Ich finde es völlig in Ordnung, wenn ein Mann, der eine Belästigung sieht, von sich aus zu dem Kerl/Mensch hingeht und sagt: "Hey, mal langsam!" Man muss ja nicht gleich zu erkennen geben, dass man es auf eine körperliche Auseinandersetzung anlegt - eher so in der Art: "Vorsicht, du gehst zu weit!"
Dazu genügt manchmal nur eine symbolisch "dazwischengehende" Handhaltung und ein leichtes Kopfheben.
Wenn ich von jemandem UNANGENEHM berührt werde (denn nicht jedes Antanzen ist Belästigen!), versuche ich mittlerweile nicht mehr, durch Ellenbogen-Ausschlagen etc. subtil drauf hinzuweisen, dass ich das nicht will. Wer ungefragt in meinen Privatbereich eindringt, wird als Feind erkannt und rausgebissen. Ich schubse dann, ohne groß nachzudenken, oder drücke die Leute mit der Hand weg. Wenn das nicht reicht, gehe ich weg, denn in dem Fall legt es der "Gegner" auf körperliche Konfrontation um jeden Preis an. Und selbst wenn ich emanzipiert bin, finde ich Prügelszenen in der Disco abtörnend.
Vermutlich würde ich dann zum Barkeeper oder Türsteher gehen, aber nicht einen Begleiter vorschicken. Schließlich ist ein solcher Störenfried bestimmt nicht nur an mir als "Opfer" interessiert.
Allerdings habe ich es auch schon erlebt, dass solche Beschwerden nicht ernstgenommen werden. In meiner Stammdisko beispielsweise gab es jemanden, der bekanntermaßen Lokalverbot in mehreren Kneipen hatte und als "gefährlich" galt. Als ich mal an die Reihe kam, von ihm bedroht zu werden, schauten alle weg bzw. ging keiner auf meine Beschwerde ein - mit der Begründung, er würde andernfalls richtig zuschlagen. Da ging ich dann eben nach Hause. Die Polizei wäre sicher der bessere Weg gewesen, aber ich war so sauer auf die Disko-Mannschaft....