Das Internet ist, nebenbei erwähnt, heute auch die Haupt
desinformationsquelle. Da liest man Dinge aus unklaren Quellen, die sich gerne noch im Kreis zitieren und somit bestätigen, da werden Dinge (die ich nicht "Informationen" nennen will) verbreitet, deren Wahrheitsgehalt weder nachgerüft noch überhaupt nachprüfbar ist und Zillionen Menschen glauben das mehr oder weniger kritiklos, denn es steht ja geschrieben. Und bevor eine Fehlinformation richtiggestellt werden konnte, haben Tausende Menschen sie inhaliert und bekommen nicht mehr mit, dass das falsch war, was da geschrieben stand.
Hurra.
(Ja, türlich, man kann sich seine Quellen aussuchen...aber es gibt himmelweite Unterschiede, was Menschen so als vertrauenswürdig ansehen. Manche lesen auch einfach nur, was schön bunt ist. Oder gucken nur Videos.)
Ich glaube, ich habe anderswo schon erwähnt, dass ich damit unzufrieden bin, dass immer mehr als Informationssendungen angepriesene Fernsehsendungen sich als Dokudramen entpuppen, weil einfach nur Text, Bild, Diagramm (oder so) als nicht quotenträchtig genug angesehen wird.
Auch im Schriftlichen verschwimmt da einiges; Romane können heute mit 800 Seiten faktoidem Technotalk befrachtet sein (wo ich mich wieder fragen kann, soll ich das lesen, womöglich bleibt was haften

, nee, die Frage ist, stimmt das alles überhaupt so, wie es da steht?); der Spiegel hat diesen Kerl, der über Archäologie schreibt in einem launigen Stil, für den´s in einer Geschichts-Klausur Punktabzug geben würde, und und und.
Ob das nun mit Designers Frage zu tun hatte, weiss ich nicht ganz, aber: Unterhaltung und Information gehen für meinen Geschmack zu oft ineinander über, was dann wiederum die Frage aufwirft, inwieweit uns Informationen aufgrund ihres Unterhaltungswertes präsentiert werden.