[...] Indem man verpflichtende Beratungsgespräche mit potentiellen Begleitern eines betreuten Umgangs von Vater und Kind einführt.
Der Vorteil hier ist, dass das Gespräch selbst zwar auch erzwungen wird, in diesem es dann aber die freie Entscheidung des Vaters ist sein Kind zu sehen. Und zwar, nachdem er alle Fakten kennt.
Schließlich ist eine dritte Person nicht die Mutter: Der Mutter glaubt man, erst recht wenn man sich im Schlechten getrennt hat, im Zweifel erstmal gar nichts. Sagt aber eine neutrale Person "ihr Sohn / ihre Tochter möchte Sie gerne sehen, unabhängig von Ihrer Frau, er/sie leidet darunter Sie nicht kennen gelernt zu haben", dann hat das eine ganz andere Qualität.[...]
(messie)
Ein absolut wichtiger Punkt!: Es braucht Intervention - durch: eine weitere Person, einen Mediator, wie es heute so schön heißt und es sie sonst fast überall auch gibt - einen: Vermittler, Schlichter ... !
WARUM, so frage ich mich, ist auf diese Idee noch keiner gekommen oder: warum (wenn doch) wird sie in der Praxis überhaupt gar nicht umgesetzt, angewendet?!?!??!!!
Ja, ich gehe da absolut mit! Solche verpflichtenden "Beratungsgespräche" sollte es längst längst längst doch schon geben!!!
Und es sollte Vermittler geben, für solche Fälle, in denen die Eltern nicht miteinander können - also: nicht auf Zusammensein (der Eltern) bezogen, sondern auf getrennte und doch soweit eben nötig "gemeinsame" Sorge für das Kind.
Sicher: jeder kann ja zu irgendner Beratung bei Diakonie, Caritas, Pro Familia, Kinderschutzbund, Erziehungsberatungsstelle, Jugendamt/Sozialem Dienst oder sonstwohin gehen: FREIWILLIG, aus eigenem Antrieb, eigenem Bedürfnis, eigener Einsicht ... !
Aber ganz offensichtlich reicht das nicht! Es sollte also qualitativ gute Beratungsgespräche - am besten für beide Eltern - verpflichtend geben. - Das wäre doch immerhin mal ein Schritt in die vielleicht richtige Richtung und einen Versuch wert!
?
Andererseits gehe ich hier
Entscheiden sich die Männer dagegen, ist das sicher schlimm für das Kind, es ist m.E. aber das kleinere Übel im Vergleich zur Alternative, jener dass das Kind die Abneigung, dieses "ich sitze mit dir hier nur weil man mich dazu gezwungen hat", volle Breitseite mitbekommt.
(messie)
nicht mit - denn: Demnach könnten diese "Väter"/Typen ja einfach ganz taktierend vorgehen, in den Beratungsgesprächen den Geknickten oder Einsichtigen, Verständnisvollen spielen (was aber noch nicht mal nötig wäre!!) und dann aber dennoch sich "gegen Kontakt entscheiden" - sie machen einfach dicht, sind für die Inhalte der Gespräche gar nicht offen, zugänglich, wollen sich auf keinen Fall davon abbringen lassen, keinen Kontakt haben zu wollen.
Vergessen wir nicht: Es ist dafür nicht mal erforderlich, dass solche Typen Mutter und/oder Kind "hassen" oder dass sie (die Typen) hintergangen wurden (heimlich und hinterrücks von frau zum "Vater" bzw. Erzeuger gemacht), sondern: es geht nicht wenigen auch ums Geld! Wenn sie Kontakt zum Kind haben/halten, sind sie erreichbar, auffindbar, bekannt! Und es gibt nicht wenige, denen das Kind einfach völlig egal ist und die - für sie aber wichtiger als das Kind und seine Bedürfnisse - einfach nur an ihre Kohlen denken.
In diesen Fällen werden sie einen Teufel tun und Kontakt zustimmen bzw. werden dann auch schon zusehen, erst gar nicht in solche Beratungsgespräche zu geraten, daran teilnehmen zu müssen ...
Und selbst wenn es nicht (nur oder überwiegend) ums Geld geht: Die verpflichtenden Beratungsgespräche (wieviele sollen das wie oft in welchen Zeitabständen sein??) alleine werden nichts ausrichten können,
wenn: es um wirkliche Unreife, Verantwortungslosigkeit und Egomanie geht. Da lässt sich einer durch irgendwelche Gespräche auch nicht umstimmen, zur Moral bekehren (und also zur Verantwortung, Einsicht, Mitgefühl...)!
Vor allem finde ich es einfach auch bedenklich, dass sowas also nötig ist - müsste man nicht schon viel früher ansetzen?
Du hast da verschiedene Typen unterteilt (von "flüchtigen" Vätern).
Ich meine: Es kann zwar unterschiedliche Gründe natürlich geben, auch mehrere zusammen und verschiedene individuelle Konstellationen, aber in wohl doch den meisten Fällen scheint das Problem dort zu liegen, dass:
- viele Männer eben erst relativ spät Vater werden wollen ("freiwillig", aus eigenem Wunsch) oder: gar nicht
- viele Männer Angst um ihre "Freiheit" haben und nicht bereit sind, diese durch ein und: für ihr (!) Kind beschneiden zu lassen
- viele Männer sich auch darauf verlassen und ausruhen, dass die Mutter "sich ja schon kümmert/kümmern wird/soll"
- es vielen Männern offensichtlich auch an Empfindsamkeit bzw. Einfühlungsvermögen, Mitgefühl fehlt: dahingehend, sich tatsächlich in dieses - ungewollte, aber existierende, von ihnen nun mal gezeugte - Kind hineinzuversetzen
Daher meinte ich oben ja schon:
Wenn man(n) sich klarmacht, wie es DEM KIND bei/mit all dem geht, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass man sich um es kümmern MUSS - und das nicht, weil andere einen dazu zwingen oder überreden, anbetteln oder einem drohen, SONDERN:
aus eigenem Mitgefühl, eigener Einsicht, eigenem Verantwortungsgefühl, eigenem Sich-einfühlen-Können
(in ein solches Kind, das sich abgelehnt ... ... ... fühlt, obwohl es für seine Zeugung und Existenz nichts kann, daran keine Schuld trägt, aber darunter zu leiden hat).
Tut mir leid, wenn das nun sehr melodramatisch klingt, aber: ja, so ist es doch letztlich für diese Kinder. Sie konnten sich "solche" Eltern/Väter nicht aussuchen, solche "Herkunftsumstände" ..., haben aber dennoch darunter zu leiden - und das nicht nur in der Kindheit, sondern die Auswirkungen setzen sich oft lebenslang fort, kommen immer wieder hoch und vor allem "gerne" dann, wenn solche SÖHNE selber Vater werden ... !
Meiner Ansicht nach müsste man also schon in der kindlichen Erziehung ansetzen - es geht doch letztlich darum, Werte zu vermitteln! Und dann Charakter auszubilden, dabei aber nicht zu drillen oder dressieren, sondern auch Sensibilität ausbilden zu lassen.
Was ich oben schon meinte: Wenn jemand einfach ein solcher Mensch ist: einfühlsam, mitfühlend, verantwortungsbewusst, wird er VON GANZ ALLEINE sich so arschig (s)einem Kind gegenüber gar nicht verhalten KÖNNEN und: wollen!
Und was es also dann grade für die heranwachsenden/halbwüchsigen Jungs (spätestens, aber eben vor allem in dieser Zeit der Entwicklung) braucht, sind: VÄTER - wenigstens aber männliche Bezugspersonen/Vertraute, Orientierungspersonen, "Vorbilder"!
Und so endet es in einem Teufelskreis - die vaterlos aufgewachsenen Jungen müssen sich selbst als "Mann" erst mal finden, "setzen", bestimmen, selbst verstehen ... (was vielen nicht leichtfällt - dann auch durch gesellschaftliche Veränderungen - siehe thread "Männerbewegung" - auch wenn nicht wenige es einfach verdrängen, leugnen, totschweigen) und dann sollen sie "gute" Väter sein, wo sie selbst einen solchen nie hatten ...
Das löst aber natürlich nicht das Problem der Väter, die Frau+Kind verlassen. Da sage ich aber: Zu jenem Zeitpunkt lässt sich das Problem auch kaum mehr lösen. Man kann nur auf Einsicht des Vaters hoffen wenn man ihm klarmacht was er dem Kind mit Ignoranz antut - mehr nicht. Wenn er partout nichts mit dem Kind was zu tun haben möchte, hilft ein Zwang dazu dennoch nichts mehr, wenn er es zwangsweise doch tun muss.
(messie)
Auch hier gehe ich nicht mit, denn, messie:
WER soll sich dann um alle diese Kinder kümmern?!??? -
Die Mütter? ? ? ? WARUM geht man offensichtlich ganz selbstverständlich davon aus und verlässt sich darauf, dass dann "wenigstens" die Mütter das Kind schon nicht verlassen werden? ! ?
Und ja: in den meisten Fällen (von Ausnahmen abgesehen, ja die gibt es auch) tun die Mütter ja auch genau das: sie kümmern sich dann GEZWUNGENermaßen (! ! ! ) alleine um die Kinder, die auf "Fürsorge"
... ja angewiesen sind!
Hier nimmt man einen ZWANG also ganz selbtverständlich hin, in Kauf - setzt ihn sogar voraus!
Denn:
Was wäre, was passierte, wohin führte es, wenn ALLE diese Mütter (deren Kinder solche verantwortungslosen Erzeuger haben) sich ganz genau so verhielten, wie die Väter? ? ? ? ! Und warum soll also hier mit zweierlei Maßstäben gemessen werden? ??
Die Mütter könnten doch (entweder sofort oder irgendwann im Laufe der Zeit) auch sagen: Scheiß doch drauf! Ich wollte das Kind nicht alleine großziehen - der Typ hat mich doch beschissen, als er sagte, wir würden das zusammen machen - und hat sich dann doch verpisst! - WARUM soll ich jetzt ("jahrelang" ...) ALLEINE die gesamte Verantwortung tragen - MIT ALLEM; DAS DIES MIT SICH BRINGT; BEDEUTET! ? ?
Und: Warum tun so viele Mütter (also jene, die ebenfalls ungeplant, unbeabsichtigt, ungewollt schwanger wurden, für die aber eine Abtreibung oder Adoption dann mindestens genauso schlimm oder eben schlimmer war als das Kind zu behalten - also: die trotzdem vom Regen in die Traufe kamen!) genau das dennoch NICHT - die Väter aber schon?!?
Und warum verlässt sich unsere Gesellschaft auf genau dieses (verantwortungsvolle ... ... ...) Verhalten der Mütter - zu Lasten aber (bekanntermaßen!!) sowohl der Kinder als auch vieler alleinerziehender Mütter.
Ich spreche hier selbstverständlich nicht von jenen Müttern, die von vorneherein geplant, beabsichtigt, gewollt und "forciert" alleinerziehend sein wollen und dann sind - auch solche gibt es, ja, aber auch dies ist sicher nicht die Mehrheit, denn dafür ist es - unter normalen/"normalsterblichen" Umständen - einfach viel zu anstrengend ... (alleinerziehend zu sein).
Und ich kann logischerweise eine solche Einstellung (solcher Mütter) aus diversen Gründen nicht gutheißen, lehne sie ab, weil ich finde, ein Kind braucht auf jeden Fall mehrere Bezugspersonen und auch männliche und hat ein Recht, über seine Herkunft, seine "Erzeuger", seine Eltern also, seine "Abstammung" informiert zu sein/zu werden (so es das wünscht - und das kann eine solche Mutter nicht schon vor oder bei Geburt des Kindes wissen!).
Es gibt dazu ja auch inzwischen Erfahrungen mit Kindern von Samenspendern - Thema für sich, aber geht in diese Richtung!