen, wie viele Vergewaltigungsopfer aus Scham und Angst schweigen.
Das ist schlimm! O ja! Aber ich möchte da nicht sagen, dass es extra schlimm ist weil es hier, im "Westen", passiert. Verrohte Menschen gibt es überall, Menschen mit antiquierten Ansichten ebenfalls.
Es geht ja hier nicht um "antiquierte Ansichten" und auch nicht um Religion/Glaube - wie ich eingangs schon schrieb, sind das nur die Aufhänger, nur Vorwand, nur vorgeschoben, um es mit irgendetwas zu "begründen" oder "zu rechtfertigen".
Es geht eigentlich einfach darum, dass diese Kids (Jugendliche, Adoleszente, aber auch ältere) ein katastrophales Lebensumfeld haben - fängt bei der Familie an, weiter über die Trabantenstädte/Ghettoisierung, mangelnde Bildung, mangelndes Selbstwertgefühl, nicht vorgelebte gewaltfreie Konfliktbewältigung - sondern im Gegenteil: cool ist, wer sich nichts sagen lässt, wer ein harter Kerl ist, der nichts durchgehen lässt ... der ist angesehen, vor dem hat man(n) Respekt (in diesen Verhältnissen). Der Mann ist der Herr im Haus. Dass dafür der Glaube bzw. die Religion herangezogen wird, spielt eine nur untergeordnete Rolle - wenn man´s an dieser nicht mehr festmachen könnte oder würde, gäbe es eine andere Ausrede/Vorwand für das Verhalten.
Was die Gesetze und Strafen/Bestrafung der Täter betrifft: Ja genau, das ist die Lösung, dann sind nämlich schon Menschen tot.
Meine Frage war, was man
präventiv tun könnte/sollte/müsste! Es kann doch einfach nicht sein, dass immer erst Leute zu Schaden gekommen oder gar tot sein müssen, bevor etwas unternommen wird/werden kann.
Dass Opfer aus Angst schweigen, ist wohl logisch und nachvollziehbar - also muss hier doch mehr getan werden (zum Opferschutz)! Das mit der Scham verstehe ich weniger, da das Opfer ja keine Schuld trifft - es sind die Täter, sie "sich schämen" müssten.
Und was "verrohte Menschen" angeht - die sind das nicht von Geburt an. Also wieder: an den Lebensumständen muss sich etwas ändern. Die Leute in Ghettos zu stecken, sie sich selbst zu überlassen und dann von Integration zu sprechen bzw. diese einzufordern, anzumahnen... und sich bei Kriminalitäts- und Gewaltvorkommen darüber wieder aufzuregen - das ist absurd, verlogen, heuchlerisch.
Was aber auffällt, ist, dass es zumeist doch männliche Gewalt ist - wie fast immer und überall rund um den Globus.
Und ja, es gibt
auch Frauengewalt (physische und/oder psychische). Und es
gibt auch "Schlägerinnen" und Frauen-Gangs/-Banden ..., aber das sind doch eher die Ausnahmen/gibt es nicht so oft wie männliche Gewalt. (Und dass einige Frauen ihre Kinder töten, ist nochmal ein ganz anderes Thema und hat andere Hintergründe/Ursachen - als "bloße" Gewaltanwendung bzw. Aggression! Kindstötung ist überhaupt ein Thema für sich.)
Männliche Gewalt überwiegt doch - und männliche Gewalt ist eben nicht überwiegend oder gar ausschließlich physische, sondern zur physischen

psychische.
Vielleicht könnte man hier einfach ansetzen (Gehirn, Hormone ...) - neben den Lebensumständen. ?