So, Schonzeit war nu lange genug.
Muss diese alte Kamelle hier einfach nochmal durchlutschen. Hat mit bevorstehendem christlichen Fest nichts zu tun - beschäftigt mich einfach immer noch/immer wieder bzw. jetzt erst recht ... (aus pers. Gründen, mehr oder weniger aktuellen Geschehnissen).
Mir stellt sich immer noch (

) die Frage, ob insbesondere Eltern von ihren Kindern etwas erwarten dürfen oder viel mehr, ob Eltern nichts von ihren Kindern erwarten dürfen? Falls doch - was? Falls nicht - warum nicht?
Sicher, diese Frage könnte ich auch anderen Eltern stellen - mach ich auch. Aber mich interessiert vor allem die Antwort aus (der) Perspektive erwachsener Kinder.
Wie ich in "Liebe" schon anmerkte, bin ich mittlerweile der Ansicht, dass es faktisch gar keine bedingungslose Liebe gibt, dass also auch (und "sogar") Elternliebe nicht bedingungslos ist. Wenn man es nüchtern und ehrlich betrachtet (statt sich in die eigene Tasche zu lügen).
Ich weiß, ich soll wohl wieder persönlicher werden. Ja, das ist halt immer doch eine Gratwanderung.

Zunächst stellte sich mir die Frage halt ganz einfach und naheliegend aus der Sicht der ("erwachsenen") Tochter. So ungefähr: was bin ich (wenn) meinen Eltern "schuldig", bin ich ihnen gegenüber (moralisch?) zu etwas (was?) in irgendeiner Weise verpflichtet (oder empfinde ich es ggf. nur so?) usw. ? Aber das klingt schon recht negativ und führte leider auch schon wieder zu weit in meine persönlichen Hintergründe.
Aktuell stelle ich mir die Frage nun aus der Sicht der Mutter (eines noch nicht erwachsenen, aber fast volljährigen Kindes).
In den bisherigen (alten) Beiträgen klang ja immer wieder an, dass "intakte Familie" u.a. auch sehr dadurch gekennzeichnet ist (oder dass die Idealvorstellung davon ist), dass Eltern immer "da sind", Verständnis, eine offene Tür, ein offenes Ohr haben, die Kinder akzeptieren, respektieren, unterstützen - "egal, was so passiert" ...
Aber sehen wir es doch bitte mal aus der Sicht der Eltern: Ihr, als erwachsene Kinder (von Eltern) - also nicht als Eltern (da gibt es hier ja nicht soo viele

).
Seid ihr der Meinung, eure Eltern dürfen/können/sollen von euch nichts erwarten, einfordern oder erbitten? - Klar, die Frage ist, was gemeint ist. Aber eben - das kann ich selbst leider nicht beantworten.
Ich meine nun nicht so ganz profane Dinge wie Unterstützung in Alltagsdingen (obwohl das heute auch nicht mehr selbstverständlich zu sein scheint - wenn Eltern ihren Kindern schon Geld dafür geben, wenn die erwachsenen Kinder mal bei etwas mithelfen - bspw. Renovierungsarbeiten oder Ähnliches).
Eher doch in Richtung Zusammenhalt. Dürfen Eltern von ihren Kindern Solidarität und Loyalität erwarten? Oder sind diese Begriffe in diesem Zusammenhang völlig unpassend??
Oder auch anders gefragt: Wie weit muss die elterliche Opferbereitschaft gehen, damit Eltern "gute" Eltern sind?
Vielleicht ist das alles doch zu pauschal und wenig detailliert, als dass man darauf antworten kann. Wahrscheinlich ist es das. Trotzdem suche ich nach Antwort(en ?). Und ich finde nicht, dass das immer individuell gesehen werden muss.
Was macht eine stabile, "gesunde" Familie also aus - wenn die Kinder volljährig und "aus dem Haus" sind? ??
Welchen Stellenwert, welche - positive? negative? ... ? - Bedeutung, welche Relevanz haben eure Eltern für euch (heute noch oder
wieder?) - oder eben auch nicht?
Ich könnte auch eher fragen: Welchen (emotionalen!) Bezug habt ihr heute zu euren Eltern (noch?)? Und wie zeigt sich dieser Bezug bzw. diese Beziehung im Kontakt mit euren Eltern - worin, wodurch drückt sie sich aus?
Und: Haben Eltern das Recht, die Tür für ihre Kinder
nicht immer (nicht unter allen Umständen - nicht: "bedingungslos") offenzuhalten? Unter welchen Umständen? - Oder sind sie eurer Meinung nach dann "Rabeneltern" ... ?