Also ich geb definitiv noch nicht auf! Würd mich über ein paar nette Leutchen hier echt freuen, wenn sie sich bei mir melden! ^^
Am liebsten wäre mir ja ne Art Privatparty, wo man unter sich ist. Wär mir lieber als in der Clubszene rumzusuchen.
Gute Einstellung!
Es ist nicht wirklich so einfach, "uns" von neuen Ideen zu überzeugen. Die Szene hier ist die vielleicht konservativste, die man sich vorstellen kann. Das merkt man an Playlisten in Clubs, die sich innerhalb von 5 Jahren nicht besoners ändert (da kommt fast schon Neid auf die Vielfalt in sämtlichen Dorfdiscos auf) und einem großen Kanon an bestimmten Vorurteilen aber eben auch - und das ist manchmal paradox - eine offene Einstellung gegenüber vieler Dinge, denen viele "Normalos" nicht ganz so offen gegenüberstehen (genau hier entsteht der irreführende Eindruck von Toleranz) und die auch in ein gewisses "erlaubt" - Raster passen. Emos oder Hiphopper z.B. "gehen gar nicht". Sämtliche sexuelle Orientierungen und Spielarten (bis auf gewisse Ausnahmen wie pädophillie, etc.) schon, sind evtl. sogar als Vorteil zu sehen. Also ein homosexueller HipHopper mit Lack-Fetisch hätte es bei uns einfacher als ein heterosexueller HipHopper, aber das führt jetzt etwas zu weit... obwohl Hamburger Hiphopper gehen dennoch auch, denn die sind lustig und nicht so aggro, wie der Rest (already confused?!).
Fotografen, die sich zum ersten mal als solche zu erkennen geben haben es auch schwer bei uns. Das liegt aber daran, dass schon viele die Erfahrung oder viel mehr Beobachtung gemacht haben, dass insb. männliche Fotografen die Eitelkeit junger Grufti-Mädels gerne ausnutzen, um erotische Bilder zu machen. Eigentlich ja fast eine Win-win Situation. Aber hier ist das Image schon so stark belastet, dass jeder bei dem Stichwort "Fotograf" schon gar nicht mehr in der Lage ist, frei zu denken. Vor allem bei Neuanmeldungen.
Überhaupt sollte man aufpassen, mit irgendeiner Art von Kunst hier auf sich aufmerksam zu machen. Denn: Jeder Gruftie ist ja Künstler und natürlich auch besser als die anderen (zumindest ich

)* oder weiß: Etwas, dass sich noch nicht etabliert hat und vom Obergruftie als "okay" abgestempelt wurde, kann nicht wirklich gut sein und ruft so schnell mal Ablehnung hervor.
Ich weiß noch, früher, da hab ich mal ein paar Fotos ganz aus Spaß gemacht und ins Internet gestellt, das war so 1997, und die waren auch gruftig. Wenig später, auf einer Party, kam wutschnaubend ein dicker schwarz gekleideter Mann auf mich zugestampft, knallt mir seinen Fotoband vor die Nase und sagt: "Hier Misses Fotografin." Ein Band mit echt tollen Grabsteinaufnahmen. Ich sollte sehen, was
richtige Gruftie-Fotos sind - im Gegensatz zu meinen infantilen Versuchen. Trotz unkreativer Motivauswahl technisch gesehen super. Aber das ist ja schon mal sehr bezeichnend.
Aber so ist das eben: Wenn Du noch nicht Dita von These (Übrigens, wenn Dieter Bohlen Dita von These heiraten würde, dann hiesse sie ja... egal...) vor der Linse hattest, bist du einfach kein "richtiger Fotograf" oder die Bilder müssen schon dermaßen super sein, dass es auch ein Blinder nicht leugnen kann. Was nicht gerade einfach ist!
Wenn du dich aber erst mal etabliert hast, kannst du auch ruhig mal Gullideckel fotografieren und alle finden das Toll. Isofern hat sich dann die Mühe am Anfang gelohnt

Aber das ist ja nicht mal mehr unbedingt Szenetypisch, sondern etwas, dass sich durch das ganze Leben zieht.
Davon mal abgesehen, herzlich willkommen und viel Glück bei deiner Suche!
*Ironie. Sollte man immer anmerken, wird gerne missverstanden.