Oh je - wenn man schon immer so gedacht hätte, hätte vieles als "nicht überprüfbar" oder "völlig unmöglich" ... gegolten - dann säßen wir jetzt wahrscheinlich noch in Höhlen - wenn Leute so ohne Kreativität, ohne "gewagte" Ideen ... an Unbekanntes, Unerforschtes, Unwahrscheinliches ... herangegangen wären.
In diesem Sinne; lasst uns einfach mal den Urknall nachstellen.
Mag dich vllt. etwas überraschen, aber auch der Wissenschaft sind manchmal Grenzen gesetzt und sei es, weil die technischen Hilfsmittel mehr und/oder genauere Versuchsaufbauten zum Zeitpunkt X einfach nicht zulassen. Auch die Urknalltheorie gab es nicht schon seit den Ägyptern oder Mayas vor der christlichen Zeitrechnung. Diese Theorie konnte überhaupt erst aufgestellt werden, nachdem die Technik soweit war, dass man das Universum "näher" untersuchen konnte.
Und nur, weil der Urknall als solcher heute noch nicht unumstößlich bewiesen wurde, heißt das nicht, dass sich dafür kein Wissenschaftler interessiert und diese Theorie samt ihrer verschiedenen Modelle als "für immer und ewig nicht überprüfbar" angesehen wird.
Em --- verstehe nicht ganz, was du mir damit nun sagen möchtest, l3xi (als Reaktion auf meinen letzten Beitrag?)?
Also wie ich ja immer wieder runterleiere, ist
ein (ausschlaggebendes) Kriterium für Wissenschaft(lichkeit) Falsifizierbarkeit. Daher ist (fast?) alles Wissen immer nur ein vorläufigis, unvollständigiges und erweiterbares, veränderbares, zuweilen muss bisher "Gewusstes" auch sogar ganz "umgestoßen" und "neu gedacht" (lol) werden.

Eben das ist ein ganz wichtiges Merkmal für "Wissenschaft" (-liche Vorgehensweise).
Und ich verstehe auch nicht, warum die Herren sich wie Gockel gebaren und aufplustern

- denn Multivac fragte oben u.a. nach
eigenen Ideen ... - daraufhin antwortete ich, dass es bei mir mit "kreativen Ideen" in Bezug auf Weltraumforschung eher schlecht bestellt ist (leider) - weil ich zu wenig "Basiswissen" habe (also zu wenig über das wirklich weiß, das aktuell "gilt") und andererseits nicht phantasievoll und kreativ genug bin, mir (auf diesem Wissen aufbauend bzw. davon ausgehend) eigene "Vorstellungen" zu machen - wie die Dinge erklärbar sein könnten, wie es sich damit verhält (mit dem, das Multivac oben alles ansprach).
Daraufhin wird mir vorgeworfen, ich solle mich hier raushalten - es sei ein "naturwissenschaftlicher" und mathematischer thread und da habe Philosophie also nichts zu suchen.
Und da bin ich halt ganz anderer Ansicht - denn wie schon gesagt: ohne Kreativität, ohne gewagte Ideen, die auch immer wieder etwas völlig Unwahrscheinliches bis Unmögliches, jedenfalls unter den bestehenden Umständen (und bestehendem Wissen) Unrealistisches beinhalten, wüssten wir heute Vieles nicht, das wir eben wissen!
So war das und so wird das wohl auch bleiben. Die Mathematik ist dann "nur" das nötige Handwerkszeug (wie auch andere Naturwissenschaften und "die Technik"). Denn ohne kreative Ideen, Gedanken (die immer noch in menschlichen Gehirnen entstehen) nützt alle Mathematik und Technik gar nichts - wenn es um Gewinnen neuer Erkenntnisse, neuen Wissens geht.
Beispiele gibt es in der Geschichte ja doch zur Genüge und wir alle kennen die populärsten - angefangen von Nikolaus Kopernikus, Galileo Galilei, Giordano Bruno über Isaac Newton usw. usf.
- und das ja in eigentlich allen (naturwissenschaftlichen) Bereichen: brauchte es solche Ideen, Gedanken,
Menschen -> die sich trauten, die den Mut hatten (!) neue, "abwegige", (für ihre Zeit) "verrückte" und also eben: kreative, phantasievolle Gedanken, Ideen, Vorstellungen zu haben.
Wie gesagt: die hatten schon ein Wissen als Rüstzeug, als Grundausstattung - aber das hatten andere auch und kamen trotzdem nicht zu solchen "Ideen".
Das also meinte ich die ganze Zeit (oben schon) mit der wichtigen Kreativität - es ist nicht mit vorsichhinrechnen, -messen, - vergleichen etc. getan - das ist "die Übung", aber nichts entwickelt sich (neue Erkenntnisse ...) ohne "die Kür".
