Ja, es ist das Staatsexamen in Physiotherapie^^
Ist das in Deutschland jetzt auch schon ein Studium? Als ich noch klein war, war das ne Ausbildung (wenn wohl auch eine ziemlich heftige).
Ich kam zum einen auf das Thema durch meine vielen Praktika in verschiedenen Kliniken, in denen man doch so einiges an Schicksalen mitbekommt, zum anderen weil ich seit kurzem mit Muay Thai angefangen habe und in einem Kampfsportforum einiges zu dem Thema gefunden habe. Diese Posts haben mich zum Teil sehr erschüttert, zum anderen wurden dort einige Videos gepostet, bei denen mir wirklich schlecht wurde.
Du meinst z.B. den Kickboxer, der auf einmal an einer Stelle wegknickt, wo das Bein gar kein Gelenk hat?
Da kamen mir einfach diese Gedanken, ob es da nicht sinnig ist sich auf bestimmte Situationen zu trainieren, bzw. ob es nicht sinnig ist zu wissen wie man sich selbst verteidigen kann, wenn es mal darauf ankommt und sei es nur in der Disco oder ähnliches.... Ich bin jetzt noch nicht einmal von bewaffneten Gegnern ausgegangen.
Hm? Meinst Du, dass z.B. Muay Thai mit dem Hintergrund des Stressabbaus und Fitness-Aspekts alleine nicht ausreicht, um einer solchen Situation gewachsen zu sein und man sowas explizit trainieren sollte? Es gibt eben viele Motivationen und für jede gibt es ein System. Allgemein wird ja unterteilt in Kampfsportarten (Karate, Judo, Taekwondo), Kampfkünste (Escrima, Ninjutsu, Systema), Selbstverteidigungssysteme und Militärische Nahkampfsysteme, wobei die Grenzen fließend sind. Aber das Selbstbewusstsein (was auch bedeutet, seine Grenzen zu kennen) wird in jedem Fall ausgebaut und das greift dann auch im Ernstfall, das ist oftmals schon mehr als die halbe Miete, egal welche Technik man im Einzelnen anwendet und warum man in seinen Verein eingetreten ist.
Oder hab ich Dich jetzt missverstanden?
Mir drängt sich halt auch die Frage auf, ob man durch eine Kampfsport-/Selbstverteidigungsart, die man im Ernstfall anwenden kann, so eine Art menschliches Wettrüsten beginnt.
Das versteh ich auch nicht ganz. Willst Du sagen, dass weil der andere das irgendwie sehen müsste, dass man was kann, er erst recht zuschlagen würde und das wäre nicht der Fall, wenn man damit noch nie was zu tun hatte? Das kann ich nicht bestätigen. In meinem Dojo laufen einige "halbe Hemden" rum, denen man "das" nicht ansieht, aber wenn ich die in Aktion sehe, staune ich immer wieder.
Ich für meinen Teil mache Muay Thai um mich körperlich zu betätigen und Stressabbau an der Pratze/ dem Sandsack betreiben zu können. Das heißt allerdings im Umkehrschluß nicht, dass ich es nicht anwenden würde, um jemanden zu helfen.
Man sollte alles, was man beherrscht anwenden, um zu helfen, egal ob Selbstverteidigung oder nicht. Wenn man der Baseball-Gott ist und gerade einen Baseball in der Hand hat, dann drauf (Im Zweifelsfall ist man dann auch weit genug weg

).
Zumindest in dieser Szene habe ich noch nie erlebt, dass sich zwei Personen nüchtern an die Gurgel gegangen sind.
Nein, Schwarzvolk ist aus Tradition eher passiv-aggressiv. Und man "löst" die Dinge eher über Intrigen und Lästereien. *g*
Und ich bin mir nicht sicher, ob die Gewalt wirklich zugenommen hat, oder ob die Medien schön in die Kerbe hauen. Man hat zumindest den Eindruck, dass Gewalt allgegenwärtig ist (wobei, wie ich jetzt diverse Male las und hörte, die Leute im 18. Jhd. innerhalb eines Jahres den Informationsgehalt einer Times-Ausgabe erhielten, kein Vergleich mit dem Overkill unserer Tage, mögliche Realitätsverzerrung inklusive). Aber ich stimme t_g zu, dass gerade Rauschmittel ein Problem darstellen, da kann ich mir gut vorstellen, dass die oftmals Auslöser (bei besagter Grundaggressivität) sind. Es ließe sich bestimmt rausfinden, wie viele (oder wenige) Schläger und Messerstecher der letzten Jahre klar im Kopf (Blut) waren.
Und andere Faktoren für eine mögliche Zunahme der Gewalt wuchsen auch, z.B. die Orientierungslosigkeit durch Werteverlust bzw. Beliebigkeit der Werte. Welche Rolle das aber wirklich spielt, kann ich nicht sagen. Und man darf nicht vergessen, dass wir an sich in sehr sicheren und ruhigen Zeiten leben. Die Vergleichbarkeit z.B. mit den 30er und 40er Jahren ist nicht gegeben, da fand die Gewaltbereitschaft ganz andere Kanäle.