Also abgesehen von den Magazinen, die ich so bekomme, kaufe ich in unregelmäßigen Abständen auch immer noch andere Musik-Mags. Naturgemäß überschneiden sich viele der Artikel; allerdings setzt jedes Mag. – wenn auch nur schwach wahrnehmbar – andere musikalische Prioritäten, so dass es tatsächlich manchmal noch etwas Neues zu entdecken gibt.
Zum massiven Werbeaufkommen in den Musikzeitschriften: Natürliche Folge rückläufiger Verkaufszahlen. Wie man hier ja schon sehen kann, kaufen immer weniger Leute Musikzeitschriften und greifen – wenn sie denn überhaupt Informationen wollen und nicht nur schnell mal Musik konsumieren – eher auf Quellen aus dem Internet zurück, die zumindest mal höhere Aktualität versprechen. Da Druckkosten, Gehälter etc. dagegen steigen und diese mit den Einnahmen durch Verkäufe nicht zu decken sind, müssen sich die Mags. anderweitig behelfen, um überhaupt noch bestehen zu können. Mit dem Ergebnis: Mehr Werbung – weniger Unabhängigkeit – weniger Glaubwürdigkeit – weniger Käufer – noch mehr Werbung usw. usw.
Der Zeitpunkt, an dem es gar keine Musik-Mags und CDs mehr gibt, sondern alles nur noch online und „körperlos“ konsumiert wird, erscheint da gar nicht mehr so fern …