Der
Spiegel-Online Artikel hat darüber noch etwas kritischer berichtet.
Mein Wissensstand (und so auch Handeln) war ja bisher, dass man schon mal von Freunden eine Kopie ziehen kann. Wofür gibt es sonst die pauschale Vergütung auf entsprechende Medien? Aber die Materie wird zusehends komplizierter und nach den letzten Änderungen des UrhG (ganz zu schweige von den anstehenden) habe ich ein bisschen den Eindruck mich auf dünnerem Eis zu bewegen. Aber wahrscheinlich ist das auch beabsichtigt.
Auf verschiedene Fragen habe ich noch keine Antwort, um nur vier zu nennen:
- Zählen Analog-Kopien von kopiergeschützten Werken als Umgehung der Kopierschutzes?
- Muss man eine Privatkopie vernichten, wenn man das Original z.B. über eBay verkauft?
- Welche Kopien werden durch die Pauschalabgabe auf Medien positiv sanktioniert?
- Werden bestehende Kopien nun nachträglich durch die Gesetzesnovelle illegalisiert? (Da gabs doch so etwas wie Rechtssicherheit?)
Also wenns nach mir ginge, würde der ganze bürokratische Overhead GEMA, GVU, GVL, VG Wort&Bild und wie sie alle heißen eingestampft und das Eingesparte dann direkt in die Kulturförderung gesteckt. Labels (im Sinne der traditionellen
Plattenfirmen) werden tendenziell überflüssig. Das Zeigt der Boom bei den Net Labels, die teilweise mit alternativen Lizenzmodellen arbeiten (z.B. Creative Commons). Kulturschaffende sollten sich bewusst sein, dass Kultur etwas ist, das erst einmal grundsätzlich in der öffentlichen Sphäre abläuft (und auch von ihr angemessen alimentiert werden sollte) und das nicht primär der privaten Verwertung unterliegen sollte. Interessanterweise sehen viele das auch so.