Ohje...was für ein Thema...da prallt mal wieder Unwissen mit völlig überkommenen und tradierten Weltanschauungen zusammen...schrecklich.
Nicht, dass ich jetzt Lust hätte, hier zu referieren, wer das in ausführlich haben möchte, kann mich gerne mal anderweitig ansprechen. Nur soviel:
Weltweit wird derzeit ca 6-7% der benötigten Primärenergie aus Atomkraft und ca 14% aus regenerativen Energien erzeugt. Bei den derzeitigen Wachstumsraten insb. der Windenergie stellt es weder ein technologisches noch ein finanzielles Problem dar, mit der regenerativen Energie eine Substitution der Atomenergie zu erreichen.
Alleine in Deutschland befinden sich derzeit knapp 30 große Offshore-Windparks in der genehmigung beim BSH in Hamburg, zwei davon sind bereits genehmigt und in der ersten Ausbauphase. Die Parks werden Anlagenzahlen von bis zu 80 WEA haben, je Anlage eine Leistung von 5 MW. Selbst bei einer sehr zurückhaltenden Ausbauprognose kann man von einer (allein Offshore) installierten Mindestleistung von 5000-8000 MW (in Deutschland) im Jahre 2015 ausgehen. Angepeiltes Ziel der Bundesregierung und der involvierten Unternehmen sind 25000 MW bis 2030. Das entspräche einem Anteil von weit über 20% der deutschen Stromerzeugung.
Andere Länder, insb. Skandinavien und Spanien sind uns da aber schon immens weit voraus.
Arbeitsplatztechnisch ist das ganze im übrigen auch sehr interessant, gab es weltweit 2002 130.000 Jobs bei ca. 6 Mrd. Euro Umsatz, werden es 2006 ca 300.000 Jobs bei 11 Mrd. Euro sein. Eine vorsichtige Prognose geht für das Jahr 2010 von 500.000 beschäftigten bei ca 17 Mrd. Euro aus.
Das war nur ein kurzes Schlaglicht auf die Windenergie...sicher die entwicklungsstärkste Branche der EE, aber die anderen sind auch nich zu vernachlässigen.
Ein kurzes Wort noch zu Wasserstoff/Brenstoffzellen: Wasserstoff ist kein Primärenergieträger und sollte somit nicht mit Kernkraft oder regenerativen Energien verglichen werden...das haben mittlerweile sowohl politik und Automobilwirtschaft eingesehen
