Na, dann mach ich mal den Anfang...
:arrow: Zurzeit fällt mir vor allem der Film Donnie Darko ein.
Meine Erwartung an diesen Film war ziemlich niedrig - alleine schon die Beschreibung.. "ein Junge trifft einen Mann im Hasenkostüm, der ihm das Ende der Welt prophezeit" - haha, lange nicht so gelacht... aber in der Tat ist der Film sehr tiefsinnig. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich ihn wirklich verstanden habe.. aber alleine die Masse an Erklärungsversuchen, wie z.B. deja vùs entstehen, machen den Film zu einem echten Erlebnis. Und: Ich wünschte mir manchmal, den Mut des Jungen Donnie Darko gehabt zu haben...
:arrow: In einem ganz anderen Sinne hat mich der koreanische Film Resurrection of the Little Match Girl beeindruckt. Er ist eine Persiflage auf die Actionfilme des Westens, sei es Matrix oder Lara Croft oder Terminator .. selbst die James Bond-Filme werden nicht ausgespart. Er zeigt sehr schön, dass es auch
anders geht! Dass Actionfilme nicht nur ernsthaft eine Stuntszene an die andere reihen, sondern der Spass am Kaputtmachen zum Prinzip erklärt wird - und das auch noch bei einer richtigen (wenn auch absurd abgedrehten) Handlung.
:arrow: zum Dritten darf da Requiem for a Dream nicht fehlen.
Er gehört zu den besten Anti-Drogen-Filmen, die ich kenne. Nicht, weil er die Folgen des Konsums gnadenlos gründlich seziert (denn das tut er), sondern dass er auch zeigt, dass auch so Banales wie Diätwahn eine Sucht sein kann und man so etwas beileibe nicht unterschätzen sollte. Er hat mich ziemlich nachdenklich gemacht.
:arrow: Ebenso unangenehm - nein, noch viel bitterer - ist der Film Junta (Original: Garage Olimpo ).
Er handelt ganz banal von der Einlieferung einer jungen Frau in ein Junta-Gefängnis. Einer der Folterer hatte sich in sie verliebt, kommt gegen die tödliche Routine des Folterapparates aber nicht an. - Das Grausame an diesem Film ist, dass die Folterer dort wie zu einem stinknormalen Beamtenjob gehen.. es gibt eine Stempelmaschine, feste Arbeitszeiten, eine klare Routine. Nur eben mit der "Kleinigkeit", dass es hier um Menschen geht. Menschen, deren Seele Stück für Stück zersetzt wird, bis sie irgendwann alles sagen.
Er hat mir auf gewisse Weise nahe gebracht, wie so ein System überhaupt funktionieren kann. Vieles von dort habe ich auch in späteren Berichten über die Arbeit der Stasi in ihren Gefängnissen wiedergefunden. Und kein anderer Film konnte besser zeigen, wie klar ein Staat, der in seiner Politik Folterungen toleriert, ja sogar anordnet, ein Unrechtsstaat ist. Weil er keinen Respekt vor der Würde des Menschen mehr hat.
Das wär`s fürs erste.. meine Lieblingsfilme (off-topic :wink: ) sind übrigens Léon, der Profi, Angel Baby und Reality Bites.
