K-Ninchen
... ja, naja - sowas meinte ich natürlich nicht.

Sowas is ja doof.

Aber da komme ich auch gleich wieder zu dem Problem des Zeitmangels - wenn "solche Leute" (solche Universalgelehrte) soviel "wissen" ..., dann braucht das ja Zeit - die dann für andere Dinge (oder Menschen) des Lebens nicht mehr verfügbar ist. - Das ist immer so das, das mich doch ziemlich nervt - dass man einerseits den Anspruch hat, selbst informiert, "gebildet", "wissend" zu sein, andererseits aber alleine dafür so viel Zeit benötigte, dass damit ein ganzes Menschenleben (mindestens, bei weitem nicht wirklich ausreichend) vollständig an- und ausgefüllt würde/wäre - und somit anderes nicht gelebt, erlebt, erfahren werden kann/könnte.
Umgekehrt: wenn ich meine "Prioritäten" woanders setze, fehlt mir wiederum die Zeit (und/oder Ruhe ...), "mich zu bilden".

Außerdem finde ich auch, wird "Kunst" in den Schulen nicht gut ans Kind gebracht. Es müsste viel "sinnlicher" sein (je nach Alter der Kinder, klar - also je kleiner, desto "sinnlicher", praktisch erfahrbarer) und viel mehr "Praxis" - bei Musik bspw. nicht bloß die Theorie zu lernen, sondern mehr mit den Kindern zu Veranstaltungen zu gehen (Kindertheater, Kinderoper, Kinderkonzert - verschiedener Musikrichtungen - so wenigstens viermal im Jahr, aber das wär auch noch zu wenig eigentlich) und die Kinder viel mehr selbst ausprobieren, machen zu lassen (Instrumente z.B. - was eben möglich ist - mit "Ungeübten") - sie auf diese Weise mehr zu interessieren und zu begeistern.
Sehr hilfreich wäre auch, nicht bloß immer nach wie vor nur die trockenen Fakten zu lehren, sondern Dinge aus dem alltäglichen Leben der Menschen (in den unterschiedlichen Epochen, der unterschiedlichen Komponisten, Maler ...) - eingebettet in den geschichtlichen und kulturellen Hintergrund (fächerübergreifend also) - und eben je nach Alter der Kinder entsprechend aufbereitet, angepasst, dargeboten.
Ich hatte mal eine Geschichtslehrerin, die solchen Unterricht machte - und niemals davor und niemals danach fand ich das Fach Geschichte in der Schule so interessant wie bei ihr.
Wahrscheinlich fordert das den meisten Lehrern aber zu viel ab (Zeit, Wissen, Engagement, Möglichkeiten?)?