Hm, glaube nicht, dass man anhand dieser wenigen Informationen eine hilfreiche Antwort geben kann. - Man weiß zu wenig über die Hintergründe, Individualitäten usw.
Man kann nicht pauschal - für jemand anderen - beantworten, ob und wie lange es sich um eine Beziehung und/oder einen Menschen zu kämpfen lohnt. Das hängt von so vielen Faktoren, Umständen, Einstellungen, Gefühlen ... - auf Seiten des Partners und eigenen - ab.
Niemand hier weiß, was genau wie vorgefallen ist - und selbst wenn man es wüsste, wüsste man dennoch nur, wie man selbst damit eventuell (!) umginge, nicht aber was
in dir vorgeht, wie es sich
für dich anfühlt, was es
für dich heißt, das zu erleben und damit zu leben, damit umzugehen ... !
Hinzu kommt, dass manche Menschen dies und jenes eher zu verzeihen bereit sind als anderes bzw. andere Menschen eben andere "Dinge" verzeihen oder auch nicht ...
Es ist einfach eine individuelle Sache. Und man würde ja über euch, deinen Partner und eure Beziehung (zwangsläufig) urteilen, wenn man dir zu einem bestimmten Schritt, einer Handlung bzw. einem Sich-Verhalten riete. - Das kann man aber so aus der Ferne nicht - dazu müsste man mehr wissen und euch vor allem beide gut kennen.
So sehe ich das.

Was ich meine, herauslesen zu können, ist, dass du dich betrogen, hintergangen fühlst, dass er dein Vertrauen missbraucht hat, dir aber gleichzeitig keines entgegenbringt (was nicht verwunderlich ist ...).
Auf dieser "Basis" kann eine Beziehung im Grunde nicht gut und nicht dauerhaft gelebt werden ("funktionieren" klingt so nach Gegenstand). Daran wäre also zu arbeiten.
Ob dein Partner darüber hinaus auch (schwerwiegende) charkaterliche "Mängel" hat (die zu seinem Verhalten dir gegenüber führen ...), wäre eine weitere zu beantwortende Frage - die hier aber keiner beantworten kann, der ihn nicht kennt ...
Wenn du dich von ihm aktuell nicht lösen, trennen kannst und/oder willst, wäre die nächste Frage, wie es bei ihm darum bestellt ist und was ihr beide für eine "gelingende" gute Beziehung zu tun, zu verändern, zu erarbeiten bereit wärt. Ob es bspw. auf seiner Seite Einsichten gibt ...
Ach so - unterscheiden sollte man vlt. noch Folgendes:
Nur wenn/weil man eine Beziehung "aufgibt" bzw. beendet (aus Vernunftgründen), heißt das nicht, dass man damit zugleich oder zwangsläufig auch die eigenen Gefühle, die Haltung dem anderen gegenüber (-> die "Liebe" zu ihm, für ihn) aufgibt oder beendet.
