(Kein Wunder, etwas mit der Endung .html ist in den seltensten Fällen ein Bild.)
Danke Bombe, das dachte ich mir dann auch..

verzeiht mir - bei meinem aktuellem Schlafdefizit passiert sowat schon mal..
Ob wir uns auf unsere Wahrnehmung verlassen können? - Nicht wirklich. Wer auf Sehhilfen angewiesen ist weiß, dass die Welt durchaus anders aussieht, wenn die Brille abgesetzt / die Kontaktlinsen herausgenommen worden sind ...
Da stellt sich dann ja auch die Frage: Ist die Wahrnehmung mit Brille die wirkliche oder doch eher jene ohne dieselbe, denn schliesslich war das "Nachlassen" (könnte man ja auch Anpassen nennen) der Sehstärke ja an sich auch ein natürlicher Vorgang.
@Messie:
Ja, ich bin auch der Ansicht, das Wahrnehmung ein zu unsicheres Terrain ist, um allein von ihr ausgehend wirlichkeitsgerechtwerdende Rückschlüsse auf die Realität zu ziehen, da Wahrnehmung durch äußere und innere Umstände beeinflussbar ist (s.das Beispiel mit der "Brille, die abgesetzt wird". Schließlich gibt zum einen äußere Einflussfaktoren wie zum Beispiel (wenn wir nun bei der optischen Wahrnehmung bleiben) eben die Sehschärfe, die auch nicht bei allen Menschen dieselbe ist, oder zum Beispiel ist Jemand, der an der Rot-Grün-Blindheit leidet nicht in der lage diese beiden Farben zu sehen, und da da meistens ein genetischer Defekt die Ursache für eine derartige Erkrankung ist, liegt sie von Geburt an vor und diese Person..-wie soll sie sich vorstellen, was z.B. die Farbe grün/rot ist? Sie sieht an der Stelle grau, wo wir rot oder grün sehen..
Also ist die Wahrnehmung zwangshalber bei jedem Menschen eine andere. Auch über den optischen Sinn hinaus - um zur alle Sinne miteinschließenden Wahrnehmung zurück zu kommen - beispielsweise ein Raum, in welchem das Fenster geöffnet ist - Person A wird das vielleicht als angenenehm empfinden, Person B vielleicht als äußerst unangenehm, dass das Fenszter geöffnet ist..
Somit ist Wahrnehmung bei jedem Menschen anders und also kein sicheres Kriterium um sich daraus alle nötigen Rückschlüsse über die tasächliche Beschaffenheit der Realität bilden zu können.
Aber selbst wenn wir nun davon ausgehen könnten, dass die menschlichen Sinne, wie sehen, hören, riechen, schmecken usw. bei Jedem grundsätzlich (mal rein von den genetischen Voraussetzungen aus betrachtet) was die Voraussetzungen anbelangt, dieselben sind, spielen noch weitere Faktoren mit in die Wahrnehmung herein, die diese beeinflussen - beispielsweise bestimmte Stimmungen, von denen wir geleitet sind und somit etwas an dem einen Tag vielleicht ganz anders wahrnehmen als an einem anderen Tag in einer ganz anderen Stimmung..- hinzu kommen bestimmte Erfahrungen, die ebenfalls auf die Wahrnehmung des Menschen Einfluss nehmen können und ihn somit Manches anderes "Sehen" lässt als Jemandem, der diese Erfahrungen vielleicht nicht gemacht hat und so das was er sieht anders auswertet und darauf anders darauf reagiert, sich also andere Rückschlüsse daraus zieht.
Also spielt daraus folgensd nicht nur direkt die Wahrnehmung mittels der Sinne eine Rolle, sondern auch die Auswertung, die danach im Gehirn stattfindet.
Worauf können wir uns also noch verlassen?
Deshalb fand ich den Film "Matrix" auch so faszinierend - der wie ich finde in diesem Zusammenhang auch recht gut passt. Aber ich schweife gerade etwas ab.. Trotzdem: woher können wir also wissen, ob das, Konstrukt in dem wir leben, dessen (Ab-)Bild uns durch unsere Sinne vermittelt wird, wirklich die Realität ist?