Author Topic: Familie = ?  (Read 5627 times)

Kallisti

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Familie = ?
« on: 13 May 2006, 21:15:05 »
Würde gerne mal wissen, was ihr in einer "guten", intakten Familie für wichtig und für typisch haltet? (Wenn ihr´s selber nicht erlebt habt, dann, was ihr für wichtig erachtet.)

Außerdem: Was können/dürfen Kinder von ihren Eltern erwarten und was Eltern von ihren Kindern -> wenn die Kinder erwachsen (bzw. volljährig und schon ausgezogen) sind! ??
Also welche Verhaltensweisen... Was ist wichtig, worauf kommt es an, was macht eine gute Familie aus (von individuellen Einzelheiten mal abgesehen).
Gibt es da allgemeingültige Dinge, Grundsätze, Verhaltensweisen,  Do´s und Don´ts...? (Also Sachen wie Missbrauch meine ich natürlich nicht, das ist klar, dass so krasse Sachen nicht "gehen"! Eher so alltäglichere, zwischenmenschliche Verhaltensweisen meine ich, wie man miteinander umgeht, was wer von wem erwartet und was wer "leistet" - an Hilfe z.B. oder auch wenn´s um Finanzielles geht...).

Gruß, Kallisti
Die einzige Art, gegen DIE PEST zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit." Albert Camus

"Die Leute, die ich gerne habe, die müssen nicht wie ich denken, aber irgendwie müssen sie verstört sein, nicht unbedingt stark, aber bis zu einem gewissen Grad... Die Leute, die ich gerne habe, das waren immer Leute, die irgendwie ihr Leben verfehlt haben..., die irgendwie misslungen sind als Wesen." E.M. Cioran

SuicideSociety

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Re: Familie = ?
« Reply #1 on: 13 May 2006, 22:55:04 »
Quote from: "Kallisti"
Würde gerne mal wissen, was ihr in einer "guten", intakten Familie für wichtig und für typisch haltet? (Wenn ihr´s selber nicht erlebt habt, dann, was ihr für wichtig erachtet.)


Keine Ahnung ... meine Familie bin ich ...

Ich denke mal Zusammenhalt ... und alle positiven sonstigen Eigenschaften

Quote from: "Kallisti"

Was können/dürfen Kinder von ihren Eltern erwarten und was Eltern von ihren Kindern


Wenn man nichts erwartet wird man auch nicht entäuscht  8)

Ich denke ... ist alles eine Frage des Geldes
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PaleEmpress

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Re: Familie = ?
« Reply #2 on: 14 May 2006, 11:10:42 »
Quote from: "SuicideSociety"

Ich denke ... ist alles eine Frage des Geldes

Das ist für mich der Punkt, der am wenigsten eine Rolle spielt.

In der Familie sollte es meiner Meinung nach um die Liebe und den Zusammenhalt gehen, und daß man den anderen mag, weil er eben einfach da ist. Finanzielle Unterstützung sollte daher auch aus dem Grund sein, daß man einem Menschen, den man liebt, aus einer Notlage raushelfen möchte.
Allerdings kann man sich die Familie, im Gegensatz zum Freundeskreis, nicht aussuchen, und jemand nur zu mögen, weil man ja verwandt ist, find ich auch nicht so dolle...

SuicideSociety

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Re: Familie = ?
« Reply #3 on: 14 May 2006, 14:13:11 »
Quote from: "PaleEmpress"
Quote from: "SuicideSociety"

Ich denke ... ist alles eine Frage des Geldes

Das ist für mich der Punkt, der am wenigsten eine Rolle spielt.

In der Familie sollte es meiner Meinung nach um die Liebe und den Zusammenhalt gehen, und daß man den anderen mag, weil er eben einfach da ist. Finanzielle Unterstützung sollte daher auch aus dem Grund sein, daß man einem Menschen, den man liebt, aus einer Notlage raushelfen möchte.
Allerdings kann man sich die Familie, im Gegensatz zum Freundeskreis, nicht aussuchen, und jemand nur zu mögen, weil man ja verwandt ist, find ich auch nicht so dolle...


Na ja ... wenn man nich dem Kind alles kaufen kann was die anderen Kinder auch haben ... ist schon mal eine negative Stimmung da ( wird vielleicht von den anderen Kindern gehänselt oder Ähnliches weil es nicht die neueste Mode , neueste Playstation, etc etc etc hat ) ...

Natürlich gibt es sehr viele 'Schlüßelkinder' bei den die Elternteile oder 'Alleinerziehende' sehr schwer in einem oder mehreren Jobs arbeiten müssen um klar zu kommen und haben oft total überfordert und gestresst gar keine Zeit für die Kinder  ( und für sich selbst erst recht nicht ) ... In sozialschwachen Kreisen gibt es sehr viel kaputte Familien eben weil kein Geld da ist
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Lakastazar

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Familie = ?
« Reply #4 on: 14 May 2006, 18:23:43 »
Geld is eher ein sekundärer Faktor... Denn Wohlstand lässt sich nicht in Geld allein messen...

Wichtig ist Zeit und Kommunikation... am besten is, wenn man von anfang an eine nicht allzusehr einvernehmende gemeinsame "Familian-Kultur" pflegen und teilen würde...
gemeinsame "Rituale" schweißen zusammen...

Problem is nur, wenn sich bereits das Leben der einzelnen von einander entfernt hat...
sprich die Individuation Übermaß genommen hat... is zum teil erfreulich, da die Kinder nicht mehr emotional so abhängig sind, kann zur Differenzierung von den Eltern führen... aber im schlimmen Fall zur Dissoziation, wenn irgendwelche "stillen" Konflikte zum beispiel noch nich wirklich ausgebadet worden sind...
hängt aber auch sehr stark vom umgebenden "Milieu" ab...

Ich glaube kaum, dass diese Verallgemeinerungen hilfreich sind, zumal ich nur aus der Perspektive eines Familien-Kindes und nicht das eines Elternteils sprechen kann und ich denke, dass hier nur die wenigsten prädistiniert sind großartige zufriedenstellende Statements zum besten zu geben :roll:

anyway

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Familie = ?
« Reply #5 on: 14 May 2006, 18:46:19 »
:zzz: wer oder was ist denn heute noch eine intakte familie?
Ich bin unheimlich nett, bis ich dann wach werde.

(http://www.sloganizer.net/bild,anyway,schwarz,gelb.png)

PaleEmpress

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Familie = ?
« Reply #6 on: 14 May 2006, 19:13:37 »
Da kenn ich so einige...

Lilyanar

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Re: Familie = ?
« Reply #7 on: 14 May 2006, 21:45:25 »
Quote from: "SuicideSociety"
[...] 'Alleinerziehende' sehr schwer in einem oder mehreren Jobs arbeiten müssen um klar zu kommen und haben oft total überfordert und gestresst gar keine Zeit für die Kinder  ( und für sich selbst erst recht nicht ) ... In sozialschwachen Kreisen gibt es sehr viel kaputte Familien eben weil kein Geld da ist


Na also ich denke nicht, dass das der Schlüssel ist. :shock:
Selbst wenn die Eltern bzw. der Elternteil noch so viel Zeit und Geld für ihre/seine Kinder übrig haben/hat ist das doch noch lange kein Garant für eine intakte Familie?!
Wenn ich den ganzen Tag bedröhnt in der Ecke liege hat mein Kind reichlich wenig davon, dass ich soviel Zeit mit ihm (unter einem Dach) verbringe. Wenn ich absolut keinen Kopf für die Bedürfnisse des Kindes habe (aus welchen Gründen auch immer - da muss ich nicht erst bedröhnt vor mich hinschimmeln) hat es reichlich wenig davon, dass ich den ganzen Tag zu Hause bin.
Wenn ich allerdings aus den von Dir genannten Gründen wenig Zeit mit dem Kind verbringen kann, die Zeit, die ich mit dem Kind dann jedoch auch bewusst verbringe und mir allerdings ebenfalls bewusst Zeit für mich selbst nehme, hat sowohl das Kind als ich auch reichlich mehr davon, als wenn ich geistesabwesend den ganzen Tag zu Hause verbringe. Und das funktioniert. Eine meiner Freundinnen ist alleinerziehend und voll berufstätig. Also erzähl mir nix (und die CDU erzählt mir da genauso wenig :mrgreen:).

Was ich persönlich für wichtig erachte?
Das Grundgefühl muss stimmen, und das entwickelt sich nicht durch exzessives Zeit-zu-Hause-verbringen.
Ich meine das Gefühl, angenommen zu werden, ganz gleich, was passiert, Halt zu haben und sich geborgen zu fühlen. Kommunikation ist diesbezüglich  ebenfalls unabdingbar - sowohl während dem Aufbau des von mir beschriebenen Gefühls als auch für dessen Instandhaltung.

Edit: Ach ja, und allgemeingültige Spielregeln gibts da m.E. nicht, das muss jede/r selbst herausfinden und austesten.

olli

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Re: Familie = ?
« Reply #8 on: 14 May 2006, 22:04:19 »
Quote from: "Kallisti"
Würde gerne mal wissen, was ihr in einer "guten", intakten Familie für wichtig und für typisch haltet?

warum?

DeLaGuerre

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Familie = ?
« Reply #9 on: 15 May 2006, 15:34:24 »
Egal ob Familie oder sonstige menschliche Beziehungen...

dass jeder "nach seinen eigenen schwierigen Regeln leben" muss, ist ein wichtiger Grundsatz. Man muss nicht alles verstehen, aber es integrieren. Bei allen Versuchen, eine gemeinsame Bindung herzustellen, müssen die "Regeln" für den Einzelnen mit dem größtmöglichen Respekt behandelt werden, auch wenn sie mit Sicherheit nicht alle einzuhalten sind.

Langfristiges Zusammensein  ist nur möglich, wenn man eine Balance findet, sich Freiräume zu schaffen, aber auch immer wieder selbstständig zu signalisieren, dass man Bindung wünscht.
Die "spezielleren" Leute beanspruchen dabei oft mehr Verständnis, aber die "normaleren" haben dasselbe Recht, nach ihren Regeln zu leben.

Wenn nun eine Partei darauf festgelegt wird, die andere zu "verstehen", sie nach ihrem Willen gewähren zu lassen und für sie die Bindung herzustellen, während die andere mehr oder weniger von der Rückendeckung profitiert, sich ihr aber ständig zu entziehen versucht, um noch mehr eigene Regeln aufzustellen, wird es langfristig auf einen Alptraum hinauslaufen.

Wenn Kinder ein solches Verhältnis bei ihren Eltern sehen und entsprechend eine dieser Rollen übernehmen, werden sie sich vielleicht in ihren späteren Bindungen immer wieder unglücklich machen.

Schwarze_Frequenz

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Familie = ?
« Reply #10 on: 15 May 2006, 22:35:32 »
Quote from: "DeLaGuerre"
Wenn Kinder ein solches Verhältnis bei ihren Eltern sehen und entsprechend eine dieser Rollen übernehmen, werden sie sich vielleicht in ihren späteren Bindungen immer wieder unglücklich machen.


Ausschlaggebend für die Persönlichkeitsentwicklung ist ja nun mal größtenteils die Kindheit. Genauer noch, frühe Kindheit. Wer im 1ten Lebensjahr schon mal keine "gesunde" Objektbeziehung aufbauen kann, wird Rest seines Lebens mit anderen Menschen und sich selbst Probleme haben. Depressive Persönlichkeitsstrukturen haben hier schon oft ihren Ursprung.

Im 2ten/3ten Lebensjahr können dann noch Borderline-Persönlichkeitsstrukturen ihren Ursprung finden, wenn das Kind nicht lernt, wie es in seiner Umgebung zunehmend selbstständiger wird.

Wie du schon schreibst, halte ich es in jeder Hinsicht vorteilhaft eine gesunde Balance zu finden. Jemand der das nur unzureichend erleben konnte, hat da schlechtere Karten und wird seine Umwelt immer wieder durch die Ausprägung einzelner Charakterzüge herausfordern.

Wie ich mir eine intakte Familie vorstelle, kann ich nicht sagen. Hab lange überlegt: Doch alles was man sich wünschen könnte, erfordert irgendwo auch ein Gegengewicht. Daran denkt man allerdings bei Wünschen nicht.
ie Menschen sagen ich schau sie böse an, doch es ist mir einfach nur zu anstrengend dauernd die Gesichtswinkel nach oben zu ziehen ;)

Kallisti

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Familie = ?
« Reply #11 on: 16 May 2006, 07:34:32 »
Ok, meine Antworten:

1. Was SuicideSociety über das Geld geschrieben hat, ist schon richtig - ohne Geld bzw. mit nur sehr wenig lässt sich Vieles nicht machen, das für Kinder aber wichtig wäre (z.B. Sport im Verein, Musikinstrument erlernen, Ausflüge, eventuell auch gemeinsame Urlaube, auch das ein oder andere Spielzeug, Fahrräder ... - später dann: Unterstützung bei der Ausbildung etc.)

2.
Quote
Ich glaube kaum, dass diese Verallgemeinerungen hilfreich sind, zumal ich nur aus der Perspektive eines Familien-Kindes und nicht das eines Elternteils sprechen kann und ich denke, dass hier nur die wenigsten prädistiniert sind großartige zufriedenstellende Statements zum besten zu geben Rolling Eyes

(Lakastazar)

Nun, wenn man selbst keine Kinder hat, ist es sicher schwieriger, aus dem Elternblickwinkel zu antworten. Aber gerade als Kind (von Eltern) sollte man sich doch auch fragen, was man für seine Eltern eventuell tun kann oder auch tun sollte (je nach Verhältnis und Umständen) - oder: ob überhaupt und warum oder warum nicht (und diese eigenen Gründe bzw. Begründungen dann auch mal reflektieren - sind sie gerechtfertigt? usw.).


3.
Quote
wer oder was ist denn heute noch eine intakte familie?

(anyway)

Zum einen gibt es da durchaus noch ein paar. Zum anderen: gerade wenn oder weil das aber anscheinend (!?) immer seltener wird, sollte man (gerade deshalb) darüber nachdenken!

4.
Quote
Was ich persönlich für wichtig erachte?
Das Grundgefühl muss stimmen, und das entwickelt sich nicht durch exzessives Zeit-zu-Hause-verbringen.
Ich meine das Gefühl, angenommen zu werden, ganz gleich, was passiert, Halt zu haben und sich geborgen zu fühlen. Kommunikation ist diesbezüglich ebenfalls unabdingbar - sowohl während dem Aufbau des von mir beschriebenen Gefühls als auch für dessen Instandhaltung.

Edit: Ach ja, und allgemeingültige Spielregeln gibts da m.E. nicht, das muss jede/r selbst herausfinden und austesten.

(Lilyanar)

Naja, sicher gibt es da einiges "Familienspezifisches", aber ich denke schon, dass es auch "allgemeingültige" Grundsätze gibt und auch bestimmte allgemein wichtige Verhaltensweisen! Diese würden mich interessieren (welche ihr da wichtig findet...)!
Was du schriebst, ist schon klar, aber eben mir in diesem Falle zu "allgemein" - das ist ja eigentlich bekannt. Wollte eben schon eher "Details" wissen. ;)

5.
Quote
warum?

(olli)

... weil´s mich interessiert und zur Zeit beschäftigt - weil ich mir diese Fragen selbst schon oft gestellt habe und nun gerne wissen möchte, wie und was Andere so denken.

6.
Quote
Langfristiges Zusammensein ist nur möglich, wenn man eine Balance findet, sich Freiräume zu schaffen, aber auch immer wieder selbstständig zu signalisieren, dass man Bindung wünscht.

(DeLaGuerre)

Das ist z.B. so ein Satz, mit dem ich spontan was anfangen kann.  :) Man könnte auch sagen: auf sowas hab ich gewartet. ;) Vor allem was den Schluss angeht: immer wieder signalisieren, dass man Bindung wünscht - und sich so auch verhält!!!

7.
Quote
Doch alles was man sich wünschen könnte, erfordert irgendwo auch ein Gegengewicht. Daran denkt man allerdings bei Wünschen nicht.

(Schwarze_Frequenz)

Auch damit kann ich viel anfangen...! :)

Danke für die bisherigen Beiträge. Vielleicht gibt´s noch mehr?
Die einzige Art, gegen DIE PEST zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit." Albert Camus

"Die Leute, die ich gerne habe, die müssen nicht wie ich denken, aber irgendwie müssen sie verstört sein, nicht unbedingt stark, aber bis zu einem gewissen Grad... Die Leute, die ich gerne habe, das waren immer Leute, die irgendwie ihr Leben verfehlt haben..., die irgendwie misslungen sind als Wesen." E.M. Cioran

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« Reply #12 on: 16 May 2006, 08:37:08 »
Quote from: "Kallisti"
5.
Quote
warum?

(olli)

... weil´s mich interessiert und zur Zeit beschäftigt - weil ich mir diese Fragen selbst schon oft gestellt habe und nun gerne wissen möchte, wie und was Andere so denken.

sorry, mir kommt das so vor, als würde man fragen: "was findet ihr an einem guten, intakten auto wichtig?". dann schreiben die leute: reifen, hupe, lack, sitze, abs und so, und dann ist keiner schlauer.

Lakastazar

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Familie = ?
« Reply #13 on: 16 May 2006, 11:05:53 »
Was Olli anspricht, is schon nich ganz verkehrt...
Es is einfach gesagt, was man machen sollte... aber in der Umsetzung vergisst man ganz schnell, die traurige Realität zu erkennen, dass die "Hindernisse" heute überall präsent sind...

Das Familien-Leben is doch heutzutage extremst dezentralisiert... Eine Flut an Informationen und Tätigkeitsoptionen donnert täglich auf uns ein, wie wir unser Leben gestalten können/zu gestalten haben.
Und das bei immer weniger Zeit, die uns übrig bleibt... weil wir diese ja auch noch nutzen müssen, um das dafür nötige Geld aufzubringen...

Ich denke hier bedarf es einer entsprechenden Aufklärung, um nich die Aufmerksamkeit der eigenen Kinder an diese Informations- und Beschäftigungs-Flut zu verlieren... :roll:

Denn da steckt, wie ich denke, das größte Problem... Medienbedingte Entfremdung

Greifenweib

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« Reply #14 on: 16 May 2006, 19:53:37 »
@ Lakastazar: Medien können Familien auch wieder dichter zusammenbringen, Medium Internet in punkto Kommunikation, für mich sehr wichtig, da Auslandsgespräche doch recht teuer werden können.

Intakte Familie bedeutet für mich, daß ich in meiner Familie immer Rückhalt habe, ich werde bei allem, was ich tue unterstützt. Genauso bin ich aber auch bereit, meiner Familie diesen Rückhalt zu gewähren. Dann Rituale: Sind für mich als Kind sehr wichtig gewesen, zB. gab es Abends immer das gemeinsame Abendessen, da man sich tagsüber eher weniger gesehen hat.

Und Harmonie ist für mich gar nicht mal das Wichtigste, Knatsch gab's bei uns öfter mal, da ich auch heftigst Grenzen austesten mußte.  :roll: