@Drukpa
entschuldige, aber ich denke, das ist viel zu kurz gegriffen, zu vereinfacht!
Denn:
Das Problem ist nicht die Demokratie als solche, sondern was die jeweiligen Menschen in ihr, mit ihr, aus ihr machen!
"Nur" weil die Staatsoberhäupter respektive "die" Politiker "fehlbar" ... sind, weil sie eben Menschen sind (mit all dem, was das bedeutet, beinhaltet...!!), ist das doch aber kein Grund, das ganze "Konzept" über den Haufen zu werfen - denn: ein einzelner Regent ist auch nur ein Mensch und ebenso "fehlbar" - mit dem Unterschied und Nachteil, dass es da (Monarchie) dann noch weniger Regulative gäbe!!
Geht es also nicht viel mehr darum, dass "Mensch" (jeder einzelne!!!) an sich arbeiten muss/sollte...!!?
Geht es nicht eher auch darum, zu erforschen, warum sich die Dinge so entwickelt haben und dann zu versuchen, dies wieder zu "reparieren", auszugleichen...!?
Liegen die Gründe nicht tiefer: nämlich evtl. darin, dass wir (in den Industrieländern) einerseits im Überfluss leben, dass wir alle möglichen Freiheiten haben, dass wir nicht mehr von Nahrungsmangel, Überarbeitung bzw. körperlicher Überanstrengung betroffen, bedroht sind, auch nicht durch (direkten, unmittelbar bevorstehenden/zu erlebenden) Krieg...!?
Dass wir aber andererseits kaum noch haltende Strukturen haben (Familienverband, Gemeinschaft), dass wir "zur Freiheit verdammt" sind (wie Sartre es schon sagte) und damit aber eben auch: zur Verantwortung und zur Wahl, d.h. zur Aktivität und Initiative!!!!
Und dass genau damit offenbar immer mehr Menschen erhebliche Probleme haben!!??
Dass aufgrund all dieser fehlenden/mangelnden Orientierung, Sicherheit, Solidarität, Anteilnahme, Bewusstheit so viele Menschen der Volkskrankheit "Depression" "verfallen" (im wahrsten Wortsinn)!?
Ist es nicht so, dass "wir hier" eine Konsum-, Ellbogen-, Einzelkämpfergesellschaft geworden sind?!?
Wer macht noch etwas freiwillig und unentgeltlich? Wer interessiert sich noch wirklich für "die Welt" und die Menschen um ihn herum (die er nicht näher kennt)?
Auch die zunehmende Entfremdung von der Natur (gerade in größeren Städten) macht dem Menschen zu schaffen...!!!
Depression und Angst, Perversion und Langeweile, Leere sind die Folge! Die Folge von Konsum, Überfluss, Vereinsamung, Verflachung, Gleichgültigkeit, Egozentrik, Gier, Verantwortungslosigkeit, Gedankenlosigkeit, Spaßzentriertheit, übersteigertem Hedonismus, Passivität.
Und dann wird versucht, wieder etwas zu finden, das Sinn, Halt, Perspektive, Bedeutung, Orientierung gibt, das die eigene innere Leere ausfüllt, die Angst zudeckt, unterdrückt, in Schach hält - und das sind heute zumeist: wieder Konsum, oberflächlicher Spaß (statt innere, tiefe, dauerhafte Zufriedenheit, Erfülltheit!!!), Verdrängung mit diversen Sucht- oder "Genuss"-Mitteln - eine Art (falscher) "Selbsttherapie"... und: Aberglaube!
Naja, das führt alles zu weit, jetzt.
Aber: was ich sagen will, ist, dass es nicht damit getan ist, mit dem Finger vorwurfsvoll auf die Anderen, "die Politiker" zu zeigen ...
Es gibt nun mal für komplexe Probleme (die über einen längeren Zeitraum entstanden sind) KEINE einfachen/vereinfachten, schnellen Lösungen!!!!!!!
... Auch wenn Mensch das noch so gerne hätte!
Viele verhalten sich einfach wie kleine Kinder (nach dem Lustprinzip und trotzig) - aber: genau DAS verursacht uns diese Probleme...!!
Noch eine Frage zum Schluss:
Was genau (welche Vorteile, welche Besserung) versprichst du dir von einer Monarchie - im Vergleich zur Demokratie??