hm wenns mir erlaubt ist, auch eine Vermutung aufzustellen.....auch wenn ich mal ein wenig an der gesellschaftlichen Entwicklung kratze
Krieg ist so alt wie der Mensch selbst und daher der Kampf um Selbstbestimmung, Freiheit oder Macht tief in uns verwurzelt. Schaut man sich jetzt die deutsche Geschichte der letzten 60 Jahre an, wird man keinen einzigen Krieg finden. Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges gab es in kurzen Abständen immer militärische Konflikte, nicht umsonst verbindet man in der Geschichte oft Deutschland mit Militarismus. Aber nun haben wir seit mehr als 60 Jahren Frieden und nur ein geringer Anteil der Deutschen weiß noch, was Krieg wirklich bedeutet.
An dieser Stelle, so stell ich mir das vor, setzt eine interessante Kombination der Menschlichkeit ein. Einerseits natürlich die Sehnsucht nach Anerkennung, denn nur dann kann man sich wirklich in dieser Gesellschaft behaupten. Diese Anerkennung kann man sicherlich auf vielerlei Wegen erlangen, wenn man entsprechende Leistungen bringt, die von einer größeren Menschenmenge auch wahrgenommen werden. Das wären beispielsweise militärische Leistungen, so seltsam das klingen mag, aber kaum etwas toppt den Ruf eines Kriegshelden. Und viele wollen einfach Helden sein.
Wenn ich mir diese Erlebnisberichte hier so durchlese, erinnert es mich an die Aufzeichnungen aus dem deutschen Kaiserreich vor dem 1. Weltkrieg. Militär war das non plus ultra, wer konnte suchte sich irgendeine Position direkt in der Armee oder in einem der zahlreichen paramilitärischen Organisationen. Die Menschen sehnten sich nach Krieg, das Leben war quasi langweilig. Vergleicht man das mit heute....nun ja es kommt einem so vor als sehnten sich die Menschen wieder nach etwas Großem. Militär und Waffen sind immer etwas Großes. Doch irgendwie scheint das eine Art Spiel geworden zu sein. Besonders im Bereich der Unterhaltungselektronik hat Krieg in Form von Spielen und Filmen seinen Weg gefunden. Gerade bei Spielen wie Battlefield oder Call of Duty, in denen man virtuelle Gegner umbringt, die aber Menschen darstellen, steigert sich sicherlich auch die Lust das mal selbst zu erleben. Aber es ist eine falsche Vorstellung......jeder Schuss ein Treffer, wenn der Gegner mal trifft, ist man nicht sofort tot, und stirbt man doch mal...dann dauerts 10 Sekunden und man ist wieder da. Den Schrecken des Krieges verschleiern solche Medien gern mal.
So nun habe ich viel und nichts gesagt, wie mir scheint. Ich würde dieses militärische Gerede einfach als eine Art Suche nach Anerkennung sehen und die Sehnsucht....sich zu beweisen und eben wie gesagt...ein Held zu werden