Black Russian: Und diesen Weg finde ich gefährlich, das ist statliche Kontrolle der Medien. Erinnert mich zu stark an den Komunismus... Der hat ja schon bei uns nicht funktioniert 
Hö? Wasn daran staatliche Kontrolle? Nur, weil ein Gesetz untersagt, dass ein Straftäter aus seiner Straftat Kapital schlagen darf?
Sicher lässt sich so ein Passus dann auch gut aushebeln - dann ist halt z.B. der Bruder eines Straftäters der Autor und sagt "mein Bruder hat mir erzählt ..." oder dergleichen. Damit wird aber das Kasse machen des Täters selbst deutlich erschwert, und das fände ich sehr begrüßenswert!
Man könnte jetzt sagen "aber ... aber ... wenn jemand unschuldig verurteilt wurde? Darf er mit einem Buch dann nicht doch klarstellen, warum er unschuldig war?"
Das wiederum funktioniert dann aber ja auch wunderbar: Soll halt ein Journalist, der sich für ihn einsetzt, ein Interviewbuch mit ihm herausbringen. Der Unterschied: Der Journalist kriegt das Geld, nicht der Täter! Der erhält dann auch kein Honorar dafür, denn sein Statement und die Möglichkeit der Veröffentlichung ist m.E. dann schon "Honorar" genug. Wenn jemand rechtskräftig verurteilt wurde, gilt dann schließlich die Schuldsvermutung und nicht umgekehrt.
colourize' Beitrag wiederum kann ich genau so unterschreiben: Das Wegsperren hat
nicht den Sinn einer Strafe hierzulande (und das finde ich auch gut so!), sondern den Sinn des Schutzes der Bevölkerung vor diesem Menschen, insbesondere bei Straftaten.
Bei Kapitalverbrechen bin ich übrigens der Meinung, dass die Täter von mir aus ruhig im Maximalfall bis zu ihrem Lebensende jene Summe, die sie veruntreut haben, blechen dürfen, damit sie dann auch die "HartzIV-Zustände" kennen lernen - jenes Geld, das die meisten Menschen, denen sie geschadet haben, ja ebenfalls erhalten.

Denn da halte ich den Abschreckungseffekt für deutlich wertvoller. Jemand der Geld illegal auf Kosten anderer einsackt hat jedenfalls Hirn, wenn er das dann nicht dafür verwendet festzustellen dass es ihn in Armut stürzt wenn man ihn erwischt - nun ja.
