Da stellt mal jemand eine echt interessante Frage und keiner traut sich...
Troll nich, sei konstruktiv und geh mit gutem Beispiel voran.

Oder willste dat nich, weil du dich dann mal intensiv mit dir selbst auseinandersetzen müsstest?

Zum Thema:
Mit meiner blöden Programmiereraffinität muss ich sagen, dass ich die Menschen zwiegespalten sehe.
Das Interface (a.k.a. die Idee, die Definition) finde ich klasse, aber die Implementation (a.k.a. die Aus-/Durchführung) lässt doch sehr zu wünschen übrig.
Ich weiß, dass ich mich jetzt mit meiner Meinung schlicht unbeliebt mache, doch ist der Ruf erst ruiniert...

Wie gesagt finde ich die Grundidee Mensch klasse.
Dummerweise war irgend ein Idiot, im Allgemeinen unter dem Synonym 'Evolution' bekannt, so dämlich ihn mit der Intelligenz auszustatten.
Ich meine, die Sprache der Tiere ist begrenzt doch vermögen sie es, unendliche Informationen mitzuteilen.
Der Mensch flüchtet sich in Sprüche a la "Das Dilemma des Redens: das Mitteilbare ist nicht sagbar und das Sagbare nicht mitteilbar."
Überhaupt nerven mich diese ganzen Psychospielchen der sogenannten Mitmenschen oftmals an.
Nach nunmehr zehn Jahren in recht... umkämpften Arbeitsgebieten bilde ich mir ein, so ein bis fünf Kniffe der menschlichen/rhetorischen Manipulation zu kennen und nach gewisser Zeit auch zu erkennen.
Im Berufsleben isses okay, da werde ich für so einen Schmiss bezahlt. Privat brauche ich den Scheiß jedoch nicht.
Dabei ist es mir auch grundsätzlich völlig schnurz ob jetzt jemand irgendwelche tollen erfundenen Märchen verbreitet, krampfhaft versucht den Übermanipulator zu mimen oder einfach sein Alphatierchengehabe auslebt - es nervt einfach und kostet Energie, die ich lieber in entspannende oder produktive Dinge stecke.
Mir ist bewusst, dass das Meiste davon unbewusst passiert. Doch das ändert ja nichts an der Grundsituation.
Wenn Menschen einfach ihre Schnauze nicht aufbekommen, ein Problem damit haben einfach frei ihre Wünsche zu äußern oder schlicht ihre Gedanken zu äußern, dann verliere ich ganz schnell das Interesse an ihnen.
Mindestens genauso dämlich ist die Ausübung von körperlicher Gewalt in welcher Form auch immer.
Ein Sprichwort besagt "Wer einem Menschen mit Gewalt begegnet, der hat nicht gelernt, mit diesem Menschen umzugehen."
Und ja, meine lieben Gruftifreunde, das betrifft auch, vor Allem und in erster Linie Autoaggression.
Wenn ich schon dabei bin, dieses krankhafte Metagerechtigkeitsbewusstsein, das eingeimpfte 'Du bist an ALLEM Schuld und für ALLES verantwortlich' und diesen elendigen Egoismus finde ich persönlich auch ausgesprochen albern.
Ja, Mensch verpestet diesen Planeten. Ja, dank Mensch sterben täglich Tiere und Pflanzen aus. Ja, dank Mensch verändert sich das Antlitz der Erde stetig. Ja, die Atomkraft ist fürn Arsch. Ja, Umweltverschmutzung schadet der uns umgebenden Natur. Ja, das Ozonloch ist Gift für alles Leben, das wir kennen.
Und permanent heucheln wir unsere Sorge um das Große Ganze, dabei dreht es sich nur um uns.
Beispiele gefällig?
Globale Erwärmung. Seit gefühlt 500.000 Jahren wechseln sich kalte und warme Zeiten ab. Und nur weil der Mensch vor nach eigenen Angaben 2.011 Jahren mal mit dem Denken angefangen hat ist das jetzt plötzlich vorbei?
Veränderungen der Atmosphäre. Forschungen im so genannten ewigen Eis haben ergeben, dass sich innerhalb der letzten 100.000.000 Jahren die Atmosphäre stetig verändert hat. Und seit 2.011 Jahren sind unsere Chemikalien Schuld daran?
Seit Anbeginn des Lebens auf diesem Planeten
sterben Arten aus. Klar, Mammut, Ur und einige andere Arten sind unseretwegen drauf gegangen. Und die Dinosaurier vor 65.000.000 Jahren, waren wir daran auch Schuld?
Nein nein nein, das war eine
Naturkatastrophe. Klar. Die Epoche der Drecksviecher ging über mehrere Millionen Jahre, in jeder von uns Menschen benannten Zeit gab es einen ganzen Schwung von Viechern nicht mehr, dafür aber ne Menge anderer Viecher. Was ist da die Ausrede?
Es ist nicht zu leugnen, dass der Sibirische Tiger in absehbarer Zukunft nur noch in Gefangenschaft existieren wird.
Was wäre, wenn der ach so intelligente Mensch (der nicht mal zu einer einwandfreien Kommunikation in seiner eigenen Rasse fähig ist) mit besagtem Tiger sprechen könnte? Was, wenn wir ihm in seiner eigenen Sprache begreiflich machen könnten, dass er der Letzte seiner Art ist?
Er würde uns vermutlich dennoch fressen...
Welche Rolle nimmt der Mensch in der Natur, auf diesem Planeten ein? Schlicht gar keine.
Der von CubistVowel verlinkte Comic zeigt es ganz gut: ist der Mensch weg, geht das Leben weiter. Nur halt ohne ihn.
Der Größenwahn und das Verlangen nach Stabilität sind es, die den Menschen in Angst und Schrecken versetzen, wenn es plötzlich um seine Existenz geht. Als ob er irgendetwas tun könnte. Verzögern und beschleunigen, ja. Doch die Natur hält keine Macht dieses Planeten auf.
Ja, ich stehe der Gattung Mensch an sich eher verachtend gegenüber.
Nichts desto trotz habe ich das Volk um mich und bin ohne sie nun einmal nichts.
Deshalb such ich mir die Exemplare aus, mit denen ich ganz entspannt durchs Leben komme. Diese mag ich dann selbstverständlich auch, weil sie mir gut tun. Was im Übrigen auf Gegenseitigkeit beruht.
Auch mag ich es, ab und an mal mit 'dummen Menschen' zu interagieren.
Zum Einen kann ich mich in meinem Egoismus und meinem Narzissmus sonnen, was für ein geiler Typ ich doch bin.
Zum Anderen kann ich mich über deren dumme Fehler amüsieren, feststellen, dass ich dieselben mache, diese ablegen und ein noch geilerer Typ werden.