Author Topic: gesunde Sexualität?  (Read 5117 times)

RaoulDuke

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Re: gesunde Sexualität?
« Reply #105 on: 28 January 2012, 18:53:16 »
zum thema sex mit tieren: um das genannte beispiel von oben auf zu nehmen; ein hund der jemanden bespringt ist natürlich weniger schlimm, als ein aufgeschnittenes tier, aber ein hund der von einem mann besprungen wird...scheint mir fast schlimmer...
nicht, daß ich jetzt irgendwas davon rechtfertigen möchte, aber wie ist das mit der Gleichberechtigung vereinbar?

Hmm, das ist wirklich eine interessante Frage, weil sie darauf hinausläuft zu fragen, was Gleichberechtigung eigentlich ist.

Haben Mann und Frau das gleiche Recht zu Sex mit Tieren, auch wenn es bei Männern ggf. weniger tierfreundlich ist?

Mädels in Bars kriegen immer die Drinks umsonst wenn sie es drauf anlegen und die Anatomie mitspielt. Bei Männern mit gleichen Voraussetzungen sieht es (oftmals zumindest) anders aus. Wo ist da die Gleichberechtigung?

Und dass die Frauen den ganzen Stressen mit dem Kinder auf die Welt bringen haben... Gleichberechtigung?

Mannomann denkt schon wieder kompliziert
RaoulDuke
The Edge... there is no honest way to explain it because the only people who really know where it is are the ones who have gone over.

Hunter S. Thompson

t_g

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Re: gesunde Sexualität?
« Reply #106 on: 28 January 2012, 20:49:58 »
Provokativ wieder drauf, hmm? ;)
empfandest du das schon als provokativ? Also du solltest mich echt besser kennen. 8)

Quote
Dass es rein gar keine Versuche am lebenden Objekt erhielt (weil Versuche an Menschen dann ja genau genommen auch nicht möglich sind, ein Mensch ist ja auch ein Tier ;) ), kann man dann schon mal verschweigen - und dass das Wissen um die Wirksamkeit des Medikaments nicht da ist, ebenso.
Insofern wird das "Gegenargument" des Nicht-Getestetseins dem Käufer im Zweifel erst gar nicht bekannt sein.
also das Argument, der Mensch sei ja auch nur ein Tier, ist in dem Kontext echt dööflich. Von den gesetzlichen und medizinischen Standpunkten mal abgesehen, kann ein Mensch frei entscheiden, ob er sich für Medikamentenstudien zur Verfügung stellt oder nicht. Daher wäre es kein Problem, auch ein tierversuchsfreies Medikament an Menschen zu testen.

Multivac

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Re: gesunde Sexualität?
« Reply #107 on: 30 January 2012, 11:22:17 »
Hm, ja, so meinte ich das auch eigentlich, da man wohl bei einem männlichen Hund nicht davon ausgehen kann, daß man ihn dazu zwingen kann. Ich kann mir das zumindest schlecht vorstellen. Daß die Initiative zuerst von der Frau ausgehen muss, in dem sie dem Hund die Möglichkeit bietet, ist klar. Aber sorum kann ich mir zumindest vorstellen, daß es dem Hund nicht "schadet"... zumindest im Vergleich zu Tierversuchen, wie die, die Multivac beschrieben hat.
Meine Güte, das ist schon ein krasses Thema und eigentlich wollte ich gar nicht so genau darüber nachdenken. ::)
ich würde mal auch denken, daß der hund nicht wirklich leidet. und auch beim bauern, der sein lieblingsschaf fickt, bestünde die frage, ob das dem schaf wirklich was ausmacht. das müßte man also bei jedem tier größen-/proportionstechnisch abwägen. das ist aber nur die leid-/schmerzseite. insofern hat julya mit ihrem beispiel ins schwarze getroffen. der menschliche verstand, unsere normen, unsere moral dichtet den rest dazu, was erlaubt ist und was nicht, was unzüchtig, unnormal oder unethisch ist. und zwar allein aus anthropozentrischer, egoistischer sicht.


Daher wäre es kein Problem, auch ein tierversuchsfreies Medikament an Menschen zu testen.
Da wären sicher einige Ethikkommissionen dagegen  ;)
« Last Edit: 30 January 2012, 11:24:22 by Multivac »
Blut, Gehirn, Massaker

t_g

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Re: gesunde Sexualität?
« Reply #108 on: 30 January 2012, 12:12:59 »
Daher wäre es kein Problem, auch ein tierversuchsfreies Medikament an Menschen zu testen.
Da wären sicher einige Ethikkommissionen dagegen  ;)
das erwähnte ich weiter oben ja auch schon. Allerdings wäre hier der militante Tierschützer deines Vertrauens gefragt, um nun zu argumentieren, daß es sicher nicht ethischer ist, ein Tier mit diesen Versuchen zu quälen anstatt eines Menschen, der sich dazu freiwillig meldet. ^^

Multivac

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Re: gesunde Sexualität?
« Reply #109 on: 30 January 2012, 12:51:03 »
...kann ein Mensch frei entscheiden, ob er sich für Medikamentenstudien zur Verfügung stellt oder nicht. Daher wäre es kein Problem, auch ein tierversuchsfreies Medikament an Menschen zu testen.
hachja, ok, du meinst den menschen an sich. bei solch verschwurbelten themen verliert man leicht den überblick. ::)

« Last Edit: 30 January 2012, 12:54:13 by Multivac »
Blut, Gehirn, Massaker

Kallisti

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Re: gesunde Sexualität?
« Reply #110 on: 03 February 2012, 12:40:49 »
Um doch mal wieder einen kleinen Schlenker zum Thema zurückzumachen - interessante Sendung im Deutschlandfunk/Deutschlandradio heute

http://www.dradio.de/rss/podcast/sendungen/lebenszeit/

(bitte auf "Direkter Link zur Audiodatei" klicken und vom Anfang nicht abschrecken/langweilen lassen)


Da ging es bpsw. wieder mal um Pornographie - es wurde gesagt, sie sei reaktionär (wegen der Macht-/Unterwerfungsgeschichte), schwierig vor allem für Kinder bzw. Jugendliche/Heranwachsende - weil sie bei diesen doch viel Unsicherheit und Druck erzeugte und falsche Vorstellungen von "realistischer, gelebter" Sexualität (zwischen "normalen" Menschen - also: Nicht-Pornodarstellern).

Auch "Porno-Rap" wurde wieder mal angesprochen - er befördere das eigentlich längst überkommene Denken/Einstellung eine Frau sei Hure oder Heilige (je nachdem, welche bzw. wieviel "sexuelle Erfahrungen" sie ab/in welchem Alter gemacht hat oder auch nicht ...) und auch hier werde vermittelt, Sex habe eigentlich mit Schmerz und Gewalt einherzugehen (wenn er "normal", "gut", "richtig", "geil" ... ist bzw. sein soll).

Einerseits wüssten die heutigen Jugendlichen durchaus, wo Grenzen seien, was sie nicht wollen ..., sie würden nach wie vor Romantik und Zärtlichkeit ... mögen, wollen ... - andererseits gebe es aber auch viele, die sich mit/an Pornoinhalten und -darstellern messen bzw. orientieren, sich damit vergleichen und dadurch also massiv verunsichert würden bzw. ein sehr verzerrtes Bild von "realer" Sexualität bekämen ...

Auch youporn (? sorry: das kannte ich bis dato nicht - muss man das? Is das ne Bildungslücke?  :D  :D ) sei eben nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern frei zugänglich und Kinder würden mit den dort gezeigten Praktiken, mit vor allem der Gewalt im Zusammenhang mit Sex (auch: Sex mit Tieren  ;) etc.) überfordert und "verletzt", wovor es also keinen wirklichen Schutz gebe - Eltern haben da nur relativ begrenzte Möglichkeiten und totales Verbot is ja auch immer schwierig (grade bei Pubertierenden ... ... ...).

Es müsse also mehr Schutz für die Kinder und Jugendlichen geben - was die Zugänglichkeit und Konfrontation mit Porno angeht.


Gut - hier gibt´s ja kaum bis gar keine Leute, die Kinder im Alter zwischen etwa 10 und 18 Jahren haben (außer mir  ;D ) - aber vielleicht kann man das trotzdem mal diskutieren?


Angesprochen wurde auch, dass Heranwachsende sich durch Pornos besser aufgeklärt fühlen als durch Eltern oder auch Schule und viele würden immer noch durch die Bravo "aufgeklärt"/informiert.

Klar, ich mein - da könnte man vlt. aber doch ganz leicht was dran ändern oder? Nicht nur die Eltern selbst, sondern auch die Schule (Bio-Unterricht bspw.).

Warum nicht sexuelle Praktiken ansprechen? (Je nach Alter und Interesse der Kinder/Jugendlichen und in gewissem "Rahmen".)

Warum muss es so dröge und öde sein? Es wird da doch eigentlich nichts vermittelt, das die meisten Kids in dem Alter ohnehin schon wissen.

Sie wollen aber wissen, "wie etwas geht" ... Warum also nicht auch mal über Fellatio und Cunnilingus sprechen? Ohne (Leistungs-) Druck zu erzeugen, is schon klar. Warum nicht über Zungenküsse sprechen? Und angeblich ist im heutigen Aufklärungsunterricht auch nicht die Rede von Homosexualität, Bisexualität und Masturbation.  ?


Aber sie wollen es doch wissen - also holen sie sich ihre Info woanders ...  :-\


Klar, da muss man sich keine Pornos für angucken, um sich zu informieren. Und klar sollen Elfjährige auch nicht schon alles selber ausprobieren. Aber: es gibt Bücher ... es gibt die Möglichkeit zum Gespräch - jedenfalls sollte es die geben: zu Hause (Eltern) und in der Schule.


Nein? -- Was is daran so schwer (wenn man selber erwachsen ist!)??


Ach ja - gesagt wurde auch, dass die Heranwachsenden oft keine Begriffe, Ausdrücke hätten - bpsw. für die Geschlechtsorgane. Sie übernähmen daher auch oft die "Porno-Rap"-Ausdrücke. Weil anscheinend "Penis", "Scheide" ... so uncool oder zu steif (<-nein, das is jez keinen Lacher wert  ;D  ::) ) sind, schwerer über die Lippen gehen als Schwanz oder Votze - schreibt man das eigentlich mit "F" oder mit "V"?  :D  ::) ...

Is doch irgendwie auch arm oder? Dass man da entweder nur "klinische" oder vulgäre, "abwertende" Ausdrücke für hat.

« Last Edit: 03 February 2012, 12:54:05 by Kallisti »
Die einzige Art, gegen DIE PEST zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit." Albert Camus

"Die Leute, die ich gerne habe, die müssen nicht wie ich denken, aber irgendwie müssen sie verstört sein, nicht unbedingt stark, aber bis zu einem gewissen Grad... Die Leute, die ich gerne habe, das waren immer Leute, die irgendwie ihr Leben verfehlt haben..., die irgendwie misslungen sind als Wesen." E.M. Cioran

EL

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Re: gesunde Sexualität?
« Reply #111 on: 23 March 2012, 21:59:56 »
A practical example....
When my daughter was 10 years old, I took her to the sauna together to satisfy her curiosity about the structure of the male genital organs.   ;)
Along the way I was able to respond to more specific questions of the child.   ;)  :D