Naja ich mag selber auch keinen Spam und muss das ja auch immer auf myspace ertragen, wie da lauter Bands MEIN Gästebuch vollspammen mit "wir sind die geilsten" und das, obwohl es auf meiner myspace Seite ja um meinen Kram geht. Als ob das ne öffentliche Werbefläche wäre, an der täglich 1000 Autos vorbeifahren... oder als ob irgendjemand ausgerechnet mein Gästebuch liest, nur um zu erfahren, was für tolle andere Bands sich da eingetragen haben. Aber das ist was anderes und eigentlich nur eine Erklärung, warum ich Band-Spam im allgemeinen nicht so gerne mag.
Ansonsten ist es ja nicht so schlimm hier für etwas Unterstützung zu werben, nur eben die Art und Weise, die "Nettiquette" sollte beachtet werden.
Die vielen, vielen, vielen Ausrufezeichen und dicke, rote Schrift geben dem ganzen einen sehr aggressiven und marktschreierischen Charakter.
Das ist so, als ob jemand an unseren Stammtisch kommt und uns aus voller Kehle anbrüllt, doch sofort ihre Musik zu hören und dafür zu voten, aber dalli dalli! Und vorher noch einen Vortrag hält, wie toll die Band ist. Keine etwas persönlichere Begrüßung wie "Hallo, wir sind Klaus und Bernd und machen Musik, vielleicht interessiert euch das ja".
Ich muss aber auch gestehen, dass das hier andere in gewissen Forenbereichen fast ganz genau so machen, wenn es z.B. um Konzerte oder Festivals geht, da wird mit Superlativen um sich geschmissen (was ja in diesem Fall sogar noch relativ milde ausgefallen ist, dafür mal ein Lob), wie es die deutsche Sprache kaum noch herzugeben vermag, aber weil die Poster hier schon relativ etabliert sind, meckert da keiner. Das muss der Fairness halber mal erwähnt werden.
Das alles heißt noch lange nicht, dass die Musik jetzt gut oder schlecht ist, speziell hier im Forum sind einige eben extrem sensibel, was Werbung angeht. Woanders wäre die Resonanz vielleicht anders ausgefallen. Und so schlimm gespammt ist das eigentlich gar nicht mal, wenn man sich so die Pressetexte der Labels durchliest (sowas bringen die Künstler selber meist nie übers Herz, dermaßen auf die eigene Musik abzugehen wie eben die Label-Texter)