Sozusagen eine Art "keine Freischaltung eines Neu-Users ohne Gallerybild oder Avatar von sich selbst", so ähnlich wie im SG?
Klingt erstmal kurios, die Idee finde ich aber gar nicht so schlecht. Es geht auch schnell Trolllust verloren wenn Leute wissen, dass sie auf den Blödsinn den sie einfach mal aus Spaß an der Freud' verzapfen auch im RL darauf angesprochen werden können. Beste aktuelle Beispiele: Mummelsdorferin und Quatsch_mit_Soße. Ob sie auch so rumgepupt hätten wenn sie wüssten dass sie erkannt werden?

Zum zweiten: Warum Foren sterben oder in ihnen nicht mehr so viel passiert, kann manchmal auch daran liegen, dass die Forenmitglieder ihre Kommunikation auf andere Ebenen verlagert haben wie z.B. private Treffen, Telefonate, icq, etc.pp. - etwas, das ich beispielsweise zu einem großen Teil beim Humbug vermute. Die User dort sind ja nicht weg, sie unternehmen auch viel miteinander weiterhin, aber die Kommunikation findet eben nicht mehr primär über das Forum statt.
Dasselbe kann hier auch stattfinden oder stattgefunden haben: Jene, die sich sympathisch sind, treffen sich vermehrt (ich erinnere nur mal an den Stammtisch, der tatsächlich eine mittlerweile recht große Schnittmenge an Stammpublikum hat wovon viele aber wenig bis gar nichts hier schreiben), kommunizieren abseits des Forums viel, und so wird der Weg über das Forum zunehmend unwichtiger.
Das Ergebnis daraus ist: Diejenigen schreiben nicht mehr so viel weil sie ihre Zeit für den direkten Kontakt "opfern" und nicht mehr so viel im Forum aktiv sind. Das ist dann die Chance für besagte anonyme Trolle. Jene sorgen für viele sinnlose "Diskussionen". Neue wie alte User sehen das - und haben keine Lust mehr, ihre Freizeit für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Trollen zu opfern und stellen ihren Unmut eher indirekt dar - indem sie ihnen mit Offtopicgelaber unter Nichtbeachtung jener begegnen.
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Wie man die Spirale aufhalten kann?
* colourize' Vorschlag mit Aufhebung der Anonymität finde ich ausgezeichnet.
* Nicht mal dem Stilprinzip, das hier ja sehr in Mode gekommen ist, des Bashings und/oder provozierenden Nichtssagkommentars erliegen, sondern selbst Sinnvolleres sagen. (ob das Bombe wohl schafft? Tja - manchmal schon ...

).
* Ansonsten bleibt einfach nur try & error: Also mal sinnvolle Themen eröffnen, sie auch mit dem nötigen Ernst vorstellen, und hoffen dass jene, die daran ein ernsthaftes Interesse hegen, sich getriggert fühlen genau darauf auch zu antworten.
Aber, btw., wo soll dieses Forum denn eigentlich hin? Den Typ der User kann man ja nicht einfach austauschen.

Es gibt nun einmal den konservativen Thomas, den linken colourize, den -wie hat kb mich genannt?- pseudophilosophischen messie, die zynische danny, die linksemanzipierte Lilyanar, den Antibeitragsliebhaber Bombe usw. usw. - die Positionen sind klar verteilt, die auch nicht so ohne weiteres auch nur irgendwer hier aufgeben möchte oder jemals aufgegeben hat.
Wozu Diskussionen führen wenn die Positionen ohnehin bereits verhärtet sind?
Daran kann es eben auch liegen: Dass jene, die dieses Board als Diskussionsboard schätz(t)en ob dieser Stereotypen längst abgewandert sind oder eben nichts mehr hierzu beitragen.
Ich würde jedenfalls viel eher etwas von einem Rick Deckard oder Kenaz lesen als von einem Eric Harris. Da macht dann das Sich-Zeit-Nehmen für deren Beiträge auch Spaß.
