sober
Danke für diesen motivierenden, aufmunternden Beitrag!!

- Das lässt mich ein wenig hoffen ... ... ...

Naja eben - man kennt es ja aus der eigenen Sturm- und Drang-Zeit - ja, da ist man sehr mit sich selbst beschäftigt und die Hormone und Gehirn im Umbau und noch voller Vitalität/Energie/Power - man denkt, man kann alles schaffen und die Welt gehört einem usw.
Und andererseits hat man doch (meistens) noch so wenig Ahnung vom Leben, "Lebenserfahrung" (was ja nun mal am "Alter" bzw. der Jugend liegt: weil man noch nicht so lange lebt(e) ..., logisch) - aber man denkt, man hätte schon den vollen Durchblick und man hat Erwartungen und man stellt Forderungen ... ... ...
Man muss sich wohl erst "die Hörner abstoßen" und ein paar mal auf die Schnauze fallen ... - also "Erfahrungen machen". Bla.
Aber ... naja ... Sicher: Alle Eltern machen Fehler. Zum einen, weil ihnen mit Kindern die Erfahrung fehlt (zumindest beim ersten Kind ja doch meist), zum anderen, weil sie ein eigenes Leben (eigene Bedürfnisse, Vergangenheit, Pläne, Ziele, Wünsche, Pflichten, Verantwortung, Sorgen ... ... ...) haben (wollen) und bewältigen (müssen) - also nicht ausschließlich Eltern sind und es 1. zu viele Erziehungsratgeber gibt, die 2. manchmal auch widersprüchlich sind und die 3. auch so einige Eltern gar nicht kennen bzw. lesen (wollen), weil sie denken, sie wüssten schon selbst am besten und "nach Gefühl", wie man es richtig macht, wie man mit Kindern "angemessen" umgeht ... .
Und dann sind Eltern, wie du auch schon schriebst, eben auch nur Menschen und keine Maschinen, die man einfach auf Endlos-Funktionieren programmieren kann. Eltern haben auch Gefühle, haben auch Schwächen, Eigenheiten, einen Körper ...
Ja, man kann viel falsch machen. Aber eigentlich bemüht man sich ja doch, es "so gut wie möglich" zu machen.

Dann kommt noch hinzu, dass Kinder unterschiedliche Menschen, Personen sind, so dass, was bei dem einen Kind genau gut und richtig ist, für das andere aber gar nicht "passt" ... Daher ist es immer sehr von Vorteil

, wenn Kinder also mehrere (!!!) BEZUGSpersonen haben, mit denen sie REGELMÄSSIG Umgang/Kontakt haben (KÖNNEN, wenn sie wollen)!
Naja.

Soweit die Theorie. Die Praxis ist eben leider kein Wunschkonzert.
Sicher gibt es Dinge, die Eltern verbocken können, die nie und nimmer verzeilich sind.
(sober)
Ja, das gibt es. --- Aber:
gibt es auch "Dinge", die Kinder verbocken können, die nicht verzeihlich sind? - Oder muss man als Eltern ALLES IMMER schlucken, akzeptieren, auffangen, für ALLES Verständnis haben, immer über den Dingen stehen, immer eine offene Tür haben ... ... ... ? ? ?