Jetzt muss man fragen, welche Industrie daran verdienen würde. Die Fahrradhelmindustrie gar nicht mal so viel, denn die Leute werden größtenteils aufs Fahrradfahren verzichten. Wenn ich mal eben zum Bäcker fahre, setze ich nicht jedes mal einen Helm auf, das machen wahrscheinlich nur die absoluten Hardcore-Sicherheitsfreaks, bei denen schon 3-4 Familienmitglieder an Kopfverletzungen beim Fahrrad fahren ums Leben gekommen sind.
Die meisten Ex-Fahradfahrer werden also ihr Auto mehr benutzen als vorher, wenn sie eins haben, oder auf den ÖPNV umsteigen. Es kostet dann also in jedem Fall Geld, sich schneller als ein Fußgänger zu bewegen.
Ich glaube gar nicht mal, dass da so viele wirtschaftliche Interessen dahinter stehen, vielmehr ist das mal wieder so ein populistischer Akt "Man will ja nur das beste" und nimmt dabei gerne in Kauf, dass man eine viel größeren Sache schadet.
In Holland, dem Fahrrad-Land schlechthin, gibt es keine Helmpflicht. Dort gibt es eine gute Infrastruktur für Fahrräder und wenig Unfälle.
In Neuseeland wurde eine Helmpflicht eingeführt, dort sind seitdem weniger Fahrradfahrer unterwegs, natürlich gibt es dadurch auch weniger Unfälle, aber im Verhältnis zu den aktiven Fahrradfahrern sind es doch mehr Unfälle pro Fahrradfahrer als vorehr.
Überhaupt die Idee, jeden Menschen in jeder Situation vor allem vorstellbaren schützen zu wollen ist ... naja, nicht so mein Ding.