Pietät kommt aus dem Latein: Frömmigkeit, Pflichtgefühl - Pietät bedeutet Respekt und Ehrfurcht vor den Toten.
Oftmals, aber nicht notwendigerweise, ist der Respekt den Toten gegenüber gemeint. Das Wort hatte in der Antike viele Bedeutungen, die alle unter „das pflichtbewusste Benehmen gegenüber Mensch und Gott“ zusammengefasst werden können, also z. B. Demut, väterliche Liebe und Vaterlandsliebe
Tja, die christlichen Bedeutungsteile entgehen mir, da ich keinen christlichen Glauben habe. Auch bin ich kein Jude oder bin auch nicht islamisch. Meine Lebensphilosophie kommt dem Buddhismus am nächsten. Aber hier bete ich keinen Buddha an. Ich sehe die wissenschaftlich erforsch- und verstehbaren Naturgestze des Universums als übergeordnete Kraft im Leben an. An Naturgesetze kann man nicht glauben, denn sie sind da und nicht nur rein theoretisch abstrakt.
Also Colorize, ich habe nur zum Teil Zugang zu dem Gefühl der Pietät. Der Begriff erschließt sich mir nicht so wie dir oder anderen religiösen Menschen.
Alter, merkst Du eigentlich noch was Du so absonderst? Versuche doch mal ein Thema so anzugehen OHNE Dich dabei in irgendeinder Art profilieren zu wollen! Sonst endest noch wie Kallisti, und das willst Du nicht, glaubs mir...
Abgesehen davon, Pietät hat nix mit Religionen zu tun, Pietät ist es das ich mich so verhalte und äussere das ich die Gefühle der Leute um mich herum nicht verletze. Ich mache keine Witze über Glatzen wenn Olli dabei ist, keine Witze über Dicke wenn Bombe im Raum ist, keine Witze über Psychische Krankheiten wenn ich im Raum bin... ausserdem fordere ich keinen Rollstuhlfahrer azf mit mir Joggen zu gehen usw.
Das ganze hat mit RESPEKT zu tun, sollte ich nicht bereit sein meinem Gegenüber ein gewisses Minimum an Respekt zu teigen sollte ich selber keinen erwarten. Undf wer zu respektlos ist hat die Konsequenzen zu tragen, die können aber sehr unzerschiedlich sein, kommt halt darauf an mit wem man es zu tun hat...
Und stell Dir mal vor, manche bringen auch ihren Toten Respekt entgegen, entweder um deren Leben zu würdigen oder aber auch weil diese Rituale den Hinterbliebenen helfen die Trauer besser zu verarbeiten.