Ich möchte darauf hinweisen, dass mein Ausgangsposting nicht als Kritik am "Schwarzen Glück" misszuinterpretieren ist, auch nicht an der Art und Weise, wie die Admins dort agieren oder sonst irgendwelcher Kleinkrams. Ich habe auch nicht vor, "Vorschläge zu machen, wie man es besser machen könnte". Wie eingangs schon erwähnt: Ich habe überhaupt nichts gegen demokratische Entscheidungsprinzipien.
Mein kleiner pamphletischer Ausbruch ist mehr als allgemeine Kritik der Konsumgesellschaft zu verstehen, dessen Bestandteil ich selbst ja auch bin. Die Neuerungen bei "Schwarzes Glück" sind für mich natürlich nicht die Wurzel allen Übels, sondern lediglich eine mehr oder weniger logische Konsequenz aus der totalen Kolonisierung des Systems "Liebe und Partnerschaft" durch die allumfassende kapitalistische Logik unserer Zeit.
So wie Waren im Supermarkt feilgeboten werden, vermarkten wir uns selbst auf dem Markt der Eitelkeiten.
So wie wir in unseren Jobs bereit sind uns unterzuordnen um unseren Lohn zu erhalten und uns tolle Konsumgüter davon kaufen zu können, sind wir auch bereit uns wie Waren in Partnerbörsen zu prostituieren.
So wie wir als Konsumenten mit unserem Konsumverhalten über die Werbung entscheiden, mit der wir zugeballert werden (ohne Jamba!-Abonnenten gäbs auch keine Jamba!-Werbung!), entscheiden wir mit unseren Partnerpräferenzen über die optische Präsentation des in Partnerbörsen ausgestellten Menschenmaterials.