K-Ninchens Aufzählung ist eine wunderbare Analyse dessen, wie einer Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände hier bewiesen hat, wie sich die angebliche "100%-Sicherheit", die eine Aussage wie "unsere Atomkraftwerke sind sicher" suggerieren soll, in nullkommanix in Nichts auflöst.
Das ist ja das Verrückte an diesem Vorfall: Gegen alles, das geschah, war das Kraftwerk abgesichert! Vermutlich ist es besser geschützt gewesen als über 95% aller andere Atomkraftwerke weltweit, eben aufgrund der dort mit einkalkulierten Erdbebengefahr, und trotzdem ist ein GAU passiert. Ob es ein Super-GAU wird, ist ja momentan noch nicht geklärt, aber ein GAU ist ja schon schlimm genug.
Es ist schlicht naiv, um nicht zu sagen dumm, anzunehmen, dass die Atomkraftwerke hierzulande zu 100% sicher wären. Das sind sie schlicht nicht.
Szenarien wie ein Erdbeben niedriger Stärke, verbunden mit einem Terroranschlag und, sagen wir, einer Windhose der Stufe 4, und schwupps!, wird in Sachen Sicherheit gleich noch mal neu gewürfelt.
Mal davon abgesehen, dass im Kriegsfall Atomkraftwerke ein wunderbares Ziel abgeben, sollte ein feindliches Land die Totalvernichtung des Gegners im Auge haben (so wie die USA damals zum 2. Weltkrieg).
Es wird höchste Zeit, die alternativen Konzepte mit Hochdruck zu entwickeln und für diese jenes Geld hineinzupumpen, das man der Atomlobby derzeit seitens der Regierung mit Freuden hinterherwirft.
Dass dem nicht so ist, lässt mich auch fortwährend den Kopf schütteln: Sind die Politiker ebendort wirklich von der Atomlobby gekauft oder geschmiert worden, wie viele es behaupten, oder glauben sie wirklich an das Märchen der 100%igen Sicherheit?
Ich bin mir nicht sicher, was für mich schlimmer wäre.