Was mich sehr traurig machte, daß einige meienr Fruendinnen rein garnichts mit meiner Schwangerschaft und meinem damals kleinem Beberich anfangen konnten, da sie alle für sich einen Lebensweg komplett ohne Kinder geplant haben. Jetzt, wo mein Häschen nicht mehr wie ein kleines (selten) schreiendes Fleischbündel im Strampler rumliegt, sondern doch ein gewisser Anteil sich seiner selbst bewußter, laufender, sprechender, handelnder Mensch zu erkennen ist, der scheinbar auch Freude bereiten kann, nimmt man sie und mich wieder als Mensch und Frau ernst und sieht nicht nur (abschätzig) die Mutter (Hausfrau, Gebärmaschine, was weiß ich) in mir. Aber so ist das Leben, ich habe früher auch so gedacht und kann das nachvollziehen.
Naja sicher - was kann man auch schon groß machen mit so nem Säugling? Klar, man kann den mitnehmen zu Freunden (wennse noch viel schlafen) oder zum Spazierengehn oder "Kaffeetrinken" - aber je nach Kind is es einfach auch für einen selber anstrengend: wenn Kind ca. alle 3 Stunden (manche auch öfter) gestillt werden will/muss, dann ständig Windeln wechseln (mir kam das immer wie "ständig" vor ...

), dann evtl. Schreizeit (einmal am Tag - je nach Kind unterschiedlich lange, ausgeprägt, vorhanden ... - bis zum Alter von ca. 3 bis 6 Monaten ...). Nachts halt das gleiche Programm: jede Nacht. Also is man tagsüber selber meistens ziemlich schlapp/müde - dann halt noch Haushalt erledigen, evtl. Job und/oder weitere Kinder versorgen ...

Is auch nicht jedermanns Sache: Kinder - eben: ging mir vor meinem ersten auch so.
Dann halt eher ein Kind, das schon deutlicher reagiert/kommuniziert, agiert als ein Säugling, das vlt. auch von sich aus Kontakt aufnimmt ...
Wobei ich es ja bis 3 Jahre eigentlich immer ziemlich anstrengend fand - weil mit 1, 2 sehr anhänglich (meine Kinder jedenfalls so gewesen) - dass man nicht außer Blickweite darf (jedenfalls nicht für länger als ein, zwei Minuten max.), außerdem dann ja mobil, neugierig, alles anfassen, ausprobieren, runterziehen, ausräumen, in den Mund stecken (jaja "be-greifen"...) usw.
Wie gesagt: je nach Kind unterschiedlich, aber halt auch: je nach Eltern - was die dulden, erlauben, mitmachen und was nicht ...
(oder anders gesagt: wie stark an kindlichen Bedürfnissen orientiert und darauf eingehend diese sind - oder halt nicht).
(Bis zum Alter von einem Jahr - mindestens! - kann man ein Kind sowieso nicht "verwöhnen"! Aber auch das hat sich noch nicht wirklich rumgesprochen ...)
Und klar: wenn man zu Zweit is, sich abwechseln kann, jeder mal Aus-/Freizeit haben kann oder eben idealerweise noch Großeltern oder "andere Familie" oder Bezugspersonen vorhanden sind - dann geht das natürlich wesentlich besser, entspannter, weniger anstrengend.
Trotzdem habe ich hier ja einfach den Eindruck bzw. die Erfahrung, dass man gar nicht so viel miteinander mit Kindern macht - außer vlt. Krabbelgruppe und sonstige "Babykursverantaltungen" oder halt Spielplatz. Aber sonst geht da jeder seiner Wege bzw. sind die einfach alle sehr "in" ihrer kleinen Familie. Wenn halt auch mehrere Kinder (kleine) da sind, wird alles noch schwieriger, stressiger ...
Aber auch die ohne Kinder sind so (wie von mir oben beschrieben): Job, Partner/in - ferddich. Ab und zu mal in Urlaub. Ganz selten mal mit Freund(en) treffen.