Also, dass Hirnschnitte eindeutig Alzheimer definieren, davon habe ich auch noch nichts gehört. Das werde ich mir mal vorknöpfen herauszufinden, was da die Experten zu schreiben ...
Wo die Dame definitiv recht hat ist, dass viel zu häufig "Alzheimer" draufgeklebt wird, wo vielleicht, und eben auch nur vielleicht, lediglich "Demenz" drinsteckt.
Der Unterschied ist recht groß: Während viele Krankheiten in Sachen "Demenz" heilbar sind, ist es Alzheimer nicht: Alzheimer gilt als unheilbar und stetig fortschreitend, während bei nahezu allen Demenzformen auch wieder vorübergehende (und dieses "vorübergehend" kann sehr lange dauern!) Besserungen dem Krankheitsbild entsprechen.
Das ist gerade für die betroffenen Personen selbst ein sehr entscheidender Unterschied! Wer darauf hoffen kann dass sich der eigene Zustand auch immer wieder bessern kann, der wird dem Ende des Lebens völlig anders entgegensehen als der Hoffnungslose - inklusive seltener gewählter frühzeitiger Selbsttötungen.
Dass es Alzheimer aber gar nicht gibt, das halte ich auch für recht gewagt: Sicher wird es viele Demente geben, die durch Überdosierung der Medikamente die Krankheit fördern, aber zu behaupten dass es alle betrifft ... naja ...
Da selten ein Dementer oder Alzheimer-Patient dieselben Medikamente erhält, ist eine Vergleichbarkeit hier nur rudimentär gegeben. Diverse Alzheimerpatienten lehnen auch eine weitere Medikamentierung ab, mit der Begründung dass sie ja eh nix auf Dauer bringen würde:
Diejenigen sollte sich die Dame mal vorknöpfen, um ihre These zu erhärten!
Jene hat sie aber außen vor gelassen? Warum -nun ja- das bleibt Spekulation.

Interessant ist ihre These dennoch. Bin mal gespannt, wie die Reaktionen auf ihre ja doch sehr provokante These ausfallen.
