Nun ist es aber so, daß heute, dank dyndns und kollegen, jeder einen mailserver an ne dsl leitung hängen kann. Und ganz ehrlich, jemand, der ne Bombe bauen kann, kann auch, wenn er nen bisschen nachliesst, nen mailserver an seine t-dsl leitung hängen.
Solche Gesetzte bringen GARNICHTS im bezug auf Terrorbekämpfung.
Mag sein, das das KnowHow in Terroristenkreisen irgendwo vorhanden ist, wenn auch sicherlich nicht so weit verbreitet wie das bauen von Bomben.
Sollte nach diesem Gesetzesentwurf irgendwann mal auch nur ein größerer Schlag gegen den Terrorismus gelingen (Aufgrund von abgeschöpften Informationen, etc.), hätte sich das System in meinen Augen bewehrt.
Wenn nicht, wird das ganze eh' wieder in der Versenkung verschwinden.
Erinnert sich noch jemand an den Aufschrei vor einigen Jahren, als die Rasterfahndung genutzt wurde, um mögliche Schläfer auszusieben ? Mir ist bis jetzt von der Aktion kein einziger Missbrauch bekannt (große Erfolge allerdings auch nicht) und nach kurzer Aufregung wurde das Projekt wohl sowohl von Überwachern als auch von potentiellen überwachten vergessen und ad acta gelegt.
Wenn du den Staat irgendwann unbequem wirst, wird man schon irgendwas in deiner Vergangenheit finden womit man gegen dich vorgehen kann. Darf ja jetzt alles gespeichert und verwendet werden.
Abgesehen davon, das ich nicht vorhabe dem Staat unbequem zu werden :wink: ist das genau der springende Punkt, den ich auch schon erwähnte : Wenn die Nutzung innerhalb genau definierter Parameter geschied, u. a. mit genau definiertem Ziel (Terrorismusabwehr, bekämpfung
schwerer Kriminalität, etc.) ist das in Ordnung.
Wenn das alles aufgeweicht wird, und der Staat dann damit auch Falschparker, Schwarzfahrer und anderen "kleinkram" verfolgt geht das zu weit.
Nebenbei gehe ich davon aus, das der Staat, wenn er dir wirklich einen reinwürgen will das auch ohne die aktuellen Gesetze kann.Des weiteren leben wir hier immer noch in der BRD, daher kann man zu recht davon ausgehen, das der Staat nur demjenigen "eins auswischen" will, bei dem anlaß dazu besteht.Man sollte das Szenario auch nicht düsterer malen als es ist, hier kann man immer noch "Helmut Kohl find' ich Scheisse" auf'm Rathausplatz schreien, ohne gleich vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden.
Aber das ist auch das ewige Thema zwischen Links und Rechts :
Der Staat möchte angeblich die Möglichkeit zur umfassenden Überwachung seiner Bürger haben (wenn man ihn läßt).
Die einen gehen davon aus, das der Staat das im Sinne hat um seine Bürger 24 Stunden am Tag komplett zu bespitzeln, so quasi als selbstzweck.
Die anderen meinen, das das geschied um Hinweise auf illegale Aktionen verschiedener Schwere zu erlangen.
Ich gehöre (wer hätte es gedacht) eher zu letzteren.
Hey, damit wird den Terroristen ja wunderbar geholfen. Nun können sie so exakte Bomben bauen, die wirklich nur dann losgehen, wenn das jeweilige Opfer auch wirklich in der Nähe ist. ISt ja am RFID-Chip erkennbar.
:wink:
Naja, der heutige Terrorismus hat wohl eher die breite Streuung von Explosionswirkungen im Sinn, vom gezielten aussuchen von Opfern kann da wohl nicht die Rede sein :wink:
Der Pass mit RFID hätte schlicht NIX an der Sachlage geändert, nur die Freiheiten des normalen Bürgers sind beschnitten.
Das mit dem Rechte beschneiden hält sich für mein Verständnis doch arg in Grenzen.
Ob Biometrie-Ausweise oder Mail-Überwachung : Ich habe nichts dagenegen, das der Staat die Möglichkeiten dazu hat, diese Daten zu sammeln und zu nutzen, viel wichtiger wäre es mir das sichergestellt wird, das diese Daten nur zu den von mir schon erwähnten Zwecken genutzt werden und das System nicht über die Zeit aufweicht.