Mal davon ab: Wer sagt, daß wir uns nicht einfach evolutionär weiterentwickeln? Warum solte der Homo sapiens die Endstufe der menschlichen Evolution darstellen? Warum sollen nach dem Homo erectus, dem Cro Magnon-menschen und dem Homo sapiens nun Schluß sein? Beim aktuellen Stand der menschlichen Spezies halte ich eine Weiterentwicklung für wahrscheinlicher als das Aussterben.
Oh ja. Das ist auch so eine Sache, die der menschlichen Arroganz gern mal entgeht. Nur weil wir über solche Dinge reflektieren können, sind wir noch lange nicht "angekommen".
Es gibt ja auch kein Ziel. Lediglich dauert es mit der menschlichen Evolution ob der geringen Reproduktionsraten.
Nein, keine uns bekannte Katastrophe kann auf einen Schlag alles menschliche Leben auslöschen ohne den Planeten für Säugetiere komplett unbewohnbar zu machen. Doch selbst dann haben wir noch Fische, Reptilien, Insekten, Spinnen und Kleinstlebewesen...
Ja, wir sind viele. Das hängt allerdings nicht damit zusammen, dass wir so unglaublich gut auf Reproduktion spezialisiert sind. Wir werden einfach nur scheiße alt. Es ist amüsant zu lesen, lieber Eisbär, dass du dich an fiktiven nicht definierbaren Spekulationen hochziehst und diese mit fiktiven nicht definierbaren Spekulationen aushebeln möchtest.
Dennoch übersiehst du einen wichtigen Punkt. Die Gattung Mensch ist auch mit 7.000.000 Restexemplaren nicht ausgestorben.
Irgendetwas Fiktives muss zum Sterben der anderen fiktiven 90% geführt haben. Dieses Irgendwas wird sich negativ auf die Geburten auswirken. Evolution funktioniert nur durch genetische Veränderung. Genetische Veränderung funktioniert nur durch Reproduktion.
Wie wird nach einem Kometenhagel, welcher die Erde nur durch Zufall nicht in tausend Teile zerschmettert hat, die Luftzusammensetzung aussehen? Wie wird sich diese auf die Atemwege der Neugeborenen auswirken? Wie wird in dieser veränderten Umgebung Hygiene aufrecht zu erhalten sein? Wie wird sich der Befall durch Parasiten verändern? Wie wird sich die so entstandene Lebensraumknappheit auf die Aggressivität von einigen Raubtieren auswirken?
Jede ach so kleine Katastrophe kann und wird Folgen nach sich ziehen, welche einfach nicht abzuschätzen sind.
Es ist Endzeit zu behaupten, ein Ereignis könnte den Menschen auf einen Schlag ausrotten. Das wird es nicht. Es kann allerdings den Grundstein dazu legen, dass die Art aussterben wird. Weder Klimawandel noch das Ozonloch noch das Waldsterben noch Lieschen Müller wird das hinbekommen. Das Ozonloch überstehen viele maximal pigmentierte. Selbst wenn durch die globale Erwärmung Stuttgart die nördlichste Hansestadt von Restdeutschland wird interessiert das die Art Mensch erst einmal nicht sonderlich.
Deshalb aber davon auszugehen, der Mensch sei unausrottbar ist typisch Bewusstsein. Die evolutionäre Veränderung ist sichtbar.
Schau dir wie bereits geschrieben die zwölfjährigen Mädelz an. Die Evolution hat geschnallt, dass 1,7 Kinder pro Familie ein beschissener Schnitt im Punkte der Reproduktion sind. Dementsprechend werden die Reize schon früher prägnant ausgebildet. Kondomen und sexueller Aufklärung sei Dank wird die 'Verführung Minderjähriger' kaum zu Nachwuchs führen. Sehr im Sinne des menschlichen Bewusstseins, ein Schlag ins Gesicht für die Evolution.
Warum gibt es keine 90%ige Immunität gegenüber Aids? Es ist ein genetischer Defekt und daher sollte es doch genetisch bedingt heilbar sein. Weil sich HIV-Infizierte nicht fortpflanzen. Moral und Bewusstsein verbieten es ihnen. Meiner Meinung nach prima, niemand sollte mit dem Scheiß geboren werden. Die Evolution kann da nichts machen.
Warum gibt es keine 90%ige Immunität gegenüber Hautkrebs?
Kalkleiste muss sich nicht 8 Stunden in die knallende Sonne legen, dann passiert auch nix. Die Hautpigmentierung passt sich der normalen Umgebung an. Diese Immunität würde dafür sorgen, dass viel Sonnenlicht nötig ist um Vitamin D zu produzieren. Das ist sinnlos.
Warum gibt es keine 90%ige Immunität gegenüber Brustkrebs und Prostatakrebs?
Das Zeugs ist bedingt durch die Überflutung des Körpers mit Sexualhormonen. Jeder Zyklus der Frau, welcher kein Kind zur Folge hat, steigert das Risiko. Jeder Sexualakt des Mannes, vor allem im hohen Alter, steigert das Risiko.
Sicherlich ließe sich durch Evolution was machen. Dafür müsste der Krebs vererbt werden. Beim Zusammenbau des Nachkommens müsste genetisch getestet werden. Die Fehlerrate ist hoch.
Das menschliche Bewusstsein geht seit Langem nicht konform mit dem Vorhaben der Evolution, nämlich dem Arterhalt und der Weiterentwicklung. Das ist aus meiner Sicht auch völlig okay.
Ich lebe damit, dass ich auf Grund lahmer Evolution Einlegesohlen in meinen Stiefeln tragen muss.
Doch sollte man sich diesen Punkt immer vor Augen halten, wenn man an der Unausrottbarkeit des Menschen festhält oder behauptet, es müsse schon alles Leben komplett zerstören.
Preisfrage: was tut Mensch, wenn 90% aller größeren Säugetiere ab 60kg plötzlich durch besagte Meteoritenhagel ausgerottet wurden?
(Extra für Eisbär: die atomaren Sprengköpfe, die ins All gefeuert werden, haben lediglich verhindert dass der Planet in Tausend Teile zersplittert und 80% der Meteoriten von ihrem Kurs abgebracht. Die alliierten Streitkräfte haben nichts mehr)
Gern kann man hinzunehmen, dass die Einschlagsorte für die nächsten 100 Jahre für jedwede Säugetiere unbewohnbar sind, da die Meteoriten so nett waren einen Teil der auf sie geschossenen Radioaktivität wieder hier herunter zu bringen.
Was passiert?
Keine Massentierhaltung mehr, keine Einkaufszentren und mit nem Akkuschrauber kannst du so lange verletzte Rehe mafiatechnisch hinrichten bis der Akku leer ist. Herzlichen Glückwunsch, es überleben die unzivilisierten naturverbundenen Völker. Die, die sich durch dämliche Glasperlen und eingeschleppte Krankheiten nahezu haben ausrotten lassen.
Diese können überleben. Vorausgesetzt, sie reproduzieren sich entsprechend.
Diese Voraussetzung kann nicht als gegeben angesehen werden, da niemand weiß, wie sich die Veränderungen auf die Geburten auswirken.