Jetzt sind wir bei einem ganz eigenen Thema gelandet.

Zu den Ursachen für Welthunger siehe hier eine ganz kurze (!) Übersicht:
http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/welternaehrungskrise/index_ger.htmlAuch ähnlich schon in einem meiner Links weiter vorne zu lesen:
Biolandwirtschaft sei wirtschaftlich nicht tragfähig, ein Luxuszweig der Nahrungsmittelindustrie, nur durch Subventionierungen finanziell lohnenswert und erst recht nicht dazu geeignet, Menschen in globalem Ausmaß zu ernähren – so die gängigen Urteile. Das Gegenteil ist der Fall, stellt nun ein neuer Report von Olivier De Schutter (s. Photo), UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, fest: Ökologische Landwirtschaft kann die Lebensmittelproduktion – gerade in Entwicklungsländern – in fünf bis zehn Jahren sogar verdoppeln und so einen bemerkenswerten Beitrag zur Lösung des Hungerproblems leisten.
Die Anzahl der unter chronischem Hunger leidenden Menschen wird Ende des Jahres die tragische Rekordmarke von einer Milliarde erreichen, hat soeben Weltbankpräsident Zoellick festgestellt. Ursächlich dafür sind ständig weiter steigende Nahrungsmittelpreise, die u.a. durch Spekulation, schlechte Ernten, Exportbegrenzungen, extrem niedrige Vorratsmengen sowie eine rapide zunehmende Nachfrage für die Herstellung von Agrosprit verursacht werden. (...)
Quelle:
http://baustellen-der-globalisierung.blogspot.com/2011/03/un-report-entkraftet-gangige-vorurteile.htmlWie außerdem auch bereits erwähnt, ist ein Problem auch die "im Westen" erschaffene, auch leider genutzte und in "Entwicklungsländer" importierte/verkaufte Gentechnik (Hybridsaatgut - ich meine, alleine die Bezeichnung "Hybrid -" ... ist ja schon bemerkenswert ...):
http://www.naturkost.de/genfood/dossier/2007hunger.htmlSiehe Kritik auch hier:
(...) Nur mit Hilfe der Grünen Gentechnik sei der Hunger in vielen Entwicklungsländern zu bekämpfen. Die angeblichen Segnungen der Gentechnik werden den Hunger auf der Welt nicht lindern - auf eine gerechtere Verteilung der Ressourcen komme es an, meint hingegen Greenpeacer Benny Härlin. "Niemand muss heute aus Mangel an Nahrungsmitteln hungern. Weltweit werden gigantische Überschüsse produziert und vernichtet. Millionen Menschen hungern vielmehr, weil sie sich die Lebensmittel, die es im Überfluss gibt, nicht leisten können und weil ihnen der Boden verweigert wird, auf dem sie ihr Essen selbst anbauen könnten. Keine Technologie der Welt wird diese Ungerechtigkeit beseitigen". Gentechnisch manipulierte Lebensmittel werden aus Greenpeace-Sicht die Situation vielmehr noch weiter verschärfen: Als Mono-Kulturen auf riesigen Flächen angebaut, sorgt ihre ingebaute Resistenz gegen patentierte Herbizide für den weiteren ungezügelten Einsatz von giftigen Chemikalien. Mit der Gentechnik geht die Kontrolle über die Landwirtschaft vollends in die Hände von Chemie-Riesen wie Monsanto oder Novartis über. Doch zur lokalen Ernährung von Hungernden müssten mehr - und nicht weniger - Farmer langfristig überlebensfähige Nutzpflanzen kultivieren. Die Durchsetzung der Gentechnik hätte zur Folge, dass noch mehr Kleinbauern verdrängt werden und ihre Existenzgrundlage verlieren. Mit seiner Haltung für eine Grüne Gentechnik steht Minister Funke in Europa übrigens recht einsam da: In England und Schweden wurde die Vernichtung der illegalen Genraps-Felder bereits offiziell angeordnet. Und Frankreichs Landwirtschaftsminister Jean Glavany drängt derzeit auf eine Entschädigung der betroffenen Bauern durch die Firma Advanta. In Deutschland macht Greenpeace dem Minister Funke zusammen mit betroffenen Bauern Dampf: Gemeinsam pflügten sie den Genraps unter (s. Homepage von gestern). Greenpeace hat zudem Strafanzeige gegen die niederländische Saatgutfirma Advanta und gegen das Umweltministerium in Stuttgart gestellt.
Quelle:
http://www.oekonews.de/id/571/greenpeace-welthungerhilfe-durch-gentechnik-funke-belebt-alte-luege-aufs-neue/Dass stattdessen Ökolandbau durchaus ein Weg gegen den Hunger sein kann bzw. ist, siehe hier:
Studie sieht Ökolandbau als geigenete Waffe gegen Welthunger
13.03.2011 Erneuerbare Energie: News
Die Ökolandwirtschaft könnte in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle im Kampf gegen Hunger und Armut auf der
Welt einnehmen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen hervor. Demnach hat die ökologische
Landwirtschaft das Potenzial, die weltweite Nahrungsproduktion klimaschonend zu verdoppeln.
80 Prozent verschiedenster Öko-Landbauprojekte in 57 Schwellenländern haben demnach deutlich verbesserte
Ernteerträge erbracht – im Durchschnitt um 116 Prozent. Allein in 20 afrikanischen Ländern gelang es, die Ernteerträge
in den vergangenen drei bis zehn Jahren zu verdoppeln.
„Um im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen zu ernähren müssen wir die effizientesten Methoden der Landwirtschaft
einsetzen die es gibt“, forderte Oliver De Schutter, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Die
wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigten, dass Methoden aus der ökologischen Landwirtschaft in den ärmsten Regionen
der Welt im Vergleich zum Einsatz von Chemie-Düngern deutlich überlegen seien – besonders in landwirtschaftlich
schwieriger Umgebung, so Schutter weiter. Öko-Landbau habe zudem den Vorteil flexibel in sich verändernden
Klimazonen eingesetzt werden zu können und weitere CO2-Emissionen zu mindern.
Quelle:
http://www.wiben.de/nc/de/wiben-aktuelles/einzelansicht.html?tx_ttnews[year]=2011&tx_ttnews[month]=03&tx_ttnews[day]=23&tx_ttnews[tt_news]=316&tx_ttnews[backPid]=31
(Mist - Link funktioniert nicht - hab es zweimal versucht - geht nicht. ?)
und hier (älter):
http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:wKMO3Mt4gTAJ:www.bioverlag.de/presse/20080529PM_SK.pdf+%C3%B6kolandbau+gegen+hunger&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEESi0A1u5714hj0crJFuFiGvD0aI0VnJYAjvLfiIjgXdWmPPbHMv69jvaTS66egkyOgWDToEgJ5GPj5nIRqt5-Ba5b19_y3IHtbF09i7Ut7NsX9aWWFlrZJJeNbpH8vtVJ5KUVrrE&sig=AHIEtbRecz1FOaz2LdPZb55rZgvJgnwBAQDie Ursachen für Hunger (in Entwicklungsländern) sind also vielfältig - reichen von ungerechten Handelsabkommen über Klimawandel (Dürreperioden, Naturkatastrophen, Überschwemmungen ...) und Börsenspekulationen (was ja wohl eine der widerlichsten Ursachen ist!) bis zu "falschen" Subventionen, falscher Energiepolitik (hohe Transportkosten durch hohe Ölpreise bspw. - also: Erdöl) und "falscher" Landwirtschaft (Gentechnik statt Ökolandbau) sowie "Bevölkerungsexplosion" und politischen Verhältnissen (Diktatoren, die sich nicht um das Wohl ihrer Bevölkerung kümmern, Korruption, Bürgerkriege etc.).
Wir haben hier insofern damit zu tun, als "wir" eben Überschuss produzieren (aufgrund "falscher" Landwirtschaft auch bei uns, auch in Deutschland) und auch "falsch" konsumieren - das Beispiel mit dem Fleisch wurde ja bereits genannt: für welches Getreide (als Futtermittel für die späteren Schlachttiere) produziert wird - statt als Nahrungsmittel für Menschen (wofür die Anbauflächen dann also nicht zur Verfügung stehen ...).
Aber auch, dass wir hier alles so preisgünstig als möglich haben wollen - und im Überfluss - Beispiel: Kaffee (aber überhaupt Produkte aus "Übersee").
Es hat also letztlich auch wieder mal einfach doch mit unserem eigenen Konsumverhalten, unserem Lebensstil zu tun.
Eisbär
... im Übrigen konnte ich an meinen letzten Beiträgen keinerlei "hysterisches Gekreische" erkennen. Wo bitte? - Aber das ist doch echt arm und billig: wenn man inhaltlich nichts zu entgegnen weiß, kommt man(n) mit angeblicher weiblicher "Hysterie" - na klar.