mal eine Fortsetzung des Themas, das off-topic
hier aufkam und sich da eine Weile hinzog.
Ich finde, daß Thema hat einen eigene Thread verdient.
Aber ja, genau das meinte ich: wenn irgendwer im Waffengebrauch Unerfahrener so ein halbautomatisches Teil benutzt, kann er damit, denke ich , durchaus mehr Schaden anrichten - als mit einem Gewehr, bei dam man nachladen muss, das vlt. auch sonst nicht so "leicht bedienbar" ist ...
Nochmal wichtig: Du mußt beim Repetiergewehr nicht nachladen, sondern nur durchladen. In diesem kurzem Video (53sec.)
http://www.youtube.com/watch?v=B3vXhLt4bAc kannst Du sehen, was der Schütze zwischen den einzelnen Schüssen tut. Und Du kannst auch sehen, daß er sich wirklich Zeit läßt.
Und eben - wie du schon sagst, nightnurse: was nützt es, dass es offiziell einen "Waffenschein" braucht (für legalen Waffenbesitz), wenn es auf "illegalem", anderweitigem Weg(en) doch Möglichkeiten gibt, gerade ja auch für Waffen"ungeübte, wie die Vergangenheit und Erfahrung zeigt!, dass Leute also an (solche, an gefährliche, tödliche) Waffen gelangen (können)!?
Einen Waffenschein braucht man zum Führen einer Waffe. Zum legalen Erwerb und Besitz brauchst Du eine Waffenbesitzkarte.
Im übrigen sollte man für die Bewertung von egal was nicht den Maßstab setzen, was Menschen illegal damit tun könnten, da Du so ziemlich alles, was im Alltag, Sport oder sonstigem verwendet wird, auch missbräuchlich verwenden kannst, um Menschen zu schaden oder gar zu töten.
Und dann
Im Prinzip sind Waffen auch nur eine Form von Werkzeug oder aber eben ein Sportgerät. Werkzeuge und Sportgeräte werden eben so designed, daß sie ihren Zweck optimal erfüllen. Natürlich paßt man dann auch Freizeitgeräte dem professionellen Equipment (in diesem Fall dem des Militärs) im Rahmen der legalen Möglichkeiten an.
(Eisbär)
Aha, Waffen (wir sprechen hier von Schusswaffen!) sind also "auch nur eine Form von Werkzeug"!?!? !!!
^^ ... "oder Sportgerät" ?!?!?
!!!
Klar, Tötungswerkeug für Tötungssport.
Ach komm, werd hier nicht polemisch. Waffen haben verschiedene Einsatzzwecke. Für den Jäger ist der Hauptzweck einer Waffe ein Tier zu töten und dafür wird die Waffe dann auch speziell ausgelegt. Für den Soldaten ist es tatsächlich das Handwerkzeug zum Töten. Und für Sportschützen ist die Waffe eben das Sportgerät. Da ist sie genauso eine Sportgerät wie Degen, Säbel und Florett der Fechter, wie der Speer der Speerwerfer, wie Bogen bei Bogenschützen oder wie Boxhandschuhe beim Boxer.
Schießen ist seit Ewigkeiten olympische Disziplin, im Wintersport Bestandteil von Biathlon, im Sommersport Bestandteil vom Modernen Fünfkampf etc.
Schießen gehört zu den Präzessionssportarten.
Ja, da fängt es schon an - ich sehe nicht, warum, wozu man mit Schusswaffen "Sport" betreibt, inwiefern dies als Sport bezeichnet werden kann, was daran "Sport" sein soll und wie solche Art "Sport" auch noch erlaubt ist! ? ? ?
Und ich verstehe nicht, was an American Football Sport sein soll, vor allem verstehe ich nicht warum es "Football" heißt. Es gibt da ein Ding, daß nicht die Form eines Balles hat, daß man mit den Händen trägt und wirft und sie nennen es Football, weil es einen Spieler gibt, der für die einzige mögliche Spielsituation, in der der Ball getreten werden darf, extra eingewechselt werden muß.
Fakt ist: nur weil Du es nicht verstehst oder nachvollziehen kannst, muß daß nicht für die Allgemeinheit gelten.
Ja, wenn es nach mir ginge, bräuchten wir überhaupt keine Waffen - jedenfalls nicht solche, die sehr schnell sehr großen "Schaden" anrichten können ... nicht solche, die "verfeinert", "weiterentwickelt" sind. Wenn Leute sich unbedingt physische Gewalt antun müssen bzw. wollen, sollen sie das mit ihren Körpern tun oder mit einfachen Mitteln wie Steinen, Stöcken. Keine Ahnung. Aber nicht mit Waffen, mit denen man in kurzer Zeit und auf sehr drastische Weise sehr viele Leben vernichten kann (ja, da beziehe ich mich nicht (bloß) auf Gewehre ...).
Ja, wäre toll, wenn die Welt ein Kinderponyhof mit Glücksbärchis wäre. Aber Waffen, die speziell zum Töten für Menschen ausgelegt sind, sind ja Kriegswaffen und in Deutschland sowieso nicht privat erhältlich soweit ich weiß (außer historische Stücke für Sammlungen.
Und wie ist es mit Tieren - muss man die töten? Warum? Früher vielleicht, um sich selbst, sein Leben zu schützen oder um Nahrung zu haben (wenn es im manchen Erdregionen eben vlt. "vegetarisch" nicht möglich war: sich zu ernähren, langfristig, dauerhaft).
Du lamentierst doch immer rum, man solle sich mehr von Bioprodukten ernähren. Gibt es etwas, daß mehr Bio ist, als Wild?
Ja, wie ist das mit Jägern?
Warum kommt es zu einem Ungleichgewicht, zur "Übervölkerung" mancher Tierarten (bzw.: warum, wodurch ist es dazu gekommen!) - wer ist für dieses Ungleichgewicht verantwortlich? Und wer gleicht es nach welchen Kritierien auf Basis welcher Rechtfertigung, mit welcher Begründung wieder aus? - Und: ließe sich das, wenn es schon (heute, inwzischen!) so sein muss, nicht anders erreichen - als durch simples Töten, Abschießen? ??
Vor allem, wenn man sich klar macht, dass der Mensch ohnehin schon viele Arten verdrängt hat, ausgerottet - was nicht zwangsläufig für sein eigenes Überleben nötig (gewesen) wäre!
Ja, man hätte da vor ein paar hundert Jahren einiges anders machen können und hätte man vor ein paar hundert Jahren Wölfe, Bären und Luchse in unseren Wäldern nicht ausgerottet, müßten die Jäger heute den Bestand der Beutetiere dieser Raubtiere künstlich niedrig halten. Fakt ist aber, daß diese Raubtiere eben nicht mehr (oder nicht in ausreichender Zahl) in unseren Wäldern leben, daß Kind ist quasi längst in den Brunnen gefallen, also brauchen wir die ganzen Hobbyjäger in unseren Wäldern.
Also ich kann im Gebrauch von Schusswaffen bzw. im Schießen keinen "Sport" erkennen und ich empfinde es als hämischen, geschmacklosen "Euphemismus", Schusswaffen verharmlosend als "auch nur"/bloße Werkzeuge darzustellen, sie so zu bezeichnen, so zu definieren.
Waffen sind Werkzeuge. Es sind Objekte, die geschaffen wurden, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Das dieser Zweck das Töten ist, wird niemand bestreiten.
Wenn diese Tötungswerkzeuge dann aber zweckentfremdet werden, um sich in einem sportlichen Wettkampf zu messen, wer eben auf eine bestimmte Entfernung kleine Kreise auf Papierscheiben besser trifft, finde ich das um Klassen besser, als wenn sie für ihre ursprüngliche Bestimmung gebraucht werden.
Die meisten "Amokläufer" der letzten Jahre verwendeten übrigens Repetiergewehre, besonders beliebt waren dabei Vorderschaftreptierflinten, die sogenannten Pumpguns.
Um die Gefahren von privatem Waffenbesitz zu minimieren, sind jedenfalls andere Maßnahmen nötig, als bestimmte Designs oder Waffentechniken zu verbieten.
In erster Linie würde ich bei Sportschützen - wie im anderen Thread schon gesagt - den privaten Besitz von Munition verbieten. Wenn sie im Verein auf der Bahn schießen, erhalten sie im Verein die entsprechende Anzahl Patronen pro Runde und es wird protokolliert, daß wirklich alle Patronen verschossen wurden.
Bei Jägern würde ich die sowie vorgeschriebene getrennte Aufbewahrung von Munition und Waffe häufiger kontrollieren lassen, außerdem sollte die für Waffenbesitzkarte gesetzlich nötige Zuverlässigkeit und persönliche Eignung immer und nicht nur in unklaren Fällen geprüft werden und diese Prüfung sollte regelmäßig wiederholt werden.
Und um mal die Dimensionen klar zu stellen, wie gefährlich Waffenbesitzer in Deutschland wirklich sind:
2009 starben in Deutschland 86 Menschen durch Tötungsdelikte mit Schußwaffen. Im gleichen Jahr starben 4152 Menschen im Straßenverkehr.
2010 starben in Deutschland 79 Menschen durch Tötungsdelikte mit Schußwaffen. Im gleichen Jahr starben 3651 Menschen im Straßenverkehr.
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mord#Statistik und
http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote#DimensionenIch hab leider auf die Schnelle keine Quelle dafür gefunden, wieviele der 86 oder 79 Täter durch legal besessene Schußwaffen getötet wurden. Das wäre nämlich auch noch dafür interessant, wie sehr wir wirklich strengere Gesetze für den legalen Besitz benötigen.