Und die ganzen Krippenplätze sind da auch nicht die richtige Lösung - aber das ist ein Thema für sich (frühe Fremdbetreuung - das hatte ich an anderer Stelle, glaub ich schon mal ausführlich abgehandelt
). Denn sie wird weder den Kindern noch den Frauen (!!!) gerecht! Im Gegenteil. Sorgt nur für zusätzlichen Druck oft auch Überforderung durch Überbelastung (Kind, Job, Haushalt, Partnerschaft, Freundschaften/Privatleben - alles schaffen (sollen, wollen - müssen!), überall gut sein oder: besser sein müssen (Job!), dabei aber ausgeglichen, liebevoll, powervoll, fröhlich, entspannt, qualifiziert, gutaussehend usw.)).
Auch wenn du es an einer anderen Stelle vermeintlich endgültig dargelegt zu haben glaubst, ist dennoch anmaßend zu behaupten, es wäre schlecht für Mutter und Kind (wo ist bei der Sichtweise eigentlich der Vater? Soll es ja doch auch noch geben - ab und zu ... oder so
). Ganz zu schweigen vom Rest des von mir zitierten Absatzes. Solche Meinungen wie in diesem Fall sind es doch, die Eltern (Vater/Mutter; Mutter/Mutter; Vater/Vater) überhaupt erst übelst das schlechte Gewissen einzureden versuchen. Gerade im Freundeskreis wieder einen Fall, wo die werdenden Eltern sich total darauf freuen, ihr Kind früh extern betreuen zu lassen, weil sie einen Platz in der Nähe erhalten haben und somit sich ihren Berufen nachgehen können (beide teilen sich die Elternzeit). Und promt müssen sie sich aus dem Bekannten/Verwandtenkreis Vorwürfe machen lassen, sie wären "Rabeneltern". Sowas kotzt nur an.
Ich war im Übrigen selbst in der Kinderkrippe UND im Kindergarten UND im Hort der Grundschule. In keinster Weise ist das schlecht für mich oder meine Eltern gewesen. Aktuell: funktionierende Beziehung, gescheiter Job, Verhältnis zu den Eltern ist auch gut. So what?
Btw. versuch mal ohne Probleme wieder in einen Beruf rein zu kommen, der davon lebt, dass du - IMMER - im aktuellen Geschehen drin bist, z.B. in rechtlichen Berufsfeldern. Ruckzuck bist du raus und kannst im Grunde deine Ausbildung noch einmal machen, weil sich die Gesetze mal eben um 180° jedes Jahr gedreht haben. Und ob Väter Elternzeit in Anspruch nehmen, ist nach wie vor eine Frage des Einkommens. Nach der letzten Gesetzesänderung mehr denn je.
l3xi
ich hab immer dann und so lange keinen Schmerz, wenn Kinder selbst (ohne Druck, ohne Zwang, ohne Manipulation ...)
freiwillig und gerne in Kita und/oder Kiga gehen! So ganz grundsätzlich (damit meine ich also
nicht einzelne Tage, an denen sie
mal keinen Bock haben, dann aber doch
ohne großes "Theater" gehen, wenn man mit ihnen spricht, ihnen erklärt ...).
Ich kann aber seit vielen Jahren (seit mein Sohn 3 war) beobachten, dass die meisten Kinder sich mit Kiga-Start bzw. mit Fremdbetreuung schwertun - und das hat nach meiner Beobachtung/Erfahrung eben doch mit dem Alter der Kinder zu tun und nicht so viel mit der "Gewöhnung". Denn es hat auch damit zu tun, wie weit Kinder entwickelt sind und wie leicht oder schwer es ihnen fällt, in einer fremden Umgebung, mit fremden Betreuungspersonen und fremden Kindern in einer Gruppe ... ... ... zurechtzukommen. Das verlangt Kindern sehr viel ab. Je besser ein Kind sich verbal ausdrücken kann, umso leichter fällt es ihm - und je älter es ist, um so mehr will es auch eigene Wege gehen: ohne die vertrauten Bezugspersonen (=Eltern meistens).
Daher wird es den meisten Kindern unter ca. 4 Jahre schwerfallen, sich an Fremdbetreuung "zu gewöhnen", insbesondere immer dann auch, wenn die Kinder "gewöhnt" werden sollen bzw. MÜSSEN, weil die Eltern berufstätig sein wollen und/oder müssen oder weil unsere Gesellschaft es so erwartet (dass ein Kind allerspätestens! mit 3 Jahren in einen Kiga geht ...).
Ich erwarte einfach nur, dass man sich nicht überwiegend bzw. hauptsächlich an wirtschaftlichen Interessen, Gegebenheiten orientiert/orientieren muss, sondern an den Bedürfnissen der Kinder, also: dem Kindeswohl (wie es so schön genannt wird).
Und ich denke, die meisten Eltern heute sind da nicht gut informiert bzw. lassen sich vom aktuellen "Trend" eben zu sehr lenken, außerdem gibt es auch nicht wenige Eltern, denen es mit kleinen Kindern auf Dauer dann doch einfach zu stressig und/oder zu langweilig ... ist/wird und die auch deshalb über die Möglichkeit, das Kind früh in Fremdbetreuung (ab-) geben zu können, froh sind! Sowas macht mich dann eben wütend und traurig, denn im Vordergrund stehen dann die Bedürfnisse der Eltern, welche diese durchsetzen (!): auf Kosten der Bedürfnisse der Kinder bzw. diese übergehend.
Und weil es eben für "normal" und "nicht schlimm" gehalten wird, dass Kinder weinen ... ... ... - das bezeichnet man als "natürlichen Ablöseprozess". SO EIN UNGLAUBLICHER UNSINN!!! Aber irgendwie muss man sich ja rausreden.
Wenn ein Kind da derart verzweifelt ist (und das sind diese Kinder! - bitte: nicht meine Erfindung, kann man in so ziemlich jedem Kindergarten erleben: immer wenn das neue Kindergartenjahr beginnt - mindestens die ersten 4 bis 6 Wochen, bei manchen Kindern weniger, bei vielen mehr/länger), ist das nicht Berücksichtigung seiner Bedürfnisse und "sanfte Ablösung" - es ist Gewalt!
Und ein Vor-/Fehlurteil ist es auch, dann zu behaupten, die Kinder spürten nur, dass (angeblich) die Eltern (Mutter und/oder Vater) SICH nicht VOM KIND "trennen" wollten oder können --- nein, auch das wird gerne einfach als "Ausrede", Ausflucht angeführt. Die Realität zeigt allerdings etwas ganz anderes.
es wäre schlecht für Mutter und Kind (wo ist bei der Sichtweise eigentlich der Vater?
l3xi -
ich sprach von den Vätern, bitte meine Beiträge lesen, bevor man Kritik äußert. Danke.
Es müsste mehr in Richtung Auszeiten für Kindererziehung gehen und da müssten viel viel viel mehr auch die VÄTER "eingebunden" werden bzw. sein bzw. das von sich aus/"freiwillig" und verantwortungsbewusst (!) wollen und "praktizieren" !!! Und dafür müssten politisch andere Weichen gestellt werden - betrieblich sowieso - wie war das doch gleich mit/in Dänemark und Schweden ... ?
Und klar muss auch werden, dass man Kindern mit Fremdbetreuung (sehr frühe und dabei: sehr lange Zeiten täglich) nicht gerecht wird! Sondern dass Kinder vor allem stabile, verlässliche, vertraute (!!) BEZUGSPERSONEN brauchen (je jünger desto wichtiger ist das!).
(Kallisti)
Aber wie ich auch schrieb, sind es am Anfang zumeist die Mütter, die von den Kindern "in Anspruch genommen werden" - selbst wenn Väter "da sind" und "sich kümmern"!
Daher haben zumeist die Mütter die schlaflosen Nächte ... ... ... - aber: das hatte ich alles schon längst ausführlich oben geschrieben!
Ich war im Übrigen selbst in der Kinderkrippe UND im Kindergarten UND im Hort der Grundschule. In keinster Weise ist das schlecht für mich oder meine Eltern gewesen. Aktuell: funktionierende Beziehung, gescheiter Job, Verhältnis zu den Eltern ist auch gut. So what?
(l3xi)
Das beweist nur einfach nichts - es beweist vor allem nicht, dass bzw. ob du durch (frühe?) Fremdbetreuung Schaden genommen hast oder nicht.
Es kommt auch darauf an, wie oft und lange du ab welchem Alter auf welche Weise fremdbetreut wurdest (Gruppengröße, ob es eine Erzieherin gab, die tatsächlich als dann Bezugsperson "angewöhnt" wurde und akzeptiert wurde (vom Kind) usw. - da spielt viel mit rein. Allerdings sind in staatlichen Kindergärten die Gruppen für insbesondere kleine Kinder (3 und jünger) zu groß, zu wenige Erzieher/innen vorhanden und daher die Möglichkeit gar nicht gegeben, dass sich um jedes neue Kind wirklich eine Erzieherin so kümmert, dass sie als "neue"/zusätzliche "Bezugsperson" (auf Zeit) fungieren KANN!).
Und dann läuft das subtil ab - man kann nicht sagen: dies und jenes damals hat genau zu diesem und jenem (Verhalten, Problem, Umstand ... ... ...) heute geführt! Da gibt es so vieles, das zwischenmenschlich eine Rolle spielt, wo all die Verletzungen, Kränkungen, Traumatisierungen ... aus der (frühen) Kindheit einfließen!!!
Und was Hort (nach Schule) angeht: wunderbar! Genau ab Grundschulalter brauchen die Kinder das - Angebote, Möglichkeiten, sich auszuprobieren, Abwechslung, viel Kontakt zu anderen Kindern, Gleichaltrigen, sinnvolle Freizeitbeschäftigung! Und in dem Alter WOLLEN SIE es SELBST zumeist auch! Aber: sie sind DANN auch alt genug, zu SAGEN, was sie wollen und was nicht, können besser Grenzen setzen, sich in andere einfühlen, sich in eine Gruppe eingliedern, sich dabei aber auch abgrenzen, durchsetzen, über ihre Gefühle SPRECHEN ... ... ... (individuell verschieden, aber: von der Entwicklung her grundsätzlich DANN also MÖGLICH! - Vorher: mit 3 und jünger: ist das NICHT möglich!).
...Solche Meinungen wie in diesem Fall sind es doch, die Eltern (Vater/Mutter; Mutter/Mutter; Vater/Vater) überhaupt erst übelst das schlechte Gewissen einzureden versuchen. Gerade im Freundeskreis wieder einen Fall, wo die werdenden Eltern sich total darauf freuen, ihr Kind früh extern betreuen zu lassen, weil sie einen Platz in der Nähe erhalten haben und somit sich ihren Berufen nachgehen können (beide teilen sich die Elternzeit). Und promt müssen sie sich aus dem Bekannten/Verwandtenkreis Vorwürfe machen lassen, sie wären "Rabeneltern"...
es geht sogar soweit, daß (einige bundesländer machen das schon) in ganz deutschland kindergartenplätze bedarfsunabhängig angeboten werden werden (für berlin ab 2013). d.h., auch wenn die eltern nicht arbeiten gehen, werden die kinder einen anspruch auf einen kindergartenplatz haben, bzw. haben ihn in einigen bundesländern schon. warum sowas ? eben um die soziale kompetenz der kinder zu fördern, sie in gruppen ihresgleichen reinzubringen, mit denen sie interagieren, spielen, singen, basteln, sport treiben, essen, schlafen, freunde gewinnen, um spielzeug streiten, vertragen etc. können. übrigens wird in berlin ausländern bzw. leuten mit migrationshintergrund bevorzugt und bedarfunabhängig in kitaplatz vergeben - mit der begründung der integration in eine soziale gruppe. man sieht daran, daß es beim kindergartenaufenthalt nicht (nur) ums abschieben der kinder geht.
Multivac
ich bezweifle, ob/dass es gut ist, kleine Kinder auf diese Weise zu "fördern"! Ich denke, da tut man zu viel des "Guten" - mit anderen Worten: es wird übertrieben und die Kinder ÜBERfordert, statt gefördert!
Ein Kind unter 3 spielt noch nicht MIT anderen Kindern, sondern sie spielen "nebeneinander" - sie haben noch gar nicht die Fähigkeiten für ein Miteinander ...!
Und Erfahrungen mit anderen Kindern machen diese Kleinkinder auch durch Krabbelgruppen (also: mit vertrauter Bezugsperson
dabei: Mutter, Vater, Oma ...) oder im Kinderturnen (ab etwa 2 Jahre) oder/und auf Spielplätzen ... !
Und man kann mit seinen kleinen Kindern auch singen, spielen, Natur erleben ... - das ist genug "Förderung" für eine gesunde (!) Entwicklung: für Kinder im Alter unter 3 bis 4 Jahre!
Der Unterschied zur Fremdbetreuung besteht darin, dass das Kind nicht täglich für mehrere Stunden in fremder Umgebung, mit fremden Menschen (vor allem also: ohne seine vertrauten Bezugspersonen/Eltern) ist/sich aufhalten muss und dass man dem Kind Sachen anbietet, aus denen es wählen kann - wenn es also heute nicht singen will oder turnen ..., dann MUSS es das nicht, dann macht man eben was anderes. Vor allem wird es bei all dem nicht zwangsgetrennt (von Bezugspersonen), sondern es kann von sich aus "gehen" (in der Natur z.B., auf dem Spielplatz ...) und weiß die Bezugsperson(en) aber immer in erreichbarer Nähe, kann also von sich aus auch zurückkommen und seinen Radius selbstbestimmt (!) erweitern - ohne Zwang, ohne Druck. - Das ist nicht der Fall, wenn das Kind eben in Fremdbetreuung gegeben wird: wohin es also zu bestimmten/festen Zeiten IMMER muss, auch wenn es das selbst (NOCH!) gar nicht will!
Wie gesagt: Man kann es ganz einfach an den Kindern selbst sehen, ob sie überfordert sind oder nicht - und immer dann, wenn sie schreien, weinen, toben, wimmern, jammern ... sind sie "noch nicht reif" für Fremdbetreuung - egal, wie jung oder "alt" sie sind (denn Kinder sind Individuen und entwickeln sich also unterschiedlich!). Und nur weil manche "still" sind, heißt das nicht, dass sie kein Problem haben - sie sind eben einfach vlt. "ruhigere Gemüter" oder: sie haben einfach resigniert.
In jedem Fall merkt man aber (als sensibler Mensch) dem Kind an, ob es gerne in den Kiga geht oder nicht! Und wenn es GERNE freiwillig geht, merkt man das auf jeden Fall (auch)!!
Alles andere, das du aufzähltest, Multivac, KOMMT ERST DANACH:
ab(frühestens!) 3, 3 1/2 bzw. 4! Weil erst dann entwicklungspsychologisch die Fähigkeiten dazu vorhanden sind, die Interessen da sind ...
Man lässt aber
nicht DEN KINDERN (!) die/
ihre Zeit, die sie jeweils individuell (unterschiedlich!!) brauchen! Sobald die Kinder 3 sind, werden sie SPÄTESTENS in Fremdbetreuung gegeben - egal, ob sie soweit sind oder nicht!!! Und meistens heute ja doch schon wesentlich früher - also mit 2 oder 1 Jahr(en) schon!