Simia
... es war nur der eine Satz mit den Tränen. Das hat mich einfach genervt/enttäuscht.
Ich meine: darüber müssen wir doch nun wirklich nicht mehr reden oder? Selbstverständlich können und dürfen Männer genauso weinen wie Frauen - ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Frauen unserer Generation das anders sieht. Und eben weil das doch eine Selbstverständlichkeit und Normalität ist, hat es mich grade von dir vorgebracht halt genervt und verwundert.
Das mit dem Mitnehmen bezog (s)ich auf messies Sätze.
Ah, Du meinst im Sinne von offene Türen einrennen ... Mag sein, dass das die meisten Frauen unserer Generation anders sehen. Leider ist das bei Kerls tatsächlich noch nicht so etabliert, wie man meinen sollte (Tränen jetzt als ein Beispiel für "Schwächen" zulassen generell). Und bevor über solche grundlegenden Dinge sozusagen innerhalb der Männerwelt kein Konsens besteht, wird dat auch nix mit dem "neuen Mann".
Edit:
Und bekannt ist auch, dass bpsw. Männer mit deutlich männlich geprägtem Erscheinungsbild/Körperbau auf eher deutlich weibliche Frauen (mit entsprechend "weiblichem" Körper) stehn und umgekehrt, während die "androgynen Typen" auch eher auf "androgyne" stehn. Das mal zu den Äußerlichkeiten.
Kann ich von mir nicht behaupten. Als ich noch deutlich androgyner war, fand ich weibliche Frauen auch ansprechender bzw. gab es da keinen roten Faden. Auch sonst im Freundes- und Bekanntenkreis gibt's diese Kombination und jene.
Was die Wortwahl "Panzer" (hier im Sinne von "Panzerung/starke Umhüllung" verwendet) und "Schützengraben" angeht, kam mir früher schon der Gedanke, dass Du Männern ("Jungmännchen" nanntest Du es auch mal) möglicherweise gerne eine offensive Aggressivität unterstellst. Sicher, Armeen bestehen zumeist aus Männern, kleine Jungs spielen mehr mit Panzern als kleine Mädchen. Aber z.B. von Frauen gelenkte Gesellschaften sind nicht friedlicher als patriarchale. Ich seh das praktisch. Wenn die Metapher ihre Wirkung entfaltet und den Kern der Bedeutung trifft, dann darf sie benutzt werden (in einem gewissen Rahmen natürlich). Aber Du hast recht, das ist hier off topic.
(Hervorhebung durch mich getätigt.)
Simia - sag ich doch: Erst mal sollten die Männer sich über sich selbst klar werden - und vlt. auch untereinander einigermaßen einig und dann im Austausch mit "dem anderen Geschlecht".

Was die Ausdrücke aus dem militärischen bzw. Kriegsbereich betrifft: das fällt mir einfach schon lange auf - dass das als ganz normal gilt: solche Audrücke werden in Radio- und Fernsehsendungen wie auch in Zeitungsartikeln ganz selbstverständlich verwandt - es sind meiner Ansicht nach aber "männlich geprägte" Ausdrücke - eben: weil Männer auch Kriege führen (mit Waffen und so).
Das ist vielen oft gar nicht bewusst, aber Sprache ... - naja, also dieses Fass mach ich
an dieser Stelle jez nicht auf (wir hatten das vor langer Zeit an irgendeiner Stelle sowieso schon mal).

Trotzdem kann man die Situation einfach mal benennen/feststellen.
Auf welche "von Frauen geführte Gesellschaften" beziehst du dich?
messie
Entschuldige, aber das sind alles doch echt Binsenweisheiten, Allgemeinplätze:
Also nimm es mir bitte nicht übel, aber - was is das denn?!?!??? Frau kann sich also wieder doch nur in Abhängigkeit von (der Existenz ...) des Mannes "finden" etc.?
Nö. Ich sage: Wenn Frau einen Mann an ihrer Seite haben möchte (wenn!), dann sind nur beide starke Persönlichkeiten miteinander, wenn jeder für sich weiß was er ist und was er vom Leben will.
Und natürlich ist das eine Lebensaufgabe, die sich ständig von neuem stellt. Wir verändern uns schließlich. In der Beziehung nennt man das dann so gerne "an der Beziehung arbeiten", außerhalb davon "an sich arbeiten". Dieses "daran arbeiten" ist nichts anderes, als das eigene Selbstbewusstsein aufzubauen. Das gelingt am besten, wenn man sich mag, und das wiederum klappt am besten, wenn man zu dem stehen kann, was man tut und was man fühlt.
Theoretisch weiß das ja auch jeder. Praktisch ist das halt nicht so einfach, denn jeder hat mal Selbstzweifel, weiß nach Rückschlägen nicht mehr genau wohin nun des Weges. Da ist es am effektivsten, wenn Paare zusammenarbeiten und anstatt auf den anderen zu schimpfen zu gucken, wie man die vermeintlichen Defizite des anderen ins Leben integriert - oder eben nicht (was bei letzterem Fall dann schnell mal eine Beziehung gefährdet).
"Durch Reibung entsteht Fortschritt" häh??
Jep. Ein Paar das sich nie streitet, kommt auch nicht weiter. Ich hätte auch schreiben können "durch Reibung entsteht Wärme", solange du dich nicht immer wieder mit dem anderen auseinandersetzt, kann es auch kein gemeinsames Wachsen geben. Wer immer dem Partner nachgibt, der verschwindet irgendwann selbst dabei.
Frau will einen Mann mit Charakter und Persönlichkeit, das impliziert durchaus bestimmte ("positive") Verhaltensweisen!
Da hast du recht!
Das impliziert aber eben auch, dass sich diverse für Frau mitunter schwer verständliche Verhaltensweisen herausbilden, die sie nun eben dann auch akzeptieren oder zumindest respektieren muss, will sie einen Mann mit Persönlichkeit haben.
Dein Fußballbeispiel ist da übrigens sehr schön: Dass Fußball bei vielen Männern (und einigen Frauen btw. auch) die soziale Komponente enorm stärkt und es deswegen für sie so wichtig ist, mag dir vielleicht nicht so recht begreiflich sein. Du kriegst da aber ja nicht nur den Fußballverrückten, sondern noch viele Eigenschaften mehr zu dem Mann dazu, jene Eigenschaften die du dann wiederum gerne hast. Wenn er durch diese Leidenschaft zum Fußball ausgeglichen ist und in sich ruht, wirkt sich das dann ja auch auf seine Eigenschaften als tatkräftiger Helfer, liebevoller Vater, sexuell Entspannten und was-weiß-ich-noch-alles idealerweise aus.
Würdest du von ihm nun z.B. verlangen dass er seine Fußballkontakte nicht mehr wahrnehmen soll weil du es für primitiv hältst und er ja doch gar nicht so ein primitiver Kerl wäre, er das ja nicht bräuchte etc. und er würde es dir zuliebe aufgeben weil du ihn sonst verlassen würdest, dann wäre genau das der Fall, worum es in der Männerbewegung geht: Du würdest ihm einen Teil seiner Identität nehmen. Genau in dem Fall wäre der Charakter, die Persönlichkeit jenes Mannes auf kurz oder lang dahin, denn Teil dieses Charakters ist es dann auch, dazu zu stehen dass er in deinen Augen so "primitiv" ist, weil er fußballverrückt ist.
Akzeptiere seine Bedürfnisse, dann akzeptiert er auch deine. Ist eigentlich eine ganz einfache Rechnung. 
Da kann sich keiner erlauben, sich hinzustellen und zu sagen: ich bin ("nun einmal genau") so, das macht mich aus.
Bei sehr wichtigen, existenziellen Dingen: Doch, genau das.
Im Kleinen kann man miteinander verhandeln. Muss man auch. Im Großen nicht.
Es braucht immer einen, der sich "unterordnet" - es geht nicht (lange) gut, wenn zwei dominante Persönlichkeiten aufeinander treffen, aneinander "geraten"!
Tja, da hast du mich leider selbst nicht verstanden, denn genau das sagte ich mit meinen Worten. 
Es sind nie beide Personen in derselben Sache dominant. Wenn beide genau dort dominant sind wo der andere es auch ist und beide es nicht sind, wo der andere es auch nicht ist, dann wird das nichts.
Sich gegenseitig stützen tun zwei vor allem dann, wenn sie unterschiedliche Stärken haben. Dann profitiert jeder von der Stärke des anderen und kann jeder den anderen dort unterstützen, wo er schwach ist. Ist perfekte Arbeitsteilung. 
Und Selbstbewusstsein is ja auch keine spezifisch männliche Eigenschaft.
Hab ich auch nie behauptet.
Lediglich das: Will eine selbstbewusste Frau mit einem Mann zusammenkommen, dann braucht sie auch einen selbstbewussten Mann. Und umgekehrt.
Sonst bringt das alles nix.
Sind sie beide nicht selbstbewusst, kann's auch funktionieren, das ja. Aber nicht, wenn's nur einer ist. Für den Fall bedürfte es schon einer Menge Glück, dass es trotzdem miteinander funktioniert.
Ja, eigentlich alles, das du da geschrieben hast.

Und was dein Fußball-Beispiel angeht - genauso, vor allem, dass es dabei überhaupt nicht um Fußball geht, sondern darum, dass man eigene Interessen und Beschäftigungen, "Freiräume", Zeit nur für sich braucht - womit man die dann verbringt bzw. was man da eben macht oder auch nicht (in seiner "Freizeit" oder in "Mußestunden"), is doch dann jedem selbst überlassen. Das kann Fußball sein oder was anderes.
Das mit dem Fußball sprach ich an, weil es nach wie vor auch mehr Männer als Frauen begeistert und weil ich nicht verstehen kann, warum über Fußballergebnisse am Ende von Nachrichtensendungen berichtet wird - ich bin der Meinung: so wichtig sind Fußballergebnisse nicht, dass ihnen hier ein Platz eingeräumt werden müsste. Aber aus genau diesem Grund: weil Fußball Männern so wichtig war/ist und Nachrichten von Männern gemacht werden bzw. vor Zeiten wurden, haben die Fußballergebnisse in Nachrichtensendungen Einzug gehalten.
Was ich sagen will: soweit reicht der Einfluss (die Dominanz?) von "allgemein männlichen Präferenzen" in "die Gesamtgesellschaft". Dabei sind die Fußballergebnisse in Nachrichten nur ein Beispiel.
Du kriegst da aber ja nicht nur den Fußballverrückten, sondern noch viele Eigenschaften mehr zu dem Mann dazu, jene Eigenschaften die du dann wiederum gerne hast. Wenn er durch diese Leidenschaft zum Fußball ausgeglichen ist und in sich ruht, wirkt sich das dann ja auch auf seine Eigenschaften als tatkräftiger Helfer, liebevoller Vater, sexuell Entspannten und was-weiß-ich-noch-alles idealerweise aus.
O Gott messie ---- das is so --- laaahhm, so abgedroschen, so 08/15 und --- bäääääääääääääääääääähhhhh!
Genau: weil er ausgerechnet und unbedingt Fußball spielt, isser DESHALB ein "tatkräftiger Helfer, liebevoller Vater, sexuell Entspannter ... " ---- ich weiß nicht, ob ich lieber lachen oder schreien will.
Auch hier: alleine wieder die Ausdrucksweise/Wortwahl! Und dann dieses Gesülze dabei und vor allem: wie schon gesagt - geht es doch gar nicht um Fußball. Es könnte auch sonstwas sein - es geht darum - also nee, ich wiederhole das jetzt nicht: siehe oben!
Und warum soll ich mann seine Freizeit(gestaltung, -aktivität), sein Hobby, seinen "Ausgleich" verbieten?
Jetzt kommt bestimmt gleich noch, dass Männer auch mal Männerrunden und Frauen Frauenfreundschaften brauchen und dass man sich gegenseitig respektieren muss und dass man manches gemeinsam und manches getrennt macht, dass sich das die Waage halten sollte usw.

Nee - so kommen wir nicht weiter. Können wir bidde mal einfach diesen ganzen alten vertrockneten Kram beiseite lassen.
Das führt doch zu nix.
Was aber das "Selbstbewusstsein" angeht - ja, da wird wieder nicht differenziert - wo es aber nötig wäre!
Was du meinst, ist eher Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit.
Das trifft es aber nicht.
Ja, "Selbst
bewusstsein" hingegen schon - denn dabei geht es darum, sich (seiner) selbst (seines "Selbst") bewusst zu sein bzw.: zu werden.
Allerdings liegt es nicht an gelegentlichen Selbstzweifeln, dass man nicht selbst-bewusst ist, sondern daran, dass viele Menschen sich über sich selbst nicht wirklich Gedanken machen - über ihre wirklichen Wünsche, Ziele bzw. über das, das ihnen wirklich wichtig ist und auch nicht darüber, was sie persönlich als dieser Mensch, diese Person eigentlich ausmacht - also Selbstbewusstsein im Sinne von Selbsterkenntnis.
(Logischerweise braucht es zunächst die Selbsterkenntnis - aber genau das - so banal auch dies klingen mag - ist, womit Leute sich nicht wirklich beschäftigen. Menschen sind viel mehr überwiegend damit beschäftigt, ihren Lebensunterhalt zu sichern, für evtl. auch andere Menschen zu sorgen, ihrem Alltag nachzugehen und ihre Freizeit "zu gestalten" bzw. zu erleben und dann auch: dem Usus zu folgen. - Das alles hat nur am Rande mit "Selbsterkenntnis" und in Folge: Selbstbewusstsein zu tun. Eigenes Thema. Hatten wir auch schon mal.)
Amen.
