Die großen Banken sind eh abgesichert.
Das erzähle mal der Hypo Real Estate

Vor der Bankenkrise dachte man wirklich so, dass "die Großen alle hinreichend abgesichert sind".
Sie lehrte uns, dass dem leider nicht so ist.
Bezahlt ist noch lange nicht alles. Es wurden Bürgschaften übernommen dass Griechenland die Kredite zurückzahlen kann, worauf die Banken angewiesen sind. Derzeit würden die Länder einspringen und das Geld bezahlen, das besagt übrigens dein eigener Link selbst, siehe letzter Absatz:
Nur im schlimmsten Fall, wenn diese Länder ihr Geld trotz der Hilfen nicht zurückzahlen können, haften die Mitgliedstaaten. Im Worst-Case-Szenario wären das für Deutschland rund 123 Mrd. Euro. Hinzu kommen die mögliche Aufstockung des IWF-Anteils und die bereits zugesagten Hilfen für Griechenland. Insgesamt könnten die Kosten für Deutschland auf über 150 Mrd. Euro steigen.
Gäbe es einen Cut, würde zwar Deutschland deutlich weniger berappen müssen, das Risiko dass es eine oder mehrere Banken deswegen erwischt, steigt allerdings erheblich.
Mögliche Folgen davon hatte ich in meinem letzten Beitrag beschrieben.
Das Beknackteste an der ganzen Angelegenheit ist, dass die Banken selbst eine nicht unerhebliche Teilschuld trifft: Sie haben Ländern wie Griechenland etc. unsichere Kredite gegeben, vermutlich auch in dem Wissen, dass den Ländern geholfen wird, wenn sie pleite gehen, aber vermutlich vor allem in dem Wissen, dass sie für die Gesamtwirtschaft zu wichtig sind, als dass man sie selbst pleite gehen lassen könnte. Also spekulieren sie munter weiter vor sich hin, da ihnen ja eh keiner 'was kann.
Dummerweise haben sie recht: Sie
sind so wichtig.
Im Film
"The International" (von Tom Tykwer, sehr empfehlenswert) wurden einem der Protagonisten wahre Worte bezüglich der Banken in den Mund gelegt: Es geht weniger darum ob irgendwelche Geschäfte funktionieren, sondern das eigentlich Entscheidende sind die Schulden. Durch sie erhält eine Bank so viel Macht, dass man sie erhalten
muss. Das macht sie unangreifbar, und so kann sie sich wie die Axt im Walde aufführen. Die gefällten Bäume muss ja eh immer irgendwer anders für sie freiräumen.
Um noch einmal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Ich habe keine Ahnung. Es scheint keinen Ausweg zu geben.
Interessanterweise gab es dazu auch in jenem Film eine interessante Bemerkung dazu:
"Wenn es keinen Ausweg gibt, dann suche einen Weg tiefer hinein."Worin dieser Weg besteht, dazu habe ich leider ebenfalls keine Idee. Es wird sicher sehr viel schlauere Menschen geben, die sich schon seit geraumer Zeit den Kopf zerbrechen, wie man aus diesem Dilemma wieder herauskommt.