Früher musste ich mir mal den Spruch anhören, daß gewisse Freunde sagten, sie seien "trotzdem" mit mir befreundet, obwohl ich nicht Christin sei.
Wie tolerant! Dankeschön...
Aber die haben genausoviel (oder wenig) gelästert, gelogen und Quatsch gemacht wie ich, nur eben mit Heiligenschein.
Und das war der einzige Unterschied, den ich jemals festgestellt habe.
Wenn sich mal jemand zu einer "guten Tat" überwinden konnte, war die Begründung "weil ich Christ bin".
Tolle Begründung... Nicht, weil man sich Gedanken gemacht hat, vielleicht aus einem Gefühl von Mitgefühl oder Verständnis, nein, weil man "Christ" ist.
Im Vordergrund wurde geheuchelt, im Hintergrund die eigentlichen christlichen Werte mit Füßen getreten.
Schon ätzend, wenn man durch seine Religion gezwungen ist, als "Gutmensch" zu leben...
"Ned Flanders" aus den "Simpsons" ist ja ein gutes Beispiel dafür.
Das begrenzt sich aber nicht auf das Christentum, sondern alle Menschen, die sich durch ihre Religionsangehörigkeit (meist insgeheim) als wertvollere Menschen einstufen.
Ich denke mal, jemand, der im Einklang mit seinem Glauben lebt, geht damit weder hausieren (oder missionieren) noch stellt er sich über nicht- oder andersgläubige.