In RL werde ich in ein paar sozialen Gruppen so respektiert und geliebt wie ich bin. Und bitte, nicht darüber auch noch diskutieren oder das in Frage stellen. Es ist wirklich so!
---
Nun gut. Dann soll es so sein.
Wer hat für sich selbst schon mal eine eigene soziale Gruppe mit anderen gebildet, um so nicht als Mitläufer sich einen Platz in bestehenden Gruppen erkämpfen zu müssen? Und wenn, warum?
Gegenfrage: Wozu? Weil es rein gar keine bestehende Gruppe gibt, wo man sich wohl fühlen könnte?
Finde ich gerade für Hamburg sehr unwahrscheinlich. Es gibt unzählige Sportvereine und -gruppen in auch den verrücktesten Sportarten, gibt Spielegruppen, Selbsthilfegruppen aller Art, Freizeitangebote noch und nöcher, Lesekreise, zahlreiche Gruppenkurse an der Volkshochschule, Stammtische, auf Foren basierende Gruppentreffen, etc. pp. ...
Ich behaupte: Wer glaubt, wirklich überhaupt keine Gruppe findet, die dasselbe mag wie man selbst, der ist nur zu faul zum Suchen.
Und weiterhin: Sicher gibt es viele "eingeschworene Gruppen", bei denen ein Einstieg erst einmal schwierig ist. Aber auch da ist meine Erfahrung: Steter Tropfen höhlt den Stein. Wer sich nicht von einer ersten ignorierten Begegnung abschrecken lässt und eben hartnäckigerweise immer wieder den Stammtisch / das Treffen / den Sportkurs besucht, der wird auf kurz oder lang letztlich doch hineinfinden.
Zwei Voraussetzungen müssen dafür m.E. erfüllt sein: Dass man selbst mit einer möglichst positiven Grundhaltung dort erscheint und dass man auch das, worum es in der Gruppe geht, auch wirklich mag.
Bringt ja nix, als z.B. Hip-Hopper einen Stammtisch voller Goths in voller Montur aufmischen zu wollen. Da fehlt schlicht die Gesprächsgrundlage

Und selbst das könnte bei einer positiven Grundeinstellung gelingen ...
Ach, und:
Gelten die ungeschriebenen sozialen Regeln auch in Gruppen von Gothics, die sich selbst eher als Außenseiter der sonst langweiligen angepassten spießigen Welt sehen und daher gerne schwarz tragen, andere Musik als Mainstream hören etc.?
Natürlich. Nennt sich in der Regel "Anstand und Höflichkeit".
